278 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1903.
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit
Stat.
Il] ii weich X! =
weich. 3
7305 5 Lem HH Ä
2995 Norm.
“ ehleg mn! ;
0,2. 1,05,0:10,0 M
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Meter pro Sek.
" TSturm-
Mittel] Abw. Term
Datum der Tage
mit Sturm
Bork.
Wil.
Keit.
Ham.
< 51405471 20;
45: 35| 78/445 20
32: 31: 53-+21! 8. 24.
30: 41° 71+29 18 6.
Kiel | 23' 42 65+25 14° 4.
Wust.| 20’ 21° 41413 12° 4.)
Swin.| 35 47 81448 ;21: 19...
Rüg. | 50, 43 93 +64 26, 18.
Neuf. | 37° 33, 70 +36 '34 18.|
Mem.' 55' 33 98/+70 19 18.
£
4
18
22
18
5
uf
15
ff
9,7 2,61 1618
6,0 | 0,0. 121/g
6,6 | — 112@
6,0 +1,33 12
5,3 +04 12
4,5 04 12
4,9 140,8. 10/2
— a |
| 351 — 112
53 | — 1120)
13. 14. 18. 19. 23,
5. 15. 19. 20.
5. 12.—14. 19.—21.
4. 5. 7. 14. 19. 20.
8. 19. 20.
4. 19.
4. 18, 19.
(18, 19.)
18.
7.
7
0
14 3
11! 10
13 20
18 10? 0; 1 16
1913| 2) 119 0} 18
22 1216! 5 ol 0! 19
22
16
19
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl. Wind-
stärke (Beaufort)
Stat,
alo|5 |8|o|8|.|E/21:
„Blo|2 .|8o|8|.|ZIEE
EEE
r
Stitle[8bV |2bN IgnN
Bork., 16
Wilb.| f
Keit, | &
Ham. | *
7,6
8,6
98
ı 3,5
3,8
3,6
27
5
f
5
9
3,9
4,0
3,8
3
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16
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Kiel
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ö) 4 61
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22,93 7/14 5! 5/8 ? ? 4/31
3| 1 | 6 9| 5/10, 2} 4 3; 3| 10|25 |
4| 2; 3]13| a1] 8| 83: 1 4| 7! 61 5]27
Wegen Erläuterungen zu der Tabelle vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1903, Heft III, S. 133f.
C
16
25
4.5
34
3,8
3,8
3,8
3,4
3,2
2,9
2,6
2,0
25
Der Monat charakterisierte sich im Vergleich mit den mittleren Ergeb-
nissen der früheren Jahre in seinen Monatswerten durch sehr niedrigen Luft-
druck, starke Bewölkung, sehr bedeutende Niederschläge und niedrige Temperatur.
Für die Zeit seit 1876 ist der Februar dieses Jahres nach seinem Monatsmittel
bis auf Memel der wärmste Februar gewesen; die folgende Zusammenstellung
mit den bis dahin höchsten Mitteln des Februar zeigt, daß diese meist sehr
erheblich überschritten wurden:
Borkum. Wilhelmsh. Keit. Hamb, Kiel. Wustr. Swinem. Rügenw. Neufahrw. Memel.
ES
77 85 78/84 178 78 84 84 99? 82 84 }z876/1902
Zufolge der Zusammenstellung auf S. 230 d. Zeitschr. ist der März d. J.
auch durch seine Wärme nennenswert hervorgetreten und mehrfach der wärmste
der Reihe gewesen. Nun sehen wir den April im Gegensatz durch Kälte aus-
gezeichnet; in Hamburg (5,6 gegen 5,2 im Jahre 1888) und Swinemünde (4,6
gegen 4,2 im Jahre 1888) reicht er beinahe an den bis dahin kältesten Monat
heran. Er charakterisierte sich aber weniger durch besonders niedrige Kälte-
grade als durch gleichmäßig ungewöhnlich niedrige Temperatur während der
beiden ersten Dekaden.
Die Wetterlage brachte für die Küste mit Ausnahme des 10. und 11. fast
ununterbrochen die Herrschaft von Depressionen und zeigte viele durchgreifende
Änderungen, so daß wir entsprechend die zu Zeiten der Terminbeobachtungen
notierten Windrichtungen gemäß der Tabelle außergewöhnlich gleichmäßig auf
die Windrose verteilt sehen.
Die hervorragendste Witterungserscheinung des Monats waren sehr schwere
Schneestürme aus nördlichen Richtungen, die über Ostdeutschland, an der Ost-
seeküste bis Mecklenburg hin, außergewöhnlich grofse Schneemassen brachten
und dadurch ganz bedeutende Störungen des Eisenbahnverkehrs herbeiführten.
Die Temperatur zeigte bis zum 21. ein Hin- und Herschwanken um eine
wenig veränderte Lage, im Westen um kleine Beträge, im Osten um größere.