Station. )
81
32
33
34
35.
36
37
38
39
40
41
42
42
Krümmel, 0.: Weitere Ergebnisse der deutschen Südpolar-Expedition.
295
Schiffsort |
S-Br. | O-Lg. _
Tiefe
>oden-
Temp.
9°C.
- Grundprobe,
Bemerkungen.
m
270 41: |
90° 47'
4701
1,2°
keine.
Abhang der Crozetschwelle
zur Kapmulde.
39° 42
40° 00’
42° 30:
keine.
Spuren von Globigerinen
Globigerinenschlamm,
viel Ton.
Globigerinenschlamm.
desgl. .
keine.
Globigerinenschlamm mit
vulkan. Sand.
Vulkan. Schlick.
Grobe Brocken v. vulkan.
‚Gestein.
IGJobigerinenschlamm mit
grob. vulkan, Material,
61° 23 4596 | 0,35°| desgl.
6° 32' | 384 | 1,9° |harter Grund.
24° 49
27° 13’
339 45'
2,2°
2,2°
5,79?
| Crozetschwelle?
|
43° 04’
44° 18
44° 41’
46° 18'
ı Nordhang der Crozet-
* schwelle.
+ Südhang d.Crozetschwelle,
„Sockel der Crozet-Inseln.
: Kerguelenmulde.
Sockel d. Kerguelen-Insel.
46° 48'
46° 40'
47° 12 |
47° 46'
47° 51'
Von den übrigen Berichten ist an dieser Stelle der des Meteorologen
Dr. Bidlingmeier erwähnenswert; er bezieht sich auf die Fahrt von Kiel bis
Kapstadt. Bekanntlich stößt die Beobachtung brauchbarer Lufttemperaturen
an Bord immer’auf gewisse Schwierigkeiten, die meist nur durch das Aspirations-
thermometer einzuschränken sind. Ebenso gelingen Regenmessungen nur selten
einwandfrei. In beiden Beziehungen hat sich Dr. Bidlingmeier durch große
Sorgfalt .in der Aufstellung und Überwachung der Instrumente, sowie durch
kontrollierende Parallelbeobachtungen an den verschiedensten Punkten des
Schiffes verhältnismäßig sehr gute Messungen gesichert. Auch ihm fiel auf,
wie trocken die Luft mitten im Ozean dicht über der Meeresoberfläche sein
kann: in den Passaten war ein Sättigungsgrad von weniger als 90% .die Regel,
er ging „sehr häufig“ unter 80, „viel“ unter 70°%o herunter; ja er sank. „zeit-
weise unter 50%“.
Große Sorgfalt ist auch der stetigen Beobachtung des Wolkenzuges,
namentlich der Cirren, zugewendet worden; es wurde ein frei schwingend auf-
gestelltes Nephoskop benutzt. Der zwischen 30° nördlicher und südlicher
Breite beobachtete Cirruszug ist aus folgender kleinen Tabelle ersichtlich:
N-Br. . S-Br.
VEE—————. N v— 0 EN,
30° 20° 10° 5° 0° 10° 20° 30°
SW Ss so 0 .ONO NO N NW
Diese einfache, der allgemein angenommenen Theorie der großen
atmosphärischen Zirkulation entsprechende Anordnung der Zugrichtungen bringt
aber nicht alle in den Höhen vorhandenen Bewegungen zum Ausdruck: „in den
Passaten“, heißt es, „namentlich an ihren äquatorialen Rändern, ließen sich oft
drei, ja vier in verschiedener Richtung und Höhe ziehende Luftschichten
beobachten.“ Auch diese Bemerkung kann an ältere, ähnliche von Dr. G. Schott
und m Unterzeichneten (während der Plankton-Expedition 1889) gemachte
anknüpfen.
Die Drachenversuche, die in den Händen des Obermaschinisten Stehr
lagen, wurden nur im Südostpassat einige Male probeweise ausgeführt und
trafen bei dem volle Segel führenden Schiffe auf einige Schwierigkeit, so daß
Drachen und Instrumente Schaden litten. Die höchste erreichte Höhe von
350 bis 400 m (in 18° S-Br., 19%° W-Lg.) ergab eine Gesamtabnahme der
Temperatur um rund 4°, also für je 100m 1°, was nach den Lehren der
mechanischen Wärmetheorie auch-zu erwarten war. Im antarktischen Eis-
gebiete sollen die Versuche regelmäßig und auf der Heimreise auch in See
reichlicher ausgeführt werden, wodurch uns ein sehr wichtiges Material in
Aussicht gestellt wird.