290 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1903,
mäßigen Grenzen zu halten, d.h. dort sind die Versetzungen meist schwach,
und außerdem sind dann die relativ noch häufigsten nicht gerade die stärksten.
Am deutlichsten ist der prozentische Anteil dieser verschiedenen Versetzungs-
größen an den verschiedenen Versetzungsrichtungen auf Tafel 13 ersichtlich.
Auch wenn wir die mittlere einer Richtung zukommende Ge-
schwindigkeit berechnen (in Tabelle V und auf Tafel 13 in Zahlen gegeben), behält
dieser Satz, wenn schon mit mannigfachen kleinen Ausnahmen, seine Gültigkeit im
Gebiete einer ausgesprochenen Strömung, wie es z. B. der südliche Dampferweg
in seiner westlichen Hälfte ist; aus Tabelle V seien die folgenden Zahlen hier
besonders in etwas veränderter Anordnung aufgeführt.
Ver-etzungen, südlicher Dampferweg,
nach Nordost | nach Südost | nach Südwest nach Nordwest
0/g mitt, Botrar‘ %/g mittl, Betrag!
Zwischen
9% Imittl, Betrag
40°—50° W-Lg. . . +.
50°—60° .. 0.
60° W-Lg. bis Land . .
Westliche Ozeanhälfte . .
87 | 16,6 18 | 121 21 |. 11,8 24 | 9,9
37 15,0 | 24 108 | 17 11,9 | 22 9,3
38 | 15,4 BB 9,9 16 11,2 33 | 12,4
‚36 | 157 [128 | 109 | | 16 | 28 | 105
Versetzungen auf den vereinbarten Dampferwegen zwischen dem Englischen Kanal
und der Ostküste Nordamerikas.
Tab. VI (Zusammenfassung von Tab. IV).
Die Versetzungen, geordnet nach ihrer Größe,
Kursiv: %o9 Zahlen.
A. Nördliche Wege, vom 15. VIII. bis 14. I. von ausgehenden, |'! B. Südliche Wege, vom 15. I. bis 14. VIII. von ausgehenden
vom 24. VIII. bis 14. I. von heimkehrenden Dampfern befahren. vom 15. I. bis 23. VIII. von heimkehrenden Dampfern befahren
[Von allen Versetzungen waren
} : ‘20 und
Junter 6: S— 14 15—30, mehr
Sn im Etmal
VE
2 0 8 8
; e :20 und
fanter 6 6-14 15—19; mehr
Sm im Etmal
0% : Un Ol
[0 ; lo :;
53: 90 7
Kanal—20° W-Lg.
20° W—30° W-Lg.
40
Kanal— 20° W-Lg.
45
83 580° 7
7
20° W—30° W-Lg.
"80° W—40° W-Lg.
40° W—50° W-Lg.
"50° W—60° W-Lg.
60° W—Land
118
33 0 51} 8
ss
30° W—40° W-Lg.
52
94 ; 56} 12 ; 8
138
120 1 45 152 1% 1 20
16) m al 14
120 120 47 45 18
82 } 47 ; 15
40° W—50° W-Lg.
50° W—60° W-Lg.
60° W—Land
51
6} 61} B 10
47
26151 m 6
1% } 50 20} 14
70
Östliche Wegeshälfte,
Kanal bis 40° W-Lg.
137
28 ‘ 56
8
8
Östliche Wegeshälfte, | i ; i
Kanal bis egeshältte, | 362 * 32; 50° MM
”
Westliche Wegeshälfte,
40° W-Leg. bis Land
168
19} 54 0) a7
10
Westliche Wegeshälfte, | I ; | :
A Tee ana? | 866 1 27 50} 15
Ganze Strecke | 718 | 25: 50 1 1 m
Ganze Strecke | 3205 | 23 : 55 1 * 9
Die Häufigkeit der verschiedenen Stromstärken ohne Rücksicht
auf die Stromrichtung ist in Tabelle VI klargelegt; sie hat für den See-
mann auch Interesse, da sie ihm zeigt, wo er sich auf besonders große Ver-
setzungen nach irgend einer zunächst vielleicht nicht angebbaren Richtung ganz
besonders gefaßt machen muß. Wie hinsichtlich der Richtungen, von denen
oben die Rede war, so ergibt sich auch hinsichtlich der Stärke der Strömung
ein wesentlicher Unterschied zwischen der westlichen und der östlichen Ozeanhälfte;
die Scheidelinie liegt bei etwa 40° W-Lg. bezw. 30° W-Lg. und ist zumal für
die südlichen Dampferwege gut ausgeprägt. Wir sehen nämlich, daß im Westen