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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

348 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Augnst 1903, 
NO (9). Um 8% abends befand sich das Schiff nach Sternbeobachtungen 8 Sm 
von der „Großen Sole-Bank“ entfernt. Um 11"N erhielt das Lot zum ersten- 
mal Grund (170 mf. g. Sd.). Am folgenden Tage,. am 22. April, wurde der 
Wind unter sehr schweren Böen und heftigen Regenschauern etwas nördlicher 
and schwächer, so daß das Schiff etwas mehr Fahrt machen konnte. Durch 
häufige Lotungen und astronomische Beobachtungen wurde der Schiffsort ständig 
kontrolliert. Am Mittag des 23. April hatten wir eine sogenannte weiße Böe, 
welche ohne vorhergehende Anzeichen plötzlich aus N losbrach und uns zwang, 
sämtliche Segel bis auf die Untermarssegel zu fieren und die Schoten der Unter- 
segel aufzugeien. Der Wind blieb jetzt N und NzW (6—7) und sehr böig. 
Um 9° N war der Wind NzW (4), als eine heftige Hagelböe das Schiff erreichte. 
In dieser Böe sprang der Wind plötzlich auf 0OSO und wurde flauer. Um 12" N 
sprang der Wind wieder auf NO und wurde während des 24, nördlich und NW. 
Das Besteck wurde durch Reihenlotungen und astronomische Beobachtungen 
ständig kontrolliert. Um 8* N befanden wir uns nach sehr guten Beobachtungen 
17,5 Sm 217° (SW*/4S) vom Feuerkreise von Eddystone. Wir setzten nun Kurs 
auf Eddystone und hatten das Leuchtfeuer um 1* 30"" V 25 Sm recht voraus in 
der Kimm. Während der Wind allmählich auf W und SW ging, erreichten 
wir um 10° V die Bucht von Plymouth, woselbst wir innerhalb des Wellen- 
brechers ankerten. 
Stromversetzungen zwischen Fayal und dem Englischen Kanal. 
"Mittlere 
Wassertemp. 
°C, 
Wind 
Van 
0—NO 4—1 
N—-NW 2 
N-lich—-SW—5S 
0—6 
SO-lich 2—3 
SOU-lich 3 
SO-lich 1—0 
S—SW 1—4 
SO 4—7 
SO 4—5 
SO 5—3 
SW —SO0O—NNO 
3—0—9 
NO 4—7 
NO—N 3—5 
NW—SW 3-—5 
Horta a. Fayal 
39° 13‘ N, 29° 6 W 
39° 13‘ N, 29° 6‘ W 
39° 31' N, 28° 26‘ W 
Sm 
W34AN 7.1 
SoO14S 8,81 
24b 
Ah 
15,0 
14,0 
39° 81’ N, 28° 26' W 
39° 48‘ N, 27° 44' W 
40° 39‘ N, 26° 37 W 
42° 15‘ N, 25° 25' W 
48° 47‘ N, 23° 20' W 
459° 7/N, 20° 31' W 
46° 30‘ N, 17° 47: W 
170501 N. 15° 58 W 
39° 48‘ N, 27° 44’ W 
40° 39‘ N, 26° 37' W 
42° 15‘ N, 25° 25‘ W 
43° 47' N, 23° 20° W 
45° 7/N, 20° 31‘ W 
46° 30‘ N, 17° 47 W 
47° 50‘ N, 15° 58‘ W 
49° 19! N. 14° 0 W 
8803/40 4,6 
NO140 14 
NNW1/W 19,27 
NO740 24,0 
NNW5/W 23,8 
NW3%AW 26,2} 
NNWI/W 14,9 
NO50O0 8,7 
24b 
24h 
24b 
78% 
24b 
24b 
24h 
24h 
15,0 
15,0 
15,0 
14,5 
13,0 
11,5 
11,0 
11.0 
49°12' N, 14° 0 W 
49° 44‘ N, 11° 29 W 
49° 11° N, 7°57 W 
49° 95: N. 5°27' W 
49° 44‘ N, 11° 29‘ W 
49° 11‘ N, 7°57' W 
49° 25‘ N, 5°27' W 
50° 15,5 N.4° 7 W 
NzO1/40 23,5 | 48% 
S5/gW 25,6 | 480 
SO 16,4 | 24b 
S0Oz01/40 15,9 | 20b 
10,5 
10,5 
10,0 
95 
Zur Meteorologie der Gilbert-Inseln 
mit einem Anhang über die Inseln und die Bevölkerung. 
M. Prager, Hilfsarbeiter bei der Seewarte. 
(Hierzu Tafel 15.) 
In letzter Zeit sind die inmitten des Stillen Ozeans liegenden Inselgruppen 
mehr und mehr in den Weltverkehr gezogen worden, und man hat deshalb diesen 
nun auch mehr Beachtung geschenkt als in früheren Zeiten, zumal der Wert 
dieser Inseln, insbesondere für Deutschland, nicht mehr unterschätzt werden darf, 
Diese Erkenntnis hatte auch zur Folge, daß die Wissenschaft es sich angelegen 
sein ließ, die klimatischen und meteorologischen Verhältnisse auf jenen Inseln 
genauer, als bisher geschehen, zu erforschen. So weit festgestellt worden ist, 
bringen die namentlich unter und nahe dem Aquator gelegenen Inseln, so klein 
ihr Flächenraum auch ist, in der Beständigkeit der meteorologischen Erscheinungen, 
wie solche auf dem freien Ozean unter dem Äquator vorherrschend sind, eine 
Abweichung hervor. Zu solcher Abweichung ist zu rechnen, daß der gleich- 
näßig wehende Passatwind selbst durch die niedrigsten Koralleninseln beeinflußt
	        
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