Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1903,
3. Durch Benutzung der Relation
co8 + cos d = cos (p +d) + sin p «sin d
geht die Gleichung
co8 zZ =— 2.008 @ cos d008 5 — cos (p + d)
über in die folgende:
cos z = cos (g + d) -cost + 2 - sin @ + sin de cost %,
Führt man hierin einen Hilfswinkel x ein unter der Relation
cos x == cos (gp + d) » cost.
und setzt z=z+q,
so findet man leicht:
sin x.sinu == 2.sin # + sin d 40085 +2:C08 X sin? 5
4. Setzt man z= —d+ANu,
so folgt die bekannte Gleichung:
sin (@g — d)-sinu = 2-+C0s «cos Susin? 3 — 2.008 (@ —0) + int,
5. Subtrahiert man die beiden folgenden Gleichungen voneinander,
co82z = cos 2 (p— d) . cos? 5 + cos 2 (p +0) + sin? 5 — Q. cos? 9 «cos? d« sin2t
cos 27, = cos 22, - cost 5 + cos 2 zo - sin? >
so ergibt sich:
sin (z,-+z)-sin(z,—z) = sin (zy + 6 — d) + sin (z, — (g—d0))+ cos? £ +ein(z, ++)
. „at
‚sin (z, — (@+ d)) + sin? > — cos? + cos? d sem t
t
sin (zo + # — 0) + sin (zy — (@—0)) .co8? —
Üz em
(in Minuten) sin 2 z, + sin 1'
t
i + si im sin —
„in sin (zo — (@ + 0)) + sin‘ . _coipecn drsemt
sin 2 z, «sin 1‘ sin 2 z, + sin 1‘
z = zz. +dz
Herr Dr. Teege hat mir „Ann. d. Hydr.“ 1903 S. 307 zum Vorwurf
gemacht, daß ich beim Vergleich der Formeln 19, S. 214 und Formel 5, S. 219,
nicht mit gleichem Maße gemessen hätte. Während nämlich bei der ersten
Formel die Logarithmen der Quadrate der trigonometrischen Funktionen direkt
den Tafeln entnommen wurden, mußten bei der zweiten Formel die Logarithmen
der einfachen Funktionen verwendet werden. Herr Dr. Teege gibt dann ein
Verfahren an, das die 10. Potenzen der Funktionen benützt, und findet nun, daß
die so berechnete Höhe an Genauigkeit alle anderen Formeln übertreffen soll.
Daß eine fünfstellige Rechnung genauere Werte liefert als eine vier-
stellige, wird wohl von niemand bezweifelt. Das Teegesche Verfahren ist aber
mit der fünfstelligen Rechnung identisch; in vielen Fällen ist diese Rechnung
sogar noch beschwerlicher als die Rechnung nach fünfstelligen Tafeln. Tafeln in der
von Herrn Teege vorgeschlagenen Form sind meines Wissens nach nicht vor-
handen. Ich hatte daher keinen Grund, eine solche Rechnungsart in Erwägung
zu ziehen. Vierstellige nautische Tafeln, die direkt die Logarithmen der
Quadrate geben, existieren aber, deshalb durfte ich sie auch bei der Formel 19
verwenden, Würde man bei Formel 19 fünfstellige Tafeln verwenden, so würde
der Maximalfehler in h auch 90° kleiner werden, mithin auch dann kleiner als
nach der Teegeschen Formel. Daß meine Berechnungen richtig sind, hat
Herr Dr. Fulst in „Ann. d. Hydr.“ 1903, S. 247, bestätigt. Ob die von
Herrn Dr. Teege vorgeschlagenen Tafeln praktisch verwendbar sind, oder über-
haupt in derselben Form hergestellt werden können, wie z. B. die Bolteschen
Tafeln, soll hier nicht untersucht werden.
Würde es gelingen, die Teegesche Formel so umzugestalten, daß die
rechte Seite der Gleichung nur Quadrate enthielte. so hätte man dadurch nichts