Hoeck, A.: Winterreise des deutschen Schulschiffes „Großherzogin Elisabeth“ etc, 347
Schiffe, welche Horta anlaufen, von großer Wichtigkeit, und sei hier nicht ver-
säumt, nochmals darauf hinzuweisen. ;
Landmarken. Das Leuchtfeuer auf Comprida-Point brennt.noch nicht,
doch soll es.in einigen Monaten angesteckt werden. Der Leuchtturm ist
deutlich auf größere Entfernung zu sehen; es ist ein weißer achteckiger Turm
mit schwarzen Kanten; die Kuppel der Lampe ist grün; dicht bei dem Turm
befinden sich das Wärterhaus und eine Signalstation.
Ankerplatz. Der Ankerplatz auf der Reede von Horta war gut; die
Dünung war mäßig. Der Verkehr wurde durch Schiffsboote aufrecht erhalten.
Stromversetzungen auf der Reise von Kap Canaveral nach Fayal. -
Wind
0NO—SO' 4—7
SO-lich 1—4
So—WSW 1—3
N-lich— 0SO 1—2
SO-lich 4-—6
SSO 5—6
SSO 3—4
O-lich 3—4
NO-lich 3—5
NNO 4—5
N—NO—WSW
1—5
NO 1—7
SO 5—1
W—NO0z0 1—4
SO-lich 2 u. Still«
W—NW 3—4:
NO—SO 1—3
W—NW 2—3
WNW—W 3—5
W—SW 5—8
SW—NW 8—9
NW—WSW 7—3
WNW—NO—
0S0O—SW 3—5
NW 2—3
NO—0 4—2
SO-lich 3
S— SW 4—2
SW 3
Von
Bis
Strom- } in
versetzungen
rw. Std.
Mittlere
Wassertemp.
°C
28° 24/ N, 79° 33‘ W
30° 25‘ N, 79° 21' W
31°47' N, 78° VW
32° 0'N, 76°57 W
32° 18‘ N, 76° 21' W
33° 58‘ N, 74° 34' W
35° 3N, 71°42' W
35° 52' N, 69° 59‘ W
35° 18,5N, 69° 24' W
340 49: N. 67° 40' W
30° 25 N, 79° 21‘ W
31°47 N, 78° 7 W.
32° 0'N, 76° 57 W!
32° 18‘ N, 76° 21' W
33° 58‘ N, 74° 34 W
35° 3/N, 71°42 W.
35° 52‘ N, 69° 59' W
35° 18,5°N, 69° 24' W'
34°42' N, 67° 40 W
24°27 N 85° 19 WI
m
NNW3/AW 51,2
Nz01420 36,5
S0z0340 16,0
SSO3/40 15,0
NWzW1/4W 28,7
N0z0140 18,5
Nz01/0 25,3
WSW7/8W 28,7
SSW3/3W 30,1
S5sO 20,3
24h
24h
24h
41h
>4E
>4b
“bh
- 1b
34b
94h
23,0
23,0
23,0
21,5
21,5
17,5
18,0
17,5
18,5
18,5
34° 27 1.,
33° 56‘ N,
33° 47‘ N,
35° 15“ N,
35° 25‘ N,
35° 56 N.
36° 50 N,
37°45' N;
37°5U N,
38° 45‘ N
39° 46' N,
41°25: N.
65° 19' W 33°56' N,
62° 52 W 33°47' N,
62° 3‘ W 185° 15’ N,
51° 13‘ W 135° 25‘ N,
59° 58' W 135° 56' N,
59° 36‘ W |36° 501,
57° 59 W [37° 45‘ K,
55° 55‘ W |37° 51 F,
54° 3'W |38° 45' N,
51° 51/ W |39° 46' N,
47° 29 W 141° 25' N,
41° 58 W 42° 9! X.
62° 52' W
62° 3 Wi
61°13 W
59° 58‘ W
59° 36 Wi
57° 59 |
55° 55' W
54° 8 W
51°51 7
47° 22 W
41° 55' W'
39° 40 W-
Sz030 38,0
S5S0340 23,6
NI/aW 25,8
S0z0340 9,0
NNO7%0 21,2
NO1/N 13,9
W3/48S 11,0
SOzO 28,2
NNW1AW 14,3
So 11,€
SWzZW1/W 7,8
SW1/2W 23,4
48h
48b
18
2
240
24h
ve
2
4
4h
24h
Dah
8,5—19,0
18,0
19,0
18,5
19,5
18,5
18,0
18,0
17,0
16,5
15,0
15,5
2° 2'N,
42° 4'N,
40° 28’ N,
39° 14' N,
39° 5'N,
29° 5‘N,
89° 40‘ W 142° 4 N, 36°37' Wi SSWYEW 22,2
36° 37 W |40° 23‘ N, 33° 18‘ Wi SSOsO 14,3
33° 18‘ W 39° 14' N, 32°19W SW7/S 20,2
32° 19 W 139° 5'N, 32° 24' W, NWzW1/4W23,3
32° 24‘ W |39° 5'N, 31° 35 MM NNO 201
831° 35: W 139° 3'N, 29° 37 W| NNO30 19,5
48b
4b
24h
24h
24h
24b |
13,0—12,5
11,0
10,0
12,5
14,5
14,5
Von Fayal nach Plymouth.
Nachdem wir in Horta Proviant und Trinkwasser ergänzt hatten, ver-
ließen wir dasselbe am 7. Aprıl 5"N mit guter Südostbrise und befanden uns um
83h N 293° (W!/AN) 4,5 Sm von Castello Branco entfernt, Am 8. April wurde der
Wind nördlich und leicht und blieb so bis zum 10. April, wo er auf 39° 48‘ N-Br.
37° 44‘ W-Lg. in vollständige Stille überging. Nach achtstündiger Stille kam
leichter westlicher Zug durch, der rasch über S nach SO ging und bis 43° 9‘ N-Br.
24° 38‘ W-Lg. (13. April) aus diesem Quadranten anhielt und sehr flau war. Am
11. April wurde eine partielle Mondfinsternis beobachtet. Am 13, und 14. April
hatten wieder totale Windstille, in der das Schiff steuerlos trieb. Am 15. April
war der Wind südlich (2 bis 3). Am 16. April wurde das Wetter durch heftige,
[anganhaltende Staubregenschauer unsichtig, während der Wind aus SzO bis
Stärke 6 zunahm und sich mit Stärke 5 bis 7 im Südostquadranten bis 49°
12‘ N-Br. 14° 0‘ W-Lg. (19. April) hielt. Von nun an flaute die Brise allmählich
wieder ab, und am Mittag des 20. April in 49° 29’ N-Br. 11° 45‘ W-Lg. herrschte
wieder vollkommene Stille, in der das Schiff 14 Stunden lang bei bedecktem
Himmel, häufigen Regenschauern, stetig fallendem Barometer, sowie hoher Dünung
aus SSO trieb. Am 21. April 2° V kam leichter Zug aus OSO durch, der sich
innerhalb weniger Minuten auf O (7) steigerte. Wir halsten, bargen Segel und
lagen über St-B.-Bug bei. Der Wind nahm rasch zu und ging allmählich auf