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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere. Mitteilungen. 
4. Dampferwege im Nördlichen Stillen 0zean. (Nach „Notice to Mariners“ 
Nr. 1245. Washington 1903.) 
Kapitän Wm. P. Stinson, Führer des Transportschiffes „Logan“, berichtet 
über Beobachtungen auf der Reise zwischen San Francisco und Nagasaki und 
zurück über Guam und Manila, wie folgt: ‚ 
Dampferwege. Von San Francisco nach Guam wurde im ‘größten 
Kreise bis 35° 20‘ N-Br. und 173° 15‘ W-Lg. gesteuert, von hier nach Guam 
direkter Kurs und weiter durch die Straße von San Bernardino nach Manila. 
Von Manila nach Nagasaki wurde der Kurs an der Ostseite von Formosa entlang 
genommen. Von Nagasaki nach San Francisco liefen wir durch die Van Diemen- 
Straße nach 35° 20‘ N-Br. und 173° 15’ W-Lg., und von hier an, wie auf der 
Ausreise, im größten Kreise. Dieser Dampferweg gilt für alle Jahreszeiten. 
Strömungen. Bis Guam waren die Strömungen von den vorherrschenden 
Winden abhängig. 
Zwischen Guam und der Straße von.San Bernardino zeigte sich eine 
starke westliche Versetzung, die bei der Ansteuerung der Straße besonders 
bemerkbar war, sowohl während des Südwest- als auch während des Nordost- 
monsuns, aber.doch stärker in der letztgenannten Monsunzeit, und zwar betrug 
die Versetzung 12 bis 24 Sm im Etmal. Zwischen Manila und Nagasaki, entlang 
der Küste von Formosa, setzte der Strom in nordöstlicher Richtung während 
beider Monsunzeiten, aber im Südwestmonsun doch stärker, bis zu 24 und 30 Sm 
im KEtmal, 
Auf der Reise von Nagasaki nach San Francisco wurde, nachdem 
Aogo-sima passiert war, zunächst eine nordwestliche Versetzung im Mittel von 
1 Sm in der Stunde beobachtet; diese Nordwest-Versetzungen hielten an bis zu 
33° 43' N-Br. und 153° 43‘ O-Lg. Von hier bis zu 180° O-Lg. fand Stinson 
den Strom nördlich und östlich setzend. Von da ab weiter bis nach San Francisco 
kann von einer nennenswerten Versetzung nicht berichtet werden. > 
5. Reise des Vollschiffes „Susanna“ von Hamburg nach Sydney. April 
bis Juni 1903, Nach dem Bericht!) des Kapts. Chr. Schütt. - 
Das Hamburger stählerne Vollschiff „Susanna“, 1873 R-T. netto, befand 
sich am 8. April 1903 abends bei Dover, wo man den Schleppdampfer entließ 
und unter Segel ging. Zunächst machte man bei frischem Nordwinde guten 
Fortgang, aber schon am nächsten Tage lief der Wind westlich, so daß man 
kreuzen mußte und erst am 11. April abends in Sicht des Feuers von Lizard 
kam. Hier holte der Wind wieder nördlich und blieb dann auch vorwiegend 
günstig, war aber im allgemeinen flau; nur südlich von den Kanarischen Inseln 
bis nach etwa 13° N-Br. wurde ein befriedigender Fortgang erzielt. Man steuerte 
östlich von den Kap Verdeschen Inseln in etwa 22° W-Lg. nach Süden und 
erreichte den Äquator am 4. Mai in 27° W-Lg., 23 Tage nachdem man Lizard 
passiert hatte. Der Südostpassat im Südatlantischen Ozean war, wenn auch 
nicht kräftig, doch stetig; an der polaren Passatgrenze südlich von Trinidad 
zwischen 23 und 26° S-Br. und 33 und 28° W-Lg. konnte man sogar ein Etmal 
von 323 Sm, das beste der Reise, zurücklegen, und am 17. Mai in etwa 30° S-Br. 
und 22° W-Lg. erreichte das Schiff die. „braven Westwinde“, die ohne nennens- 
werte Unterbrechung bis zur Bass- Straße anhielten und öfter zum Sturme an- 
wachsend, dem Schiffe Gelegenheit gaben, seine ganze Fähigkeit zum Rennen 
zu entwickeln. Tristan d’Acunha wurde am 20, Mai, 16 Tage nachdem die 
Linie geschnitten worden war und die Länge von Kap Agulhas (20° O-Lg.) 
in 41° S-Br. am 26. Mai, also 22 Tage nachdem die Linie geschnitten worden 
war, passiert. Beim Ablaufen der Länge hielt man sich auf 43° S-Br. und 
passierte die Länge von Kap Leeuwin (115° O-Lg.) am 14. Juni, 19 Tage später, 
als man Kap Agulhas passiert hatte. Am 19. Juni lief man in Sicht von Kap 
Otway, segelte vom 19. bis zum 20. Juni durch die Bass - Straße und erreichte 
am 22. Juni abends bei stürmischem Westnordwestwinde einen nur noch 55 Sm 
von ‚Sydney entfernten Punkt, mußte dann aber fünf Wachen lang auf St-B.- 
Halsen gehen, bis am 23. Juni der Wind wieder westlicher holte und man auf 
B-B.-Halsen Port Jackson anliegen konnte, dessen Feuer man um 11* nachts 
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1) Durch die Reederei G, J. H. Siemers & Co. der Deutschen Seewarte freundlichst zur 
Verfügung gestellt,
	        
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