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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere Mitteilungen, 
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3ogar recht steife Regenböen, und ich nehme an, daß sowohl die vulkanischen 
Ausbrüche als auch die in der Luft fortbewegten Massen dieses ungewöhnliche 
Passatwetter herbeigeführt haben.“ 
II. Einer gütigen Mitteilung des Herrn Professor Dr. C. Gottsche vom 
Naturhistorischen Museum in Hamburg verdankt die Deutsche Seewarte folgendes 
Urteil über die Staubprobe der „Dora“: 
„Die am 22. März 1903 in Bridgetown an Bord der »Dora« gesammelte 
Probe ist für einen vulkanischen Staub auffallend grob und gleichkörnig. Selbst 
durch Müllergaze ließ sich kein feines Korn abtrennen, durch Behandeln mit 
Wasser dahingegen eine Spur von hellbraunem Staub nachweisen. 
Das Gros der Probe entspricht daher wahrscheinlich dem »grauschwarzen 
fein gekörnten« Staub, der nach dem Tagebuche der »Doras vor 1 Uhr fiel. Die 
Probe läßt sich durch den Magneten in einen magnetischen und unmagnetischen 
Teil sondern. Der magnetische ist schwach magnetisch, weil die Körnchen von 
Magneteisen meist von einer dünnen Glasrinde umgeben sind. 
Der unmagnetische enthält zahlreiche Kriställchen und Kristallbruchstücke 
von triklinem Feldspat, ebenso zahlreiche Splitter von grünlichem Augit, einzelne 
Fragmente von- Eisenglanz, einzelne hellgrüne Körner, die ich für. Olivin halte, 
and der Hauptsache nach Körnchen von dunklem Glas. ; 
Zum Vergleich benutzte ich eine Probe, welche vom 7. Mai 4 402 N 
bis 8. Mai 8° V 1902 gleichfalls in Barbados gefallen ist. ; 
Dieselbe ist: viel heller und sehr viel feiner. Siebt man aber durch 
Müllergaze die feinen Teile ab und befreit man den zurückgebliebenen Rück- 
stand durch Schwenken mit Wasser von dem reichlich beigemengten bimsstein- 
ähnlichen Glas, so erhält man ein Material von gleichem Korn und gleichem 
Aussehen, wie das an Bord der »Dora« gesammelte. 
Mit anderen Worten, das an Bord der »Dora« vor 1* oder richtiger von 
10% 50min his 1* gefallene Material ist wahrscheinlich . das schwerste und grob- 
körnigste des ganzen Staubfalles, welches daher auch zuerst niederfiel.“ ; 
4. Tucacas (Venezuela), (Nach Reisebericht S. M. S. Stosch, Komdt. 
Kapt. z. S. Janke, Januar 1903.) 
Die Tiefenlinien des in der Brit. Adm-Krt. Nr. 1523 — Tit. VII Nr. 11 — 
vorhandenen Hafenplanes von Tucacas sind gänzlich unzutreffend. Am Rande 
des Riffes, das sich von der Mangrove-Insel ausdehnt, liegt eine rote Tonne ’als 
äußerstes Seezeichen der Hafeneinfahrt. Von ihr führt das schmale Fahrwasser 
in nördlicher Richtung weiter und zunächst zwischen zwei Stangenbaken hindurch, 
die durch ‚eingerammte Palmstämme gebildet werden. Eine ähnliche Bake 
bezeichnet weiter aufwärts die Ellbogenkante des Strandriffes, das sich an der 
Westseite der Einfahrt vor der Festlandsküste ausdehnt. In der engen Hafen- 
einfahrt beträgt die Wassertiefe 3,5 bis 4 m. KEinsteuernd hat man die rote 
Tonne an St-Bi, die letztgenannte Bake an B-B. zu lassen. Von letzterer führt 
das Fahrwasser auf die Stadt zu. Vor derselben liegt noch eine rote Tonne, 
die das Fahrwasser nach der Lagune bezeichnet. 
Am Hafen befindet sich ein Slip, auf dem ein Dampfer von 120 t stand. 
Die Einrichtung war gut in Ordnung, der Betrieb aber wegen der Revolution 
eingestellt. Die in der Nähe befindlichen Werkstätten und Schuppen waren 
verfallen und verwahrlost, | 
5. Insel Margarita (Venezuela). (Nach Bericht S, M. S. „Vineta“, Komdt. 
Kapt. z. S. Scheder, Januar 1903.) Die Nordspitze der Insel Margarita beim 
Kap de la Isla wird gebildet durch eine kleine steile Insel. Beim Vorbeifuhren 
konnte man zwischen dieser Insel und der Insel Margarita hindurch sehen. 
. 6. Port Stanley. (Nach Konsulatsbericht vom 19. November 1902. Ergänzung 
zum Handbuch der Ostküste Südamerikas, S. 662.) 
Ausbesserungen. In den letzten Jahren haben sich die Ausbesserungs- 
unkosten verringert. Die Ausbesserung des Schiffes „Copernicus“ fand im 
Jahre 1884 statt. Die im Handbuche angegebenen Unkosten enthalten auch 
die Miete für einen Schoner und Mannschaftsheuern. Die Miete für eine Hulk 
schwankt zwischen 2 und 3 £ täglich. Ein Schleppdampfer mit Pumpen ist jetzt 
in Port Stanley stationiert. Mit seiner Hilfe konnte eine stark durch Feuer 
beschädigte Bark ihre Reise nach dem Bestimmungshafen fortsetzen.
	        
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