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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere Mitteilungen, 
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Ankerplatz. Schiffe, die an dieser Küste von schlechtem Weiter über- 
rascht werden, finden einen guten Zufluchtshafen zwischen Mate und Mordaza 
Cays, nordwestlich von der Cuatro Reales- Durchfahrt. Die Ansteuerung ist 
durch die ausgelegten Baken sehr erleichtert. Der Ankerplatz ist gut geschützt 
und: hat nach Aussagen. der Lotsen einen ausgezeichneten Grund. Diese 
Uffnung an der auf eine lange Strecke ungeschützten Küste ist für Schiffe, 
die während der Orkanzeit hier fahren, sehr von Vorteil. 
11. Luzon, Südostküste, Tabaco-Bai. (Nach „Notice to Mariners“ No. 1795, 
Washington 1902. Brit. Adm-Krt. No. 2577, Philippine Islands between 
St. Bernardino & Mindore Straits.) 
Südostküste. Tabaco-Bai. Wenn man von Osten aus in die Tabaco- 
Bai einläuft, so sollte man, noch ehe das westliche Ende der San Miguel-Insel 
östlicher als 180° (S) peilt, die Kirche von Malinao in 236° (SWzW) bringen. 
Diese Kirche ist ein auffälliges Gebäude mit einem Dach aus galvanisiertem 
Eisen, In der Peilung 236° (SWzW) steuert man ein, dabei die Riffe an beiden 
Seiten auf %/s Sm Abstand passierend, bis man die Tabaco-Kirche 184° (S*/sW) 
peilt; dann ändert man Kurs auf 166° (Sz0'/40), passiert dicht bei der steilen 
Baculud-Huk und ankert querab von den Landungsbrücken in Tabaco auf 46 bis 
53 m Wasser, Sand und Schlikgrund, etwa */s Sm vom Strande. Von Norden 
kommend bringt man das W-Ende der Insel San Miguel in 180° (S) und 
steuert diesen Kurs, bis die Kirche in Malinao 236° (SWzW) peilt; dann folgt 
man den oben gegebenen Anweisungen. 
Das Riff, das das W-Ende der Insel San Miguel, die San Miguel-Huk, 
umgibt, erstreckt sich bis auf */4 Sm vom Strande und fällt steil zum tiefen 
Wasser hin ab. Auf dem Riff steht fast immer Brandung. Kine felsige Untiefe, 
366 m im Durchmesser, mit 7,3 m geringster Wassertiefe, liegt 1 Sm 315° (NW) 
von der San Miguel-Huk. Zwischen dieser Untiefe und den Untiefen nord- 
westlich davon bleibt eine Fahrrinne von %4 Sm Breite mit Tiefen von 
18 bis 27 m. 
12. Min-Flufs und Futschau. Nach einem Bericht des. Kommandos 
S. M. S. „Luchs“. Lotsen (Seite 98 des’ Handbuches „Die wichtigsten Häfen 
Chinas“). Nach Mitteilung eines Lotsen sind nur drei europäische und ein 
chinesischer Lotse vorhanden. 
13. Clipperton-Insel. Kapt. W. Bock von der Bark „Lisbeth“ berichtet: 
Auf der Reise nach Santa Rosalia sahen wir am 23. Mai 1901 um 6* die Clipperton- 
Insel 56° (NOzO) in der Kimm; um 7* 40=i», als die Insel auf den Abstand von 
14 Sm in die Peilung 84° (0'/3N) gebracht war, sahen die Umrisse ungefähr wie 
beistehende: Abbildung aus. — 
Arsen tr A der 
NAıbe trnm 1° 
Wenn die Position der Insel in „North Pacific Ocean Directory“ von 
Findlay richtig ist, so war meine Chronometerlänge 15’ zu östlich, was wohl angeht, 
da das Chronometer in London einer grofsen Reparatur unterzogen worden ist. 
Bei Tagwerden erschien die Insel täuschend ähnlich einer Brigg, welche im 
Vortopp scharf angebrafst und im Grofstopp die Raaen mehr aufgeholt hatte. 
Als die Sonne den Dunst mehr. verteilte, nahm die Insel obige Figur an. 
14. Die Gilbert-Inselgruppe. Nach einem Berichte von Kapt. Kessler, 
Hamburger Schoner „Neptun“. 
Ansteuerung von Butaritari. Butaritari sollte man sich stets von 
Osten her nähern, andernfalls könnte ein Schiff leicht Schwierigkeiten haben, 
diesen. Hafen zu erreichen, da die Strömungen sehr veränderlich und östliche 
Winde vorherrschend sind. In Sicht des niedrigen Landes steuere man an der 
Küste entlang, da die Strömung auch meist in dieser Richtung läuft und nur 
bei steifen westlichen Winden sich ändert. Man umsteuere nun die SW-Huk 
30 nahe wie möglich, da das Schiff alsdaun aufserhalb der Strömung und des 
hohen Seeganges bleibt, um dann in ruhigem Wasser die Einfahrt zu gewinnen.
	        
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