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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Von Hongkong über Kwang-chau-wan nach Pakhoi und zurück nach Macao und Canton. 
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Von Hongkong über Kwang-chau-wan nach Pakhoi und zurück 
nach Macao und Canton. 
Reisebericht S, M. S. „Jaguar“, März 1903. 
(Hierzu Tafel 16.) 
Von Hongkong nach Kwang-chau-wan. 
Am 10. März 9* V verließ S. M. S. „Jaguar“ Hongkong und steuerte durch 
die Sulphur- und West-Lamma-Durchfahrt den Gap Rock-Leuchtturm an. Von 
dort aus wurde 236° (SWzW)- Kurs aufgenommen, und als die Inseln Liuchiu 
und Waikaup in einem Abstande von etwa 15 Sm passiert waren, mit 259° (WzS) 
auf Nauschau zugehalten. Das Wetter war auf der ganzen Fahrt ruhig und die 
Stromversetzung infolgedessen unbedeutend. Um 10° 45%» V den 11. März kam 
Nauschau in 242° (SWzW!'4@W) etwa 15 bis 16 Sm ab in Sicht (in dieser 
Peilung erscheint der Gipfel der Insel‘ nicht besonders auffällig, die Höhe nimmt 
nach beiden Seiten nur ganz allmählich ab), um 11* der Mont Jacquelin 
(siehe Vertonung) in 278° (W°AN) etwa 15 Sm ab (der Gipfel dieses Berges 
ist bewachsen, sein unterer Teil dagegen versandet, so daß beim Insichtkommen 
der Gipfel über Wolken herauszutreten scheint; das Weiter am 11. März war 
gut sichtig). 
Zur Einfahrt nach Kwang-chau-wan wurden Kopien französischer 
Karten benutzt; sie bietet bei sichtigem Wetter keine Schwierigkeiten, da 
die Landmarken für die Deckpeilungen, in denen man zu laufen hat, sehr 
deutlich und weit erkennbar sind. Bei dickem Wetter wird es sich empfehlen, 
gleich zu ankern; ein Einlaufen bei Nacht ist infolge Fehlens jeder Befeuerung 
ausgeschlossen. Kuropäische Lotsen gibt es nicht; ob die in der Segelanweisung 
„Die wichtigsten Häfen Chinas“ auf Seite 45 erwähnten chinesischen Nauschau- 
Lotsen Dampfer auch nach Kwang-chau-wan bringen können, konnte nicht fest- 
gestellt werden, ist aber unwahrscheinlich. 
Anweisungen für die Einfahrt nach Kwang-chau-wan. 
Man steuert, von See kommend, am besten den Nauschau-Gipfel (82,3 m) 
an, der meistens vor dem Mont Jacquelin (111 m) in Sicht kommt. Auf dem 
höchsten Punkt der Insel Nauschau befindet sich eine Bake, nahe der Nordküste 
eine heilfarbige Pyramide, dazwischen ein gemauerter Turm ( In helllarbr) 
Von Osten kommend, kann man den Gipfel der Insel schwer ausmachen, da die 
Höhe nach beiden Seiten nur allmählich abnimmt. Auf den Mont Jacquelin 
halte man mit einem Kurse zwischen 304° (NWzW) und 294° (NWzW '/sW) 
direkt zu und findet dann, falls man die Barre nicht gleich passieren will, einen 
guten Ankerplatz auf etwa 12 m Wassertiefe in folgenden Peilungen: Nauschau- 
Gipfel 180° (Süd), Mont Jacquelin 301° (NWzW '/4W). 
Von diesem Ankerplatz als Abgangspunkt steuere. man etwa 2,6 Sm 
0° (Nord) in der Heck-Deckpeilung Nauschau-Gipfel—gemauerter Turm am Strande 
(dieser Turm ist sehr schwer zu erkennen) und passiere so die Barre. — In 
dieser Heck-Deckpeilung hat man nicht unter 6,2 m Wassertiefe bei Niedrigwasser 
auf der Barre (siehe Gezeitentabelle für die Barre) und auch in der weiteren 
Einfahrt nicht weniger, wenn man sich auf den durch die Landmarken be- 
zeichneten Kursen hält. Wenn Mont Jacquelin mit einer am Strande auf- 
gestellten schwarzen Bake ( | | ) in Eins kommt 272° (W1'AN), hat man 
die flachste Stelle der Barre passiert und kurz vorher eine schwarze Boje etwa 
100 m an B-B. gelassen. 
Schiffe mit geringem Tiefgange können auch den Mont Jacquelin (sein 
Gipfel ist noch besonders gemarkt durch eine kleine hellfarbige Pyramide) mit 
272° (W'/AN)- Kurs direkt ansteuern (= in der Deckpeilung: Bake am Strande 
an der rechten Kante des Mont Jacquelin - Gipfels) und müssen dann bei der 
schwarzen Boje bezw. wenn sie in die Deckpeilung — Nauschau - Gipfel und 
Turm am Strande — kommen, 344° (NzW*%3W)-Kurs aufnehmen. Sobald man
	        
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