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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1903. 
1904. 
(Mittl. Greenwicher Zeit.) 
Neumond 
Januar 
Februar 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli 
August 
September 
Oktober 
November 7 
Dezember 6 16 
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Letztes Viertel 
Januar 
Februar 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli 
August 
September 
Oktober 
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Kleinere Mitteilungen. 
1. Zweite Ausreise des Hamburger Fünfmast -Vollschiffes ‚Preußen‘, 
Kapt. B. Petersen. 
Nach einem von Iquique, 3. Mai d. J., datierten Berichte des Kapitäns 
Petersen an seine Reederei, F. Laeisz, der der Deutschen Seewarte freund- 
lichst zur Verfügung gestellt wurde, hat dies größte Segelschiff der Welt zur 
Ausreise von Ouessant nach Iquique nur 57 Tage gebraucht und damit alle bis- 
herigen, wenigstens der Deutschen Seewarte bekannten Leistungen auf dieser 
Fahrt weit übertroffen. 
Am: Morgen des 5. März war das Schiff in der Nähe von Ouessant, es 
erreichte nach 13! Tag (!) bereits die Linie; am 12. April wurde die Straße 
Le Maire durchsegelt. Die Umsegelung des Kap Horn (50° S-Br. im Atlantischen 
bis 50° S-Br. im Stillen Ozean) dauerte knapp 11 Tage (vom 10. bis 21. April). 
Im Stillen Ozean brachte es der Fünfmaster einmal bei stürmischem SW-Winde 
zu der außerordentlichen Schnelligkeit von 68 Sm in der Wache oder 17 Sm in 
der Stunde; das Etmal vom 23. zum 24. April reichte von rund 45° S-Br. bis 
rund 39° S-Br. und betrug 370 Sm. Am 1. Mai morgens ging das Schiff ohne 
Schlepperhilfe auf dem Ballastgrunde in Iquique zu Anker. 
Die Deutsche Seewarte behält sich vor, unter Hinweis auf die in dieser 
Zeitschrift (1903, S. 185.) besprochene erste Reise der „Preußen“ auch auf 
diese zweite Ausreise, welche offenbar eine ganz hervorragende nautische 
Leistung darstellt, zurückzukommen, sobald die meteorologischen Journale vor- 
liegen werden. 
2. Taifun vom 10. August 1902 bei Kiushu. 5S$. M. SS. „Seeadler“, Komdt. 
K-Kapt. Hoffmann, geriet auf der Reise vom Nautilus-Hafen an der Südküste 
Koreas nach Nagasaki in einen Taifun. Das Schiff befand sich am 9. August 
mittags in 34,1° N-Br., 127,1° O-Lg. und beobachtete dort O5 (6) bei 755 mm 
Luftdruck. Am 10. gegen 3* V in Sicht vom Osesaki-Leuchtturm (32,6° N-Br., 
128,6° O-Lg.) wurde der Wind NO 8 (10) bei 747 mm. Von 10* V bis mittags, zu 
welcher Zeit das Schiff in 32,3° N-Br., 129,2° O-Lg. stand, wehte es mit Stärke 11(12) 
aus NO, NNO und schließlich N. Der niedrigste Luftdruck wurde um 11 und 
12» V mit 734,5 mm beobachtet. Um 2" N ging der Wind bei steigendem Luft- 
druck auf NNW 9 (11) und um 8! N auf WNW 5 (7). Die Dauer des Sturmes 
betrug 16 Stunden (mit Stärke 8 oder mehr), Abends wurde im Hafen von 
Nagasaki geankert. E. K. 
3. Verfärbies Wasser im Golf von Maracaibo. Kapt. z.5S. Scheder, 
Komädt. S. M. S. „Vineta“, berichtet aus Puerto Cabello, den 20. Februar 1903: 
Im Meerbusen von Maracaibo wurde mehrfach scharf markierte schwarzbraune 
Färbung des Wassers wahrgenommen, welche von weitem als seichte Stellen 
erschien. Diese Stellen zeigten jedoch tiefes Wasser; die Färbung schien auf 
tHreibendes Plankton zurückzuführen zu sein.
	        
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