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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere Mitteilungen. 
Cartagena nicht in Sicht bekommen und in gefährliche Nähe der Salmedina 
Bank geraten, . 
. Von Cartagena bis Greytown setzt der Strom am ersten Reisetage 
gewöhnlich nordöstlich, manchmal stark, besonders im Winter. Während des 
zweiten Reisetages pflegt der Strom seine Kraft zu verlieren; im Winter setzt 
er recht N, im Sommer ist hier nur wenig Strom vorhanden, doch wurde 
„Athos“, mit sehr wenig Ausnahmen, nördlich versetzt. 
; Wenn. man sich Greytown nähert, setzt der Strom im Winter bei den 
vorherrschenden Nordwinden südlich, wobei er dicht unter Land den Biegungen 
der Küste folgt und‘ nach starkem Regenfall beträchtliche Geschwindigkeit 
erlangt. 
6 Von Port Simon nach Jamaica. Schiffe, die von Port Simon nach 
Jamaica wollen, werden sich, wenn eine Zeitlang kräftiger NO-Passat ge- 
weht hat, beträchtlich nach SW versetzt finden; „Athos“ ist unter solchen 
Umständen bis zu 30 Sm versetzt worden. Bei leichten Winden dagegen hat 
der Strom seine gewöhnliche westliche Richtung. 
Nachdem man an Watlings Island (Salvador) vorbei ist, setzt der Strom 
während des ersten Reisetages gewöhnlich nach N, manchmal etwas west- 
licher, und durchschnittlich mit !/2 Sm Geschwindigkeit. Während des zweiten 
Reisetages pflegt man gewöhnlich keinen nördlichen Strom mehr zu haben und, 
wenn überhaupt Versetzung stattfindet, einige Seemeilen südlich versetzt zu 
werden. Diese leichte. südliche Versetzung haben mehrere Schiffe derselben 
Linie gefunden, und es erscheint ziemlich sicher, dafs, wenn in dieser Gegend 
überhaupt Strom ist, er nicht nach N setzt. 
6. Lotungen im Gelben Meere. Kapt. E.Zachariae vom Norddeutschen 
Lloyddampfer „Marburg“, der sich auf der Reise von Tsingtau nach Saigon be- 
fand und in der Nähe der Kante der Grofsen Yangtse-Bank südwärts steuerte, 
nahm in jener Gegend am 17. und 18, Mai 1902 die nachstehende Lotungsreihe: 
25 
Datum und Uhrzeit 
Schiffsort 
Wassertiefe 
N-Br. 
O-Lg. 
had 
Faden 
Grund. 
17, 5. 1908 V 
‚id 
oh, 
N. 
ah, 
ah 
h 
+ 
53h 
-h 
3b 
a 
Lob 
ib 
19h 
300 49' 
550 40° 
75° 32 
35° 23 
5° 14 
oo 5' 
°° 56’ 
047 
10 38' 
19 29 
49 20’ 
29 31 
4° 2 
33° 53° 
399 44! 
120° 52 
20° 59 
121° 8 
121° 16 
121° 23° 
121° 31 
21° 39 
91° 46’ 
“91° 54 
999- 9‘ 
‚22° 10° 
22° 18° 
(22° 26 
122° 34 
1999 8Qı 
33 
15,5 
37,5 
44 
39,5 
38,5 
19,5 
“7,5 
47,5 
47,5 
7,5 
ar 
3 
5 
0,5 
Steine. 
Sand und Schlick, 
Schlick und Steine. 
Schlick und Muscheln, 
Sand. 
“5 
” 
Sand und Steine. 
Sohlick. 
Sand und Steine. 
Schlick, 
Sand und Schlick. 
Schliek. 
35 
49 
. 
Dj 
8 
5 
ib V 
5b 
» ” 
A 
sh 
*h 
3b 
gh 
‚Ob 
a 
‚oh 
33° 35 
33°. 26 
230 17 
580 8: 
129 59 
32° 48. 
32° 380 
320 27 
329 161 
290 5 
31° 54’ | 
210 A9ı 
122° 47' 
192° 55' 
‚939 Q' 
309 9 
23° 15 
189 14 
9 ]' ‘ 
"80 3 
239.5 
1239 1: 
123° 1 
1239 1: 
51 
49 
A\ 
Sand und Steine, 
Steine. 
Sechlick. 
*5,5 
28,5 
A,5 
za 
. 8 
28,0 
29,5 
. 
73,5 
f. gr. Sand und Muscheln. 
Sahliek_ 
) 
) 
) » 
: Sand und Steine, 
L5 - Sand, 
7.. Dampferwege zwischen. der französischen Westküste und Westindien. 
(Nach „Notice to Mariners No. 1700. Washington, den 8. November 1902.) Der 
Kapt. Charles Mourand vom Dampfer „Saint Simon“, der 90 Reisen zwischen 
der Gironde-Mündung und St. Thomas (ausgehend) und zwischen St. Thomas 
ınd Havre (zurückkehrend) ausgeführt hat, hat dem Hydrographischen Amte
	        
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