accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

334

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1903.

2. Im südlichen Indischen Ozean auf 47° 30 S.-Br. und 65° 45‘ O-Leg.,
Wind NW Stärke 7, Schiffskurs SO, Schiffsgeschwindigkeit 7,5 Knoten oder
3,9 m in der Sekunde, Seegang recht von achtern, wurde beobachtet:
t= 6 bis 7sek
T' =— 11 bis 12sek,

nach

üs

2b)

ist

nach 1 c) im Mittel V = Sr +3,9= 13,1 m,
3,9 >< 211,5
== — = X
T 11,5 331 8,1 sek,

nach 3c)

L— 13.281 = 107 m.

3. Im südlichen Indischen Ozean auf 46° 30‘ S-Br., und 56° 30‘ O-Lg.,
Wind NWzW Stärke 9, Kurs des Schiffes SO0'4S, Geschwindigkeit 10,5 kn oder
5,4 m in der Sekunde, Seegang 2 Strich =— 22!42° von St-B. achtern wurde
beobachtet

i= 6 se,
I‘ = 143

demnach ist

nach 1a) V = } + 5,4) cos 221/0° — 14,2 m,
1/59
nach 20) T = 143 — BEER SEN — 9,8sek,
nach 3c) L = 14,22 x 9,3 = 132 m.
Oder zunächst L dann T berechnet gibt:
nach 3e) L = (14,2 — 5,4 cos 221°) 14,3 = 132 m,
L 182
a k
nach 3c) T = 7 172 9,350k,

4. Die Bestimmung der Wellenhöhe.,
Da zwischen der Wellenhöhe und den übrigen Wellenelementen keine
festen Beziehungen bestehen, so läßt sie sich aus diesen nicht herleiten, vielmehr
 ist man zu ihrer Bestimmung auf die unmittelbare Beobachtung angewiesen.
 Ihre genaue Bestimmung ist, wie aus nachstehenden Methoden hervorgeht,
 schwieriger als die der anderen Elemente,
a) Das bisher am meisten angewandte Verfahren besteht darin, daß der
Beobachter an Bord, wenn das Schiff sich auf der Talsohle befindet, seinen
Standpunkt in vertikaler Richtung so lange verändert, bis er über die Wellenkämme
 visierend, diese mit dem Horizont in einer Linie sieht. Die Augeshöhe
des Beobachters über der Wasserlinie ist dann gleich der Wellenhöhe. Die
bezeichnete Augeshöhe muß demgemäß möglichst genau festgestellt werden.
Die Beobachtung ist auszuführen, wenn das Schiff auf geradem Kiel oder
nahezu so liegt, der Beobachtungsort möglichst in der Mitte des Schiffes und
80 zu wählen, daß er durch die Neigung des Schiffes in der Längsrichtung
möglichst wenig beeinflußt wird. Das Verfahren ist einfach, verlangt aber
einige Übung und Geschick und läßt sich, namentlich bei hochbordigen Schiffen,
nur bei hohen Wellen anwenden.
b) Durch ein empfindliches Aneroidbarometer läßt sich die Wellenhöhe
bestimmen, indem man das Instrument an ein und derselben, Veränderungen in
der Höhenlage durch die Schwankungen des Schiffes möglichst wenig unterworfenen
 und vor dem Winde geschützten Beobachtungsstelle abliest, wenn sich
das Schiff auf der Talsohle und wenn es sich auf dem Wellenkamm befindet.
Aus dem Unterschiede beider Ablesungen läßt sich der Höhenunterschied bei
beiden Beobachtungen, d. i. die Wellenhöhe, ermitteln.
S. M. S. „Gazelle“ hatte ein solches Instrument von Reitz in Gebrauch.
Die Beobachtungen damit waren jedoch, weil sich das Instrument infolge der
Schiffsbewegungen und des Windes in beständigen Schwingungen befand,
schwierig und gaben keine genaueren und sichereren Resultate als die nach
dem unter a) angeführten Verfahren erhaltenen.
Dr. Schott benutzte zu seinen in den Jahren 1891 und 1892 auf Bremer
Segelschiffen ausgeführten Beobachtungen ein ihm von der Deutschen Seewarte
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.