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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Die Midway-Inseln im nördlichen Stillen Ozean, 
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Ende des Hafens markiert, recht voraus kommt; dann ankere man in der Mitte 
des Beckens auf 8,7 m Wassertiefe über Sandgrund, so dafs der Hügel recht 
in der Mitte zwischen den fünf Dünen und der südlich zunächst davon ge- 
legenen peilt. ; | 
Der Grund im ganzen Hafen scheint überall felsig zu sein mit einer 
dünnen Sandschicht darüber. Die Felsen ragen stellenweise aus dem Sande 
hervor; solche Stellen wurden im Juni—Juli 1900 alle genau untersucht. Sie 
ragen gewöhnlich nur einige Centimeter über dem übrigen Grunde hervor und 
sind auf der Karte als „rocky“ bezeichnet. 
Dunkelblaues Becken.‘ Das gröfste und tiefste Becken befindet sich eben 
innerhalb der äufseren Reihe von Korallenuntiefen, aber dieser Ankerplatz ist 
den westlichen und südwestlichen Winden ausgesetzt und weit vom Landungs- 
platze entfernt. Die Bark „Wandering Minstrel“ ankerte an dieser Stelle und 
geriet im Februar 1887 ins Treiben, wobei sie auf das Riff geriet und total 
wrack wurde. Dieses Becken ist gut kenntlich an dem dunkelblauen Wasser, 
In der SO-Ecke, innerhalb einer Korallenstelle, wo die Wassertiefe nur 2,7 m 
beträgt, ist ein anderer Ankerplatz. Dieser ist aber nur zu kurzem Aufenthalt 
zu empfehlen, weil er bei einsetzendem schlechten Wetter nicht genügend Raum 
zum Schwaien bietet. 
SW-Ankerplatz. Nach dem Passieren der Barre kann das Schiff südwärts 
drehen und findet dann guten Ankerplatz innerhalb des Riffes auf 8,2 m Wasser- 
tiefe. Dieses Becken liegt gut geschützt gegen südwestliche Winde und See- 
vang, aber westliche und nordwestliche See findet ihren Weg herein und macht 
ihn dann zu einem unbequemen und «gefährlichen Liegeplatz. 
Ankerplatz für flachgehende Schiffe. Der südliche Teil des Hafens, in 
dem das Wasser eine grünliche Färbung hat, bietet kleinen Schonern und 
Dampfern gute Ankerplätze und auch besseren Schutz als das mittlere (hell- 
blaue) oder das nördliche (dunkelblaue) Becken. 
Sandbarren. Diese bilden eine hervorragende Erscheinung von Welles- 
Hafen; sie trennen das dunkelblaue, hellblaue und grüne Wasser voneinander, 
durch die der nördliche, mittlere und südliche Hafen kenntlich sind. Diese 
Barren verändern sich möglicherweise im Laufe der Zeit. KO 
Coral Heads. Gewöhnlich sind die Korallenstellen die besten Führer für 
die Fahrt im Welles-Hafen; sie erscheinen dunkel purpurfarbig gegen den 
klaren blauen oder grünen Sandgrund, Sie fallen unter Wasser sämtlich steil 
ab, und jede Stelle in und bei der Umgebung von Welles-Hafen ist genau nach 
Gröfse und Form in der Karte eingezeichnet. . 
Ankergrund. ‚ Der Grund in Welles-Hafen besteht, ausgenommen wo er 
auf der Karte anders bezeichnet wird, aus schlecht haltendem Sandgrund. 
Seward Roads. Aufserhalb der äufseren Barre von Welles-Hafen gibt 
es gute Ankerplätze auf Seward-Reede auf 11 bis 12 m Wassertiefe; man sucht 
sich eine von den vielen leicht erkennbaren Sandstellen aus, Der beste Anker- 
platz ist auf der Karte bezeichnet. 
Andere äufsere Ankerplätze. Es giebt sehr guten Ankergrund nördlich 
und westlich vom Middle Grunde in 18 bis 22 m Tiefe in der Leitmarke: die 
North-Brandung in Linie mit der inneren Ecke des Southriffes. In dieser 
Gegend befinden sich - breite Sandstreifen, ‘die sich in 0SO—WNVW- Richtung 
rechtwinklig zu dem Riffe ausdehnen. Der beste Ankerplatz, was den Grund 
anbetrifft, befindet sich südlich vom Westende der Eastern-Insel. In dieser 
Gegend, aufserhalb der 11 m-Grenze, gibt es wenig Korallen und kann ein 
Schiff dort irgendwo in ‚Wassertiefen bis zu 46 m ankern, . 
Ein Schiff kann auch nördlich: vom Riff in der Nähe seines NW-Endes 
ankern; dort gibt es. gute Sandstellen mit 18 bis 22 m Wassertiefe. An der 
NO- und der SW-Seite des Riffes giebt es keine Ankerplätze, 
Ansteuerung. Das Riff fällt an ’allen Seiten steil ab und es gibt aufser- 
halb desselben keine Untiefe. Jedoch ist die .Wassertiefe an der NW-Seite 
gering, und ein Schiff mufs sich hier dem Riff mit grofser Vorsicht nähern. 
Die 183 m-Grenze an ‚der NO- und der Süd-Seite - verläuft nur 1!/4 Sm von 
dem Riffe entfernt, aber 0SO von demselben ist sie 5 Sm davon, und :nord- 
westlich von dem Riffe findet man in 7,5 Sm Entfernung davon ‚weniger: als 
183 m Wassertiefe. N
	        
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