Kleinere Mitteilungen.
Cartagena nicht in Sicht bekommen und in gefährliche Nähe der Salmedina
Bank geraten, .
. Von Cartagena bis Greytown setzt der Strom am ersten Reisetage
gewöhnlich nordöstlich, manchmal stark, besonders im Winter. Während des
zweiten Reisetages pflegt der Strom seine Kraft zu verlieren; im Winter setzt
er recht N, im Sommer ist hier nur wenig Strom vorhanden, doch wurde
„Athos“, mit sehr wenig Ausnahmen, nördlich versetzt.
; Wenn. man sich Greytown nähert, setzt der Strom im Winter bei den
vorherrschenden Nordwinden südlich, wobei er dicht unter Land den Biegungen
der Küste folgt und‘ nach starkem Regenfall beträchtliche Geschwindigkeit
erlangt.
6 Von Port Simon nach Jamaica. Schiffe, die von Port Simon nach
Jamaica wollen, werden sich, wenn eine Zeitlang kräftiger NO-Passat ge-
weht hat, beträchtlich nach SW versetzt finden; „Athos“ ist unter solchen
Umständen bis zu 30 Sm versetzt worden. Bei leichten Winden dagegen hat
der Strom seine gewöhnliche westliche Richtung.
Nachdem man an Watlings Island (Salvador) vorbei ist, setzt der Strom
während des ersten Reisetages gewöhnlich nach N, manchmal etwas west-
licher, und durchschnittlich mit !/2 Sm Geschwindigkeit. Während des zweiten
Reisetages pflegt man gewöhnlich keinen nördlichen Strom mehr zu haben und,
wenn überhaupt Versetzung stattfindet, einige Seemeilen südlich versetzt zu
werden. Diese leichte. südliche Versetzung haben mehrere Schiffe derselben
Linie gefunden, und es erscheint ziemlich sicher, dafs, wenn in dieser Gegend
überhaupt Strom ist, er nicht nach N setzt.
6. Lotungen im Gelben Meere. Kapt. E.Zachariae vom Norddeutschen
Lloyddampfer „Marburg“, der sich auf der Reise von Tsingtau nach Saigon be-
fand und in der Nähe der Kante der Grofsen Yangtse-Bank südwärts steuerte,
nahm in jener Gegend am 17. und 18, Mai 1902 die nachstehende Lotungsreihe:
25
Datum und Uhrzeit
Schiffsort
Wassertiefe
N-Br.
O-Lg.
had
Faden
Grund.
17, 5. 1908 V
‚id
oh,
N.
ah,
ah
h
+
53h
-h
3b
a
Lob
ib
19h
300 49'
550 40°
75° 32
35° 23
5° 14
oo 5'
°° 56’
047
10 38'
19 29
49 20’
29 31
4° 2
33° 53°
399 44!
120° 52
20° 59
121° 8
121° 16
121° 23°
121° 31
21° 39
91° 46’
“91° 54
999- 9‘
‚22° 10°
22° 18°
(22° 26
122° 34
1999 8Qı
33
15,5
37,5
44
39,5
38,5
19,5
“7,5
47,5
47,5
7,5
ar
3
5
0,5
Steine.
Sand und Schlick,
Schlick und Steine.
Schlick und Muscheln,
Sand.
“5
”
Sand und Steine.
Sohlick.
Sand und Steine.
Schlick,
Sand und Schlick.
Schliek.
35
49
.
Dj
8
5
ib V
5b
» ”
A
sh
*h
3b
gh
‚Ob
a
‚oh
33° 35
33°. 26
230 17
580 8:
129 59
32° 48.
32° 380
320 27
329 161
290 5
31° 54’ |
210 A9ı
122° 47'
192° 55'
‚939 Q'
309 9
23° 15
189 14
9 ]' ‘
"80 3
239.5
1239 1:
123° 1
1239 1:
51
49
A\
Sand und Steine,
Steine.
Sechlick.
*5,5
28,5
A,5
za
. 8
28,0
29,5
.
73,5
f. gr. Sand und Muscheln.
Sahliek_
)
)
) »
: Sand und Steine,
L5 - Sand,
7.. Dampferwege zwischen. der französischen Westküste und Westindien.
(Nach „Notice to Mariners No. 1700. Washington, den 8. November 1902.) Der
Kapt. Charles Mourand vom Dampfer „Saint Simon“, der 90 Reisen zwischen
der Gironde-Mündung und St. Thomas (ausgehend) und zwischen St. Thomas
ınd Havre (zurückkehrend) ausgeführt hat, hat dem Hydrographischen Amte