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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Prager, M.: Zur Meteorologie der Gilbert-Inseln etc, 
mit 21,9 mm in den Mai; der Unterschied beträgt 2,5 mm (Nauru 3,3 mm). Die 
relative Feuchtigkeit der Luft war am höchsten ebenfalls im März und Dezember, 
wozu noch der Monat April mit gleich hohem Prozentsatz hinzutritt. März— 
April 85 %, Mai 740%, der Unterschied 110/,. Der höchste Dunstdruck und 
der höchste Feuchtigkeitsgehalt der Luft fällt also auf den Beginn und das Ende 
der großen Regenzeit, während im Monat Mai vor Beginn der kleineren Regen- 
periode der Dunstdruck und die Feuchtigkeit am geringsten sind. Das Jahres- 
mittel für den Dunstdruck ergibt 23,3 mm; verglichen mit dem höchsten und 
niedrigsten Monatsmittel sind die Unterschiede — 1,1 mm und 1,2 mm — ganz 
gleich (siehe Taf. 15, Fig. 3). . 
Ein gleiches Verhalten zeigt die jährliche Periode der relativen Feuchtigkeit 
der Luft; das Mittel 79°, mit den betreffenden Monatsmitteln verglichen, ergibt 
+ 6% und — 5% Abweichung. Wenn ein geringes, jedenfalls aber nach- 
gewiesenes Auf- und Abschwanken des Dunstdruckes und der Feuchtigkeit statt- 
findet, so ist dieses wahrscheinlich auf die Unterbrechung des Passats durch 
leichte in fast allen Monaten auftretende westliche Luftströmungen zurück- 
zuführen. Auch bei nördlicher und südlicher Abweichung der Sonne zeigt sich 
kein bemerkenswerter Uuterschied; April— August gibt 23,1 mm, Oktober— 
Februar 23,6 mm für den Dunstdruck, die relative Feuchtigkeit ist für die 
betreffenden Monate ganz gleich, nämlich = 79° %. Die Beobachtungen unter 
Land für die Tageszeit 8° V bis 8"N geben für den Dunstdruck und den 
Feuchtigkeitsgehalt genau dieselben Resultate, die Jahresperiode ist nur einer 
sehr geringen Schwankung unterworfen. Bemerkenswert ist, daß über dem 
Lande der Dunstdruck von Februar bis Juni gleichmäßig zunimmt, um von Juli 
bis Januar ebenso ‚abzunehmen; die relative Feuchtigkeit zeigt ein nahezu 
ähnliches Verhalten, 
In der folgenden Tabelle ist der tägliche Gang des Dunstdruckes und 
des Feuchtigkeitsgehaltes der Luft durch Unterschiede gegen das Mittel aus- 
gedrückt. Beide sind gesondert für die Zonen 4—2° N-Br., 2—0° N-Br., 
0-—2° S-Br. und getrennt für die Beobachtungen „in See“ und „unter Land“ 
zusammengestellt. 
Täglicher Gang der Luftfeuchtigkeit in See. 
1900—1902, 
Dnpr-‘44nek mm 
Relative 7euchtigkeit Ya 
4b V 
8b V 
mm 
12bV 
mm | mm 
&h N 
4@bN 
mm 
4bV | vY 
9% | 9% 
12V 4bN SEN |120N]4A %, 
1 om 1 SE 
% 1% on 10 [SEE 
® 
mm 
mm 
4—2° N] —0,66/—0,28'-40,72'-+1,24|—0,40'— 0,71 +-5,46'+1,16l—8,59|—4,72/-+3,34/44,08! 
2—0°N—0i 000/070 +03 _0.11)—0.49 3498850300 +3,31 +45 
0—2°8 —0,64l-10.19'-+0,831-40,20l—0.311—0,37 +8,75 41,75 —5,62'—5,25/4-2,121-4+4,75 
A 1 x x — 1 1 a nn. 
4° N—2°5 |-0.63[—0,0614-0,75/+0,59/— 0,27] —0,52]+4,80] +1,55] —7,59/ 4,61 +2,92/ +4,41] 133 
(Taf. 15, Fig. 9) (Taf. 15, Fig. 10.) 
Täglicher Gang der Luftfeuchtigkeit unter Land. 
Apackdruck mm. Pelative Feuchtigkeit %-, 
h | h & 
AbN 8b N | BE 
a % ass 
8 
nm 
4—2° N 
2—0°N ı 
0—2° 8 
4°N—2°8 | — 0.06 | +0,53 | +0,36 | — 0,78 | +5,43 |—553|— 531 | -+6.40 | 289 
+ 0,06 
— 0,22 
— 0.02 
+0,57 
+0,39 
+4 0.64 
+0,02 
+0,59 
A 0,47 
— 0,71 
— 0,64 
— 1,00 
+6,53 — 4,95 
+3,08 | — 6,46 
+6,69 — 5,19 
— 5,61 
— 4,10 
— 629 
+ 6,71 
47,39 | 
A A111
	        
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