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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1903. 
zu bringen, um die auf 19° 52‘ N-Br. und 71° 56‘ W-Lg. liegende, wahr- 
scheinlich gefährliche Stelle, auf der verschiedentlich Brandung gesehen wurde, 
zu meiden, Befindet man sich zwischen den Granje-Untiefen, so sei man stets 
darauf bedacht, den Schiffsort durch beständige Peilungen und Beobachtungen 
des entfärbten Wassers über den Untiefen festzustellen, da auf den Untiefen 
die See nur bei schlechtem Wetter brandet und diese daher schlecht auszumachen 
sind, Bei Nacht steuere man von der Patilla- Huk an erst 40 Sm 236° 
(WNW’/sW) und dann 15 Sm 270° (W), ehe man mit 232° (SW*/sW)-Kurse in 
den Feuerkreis von der Picolet-Huk zu kommen sucht. Kann man bei klarer 
Nacht den trapezförmigen Granja-Hügel erkennen, so behalte man, wenn dieser 
180° (S) peilt, den westlichen Kurs noch weitere 5 Sm bei und ändere dann 
Kurs auf 232° (SW5/W). 
Einsteuerung nach Kap Haiti ist, wenn die Tonnen richtig liegen, nicht 
schwierig; man darf sich jedoch nicht auf die Lotsen verlassen. Grofse 
Dampfer tun gut, wenn sie etwa 1 Kblg von der Picolet-Huk ab sind, in die 
Deckpeilung Picolet-Huk—St. Josephs-Huk einzusteuern und dann ihren Kurs 
80 zu richten, dafs sie die rote Spierentonne mit Toppzeichen, am N-Ende 
von Le Grand Mouton, wenigstens 1'%A Kblg an B-B. lassen. Hat man die 
Tonne passiert und befindet man sich querab von der alten zerstörten 
St. Josephs - Batterie, so drehe man langsam nach B-B. und bringe mit 165° 
(Sz0% 0) -Kurse die rostige Tonne, die die Kante der Mardi Gras-Untiefe 
bezeichnet, an St-B. Von dieser Tonne ab steuere man 185° (S°/sW) und 
ankere auf 14 bis 15 m Wasser 2 bis 2'/2 Kblg von und in der Verlängerung 
der Landungsbrücke, Liegen die Tonnen nicht richtig, so steuere man mit 
Hülfe von Peilungen und des Kompasses in den Hafen ein, wobei man jedoch 
guten Ausguck nach entfärbtem Wasser, das bei hochstehender Sonne leicht 
auszumachen ist, halten mufs, Beim Auslaufen steuere man die umgekehrten 
Kurse der eben gegebenen; es ist jedoch bei Nacht unumgänglich notwendig, 
ein Boot vorauszuschicken, um die Mardi Gras-Tonne zu beleuchten. 
Küstenfahrt von Kap Haiti nach Port au Prince. 
(Nach „Notice to Mariners“ No. 1830, Washington 1902.) 
An- und Einsteuerung. Wenn man den Hafen von Kap Haiti verläfst, 
so steuere man zuerst gut 1 Sm nordwärts, um die 6 m- Untiefe, die 356° 
(N%/sW) von der Einfahrt liegt, zu meiden. Von hier aus steuere man mit 
286° (WNW*/W)-Kurse nach der Tortuga-Durchfahrt zwischen der Tortuga- 
Insel und Haiti. Diese Durchfahrt, deren engste Stelle 4 Sm breit ist, ist bei 
klarem Wetter tags wie nachts zu benutzen. Bei unsichtigem Wetter dagegen, 
oder bei Anzeichen von stürmischem Wetter tut man besser, nördlich von der 
Insel entlang zu steuern. Die Küste von Haiti ist in diesem Teile rein, und 
Schiffe können ohne Gefahr, wenn sie die Paix-Huk umsegelt haben, in 1 Sm 
Abstand längs der Küste nach der Juan Rabel-Huk, nach dem Kap Saint 
Nicolas-Mole, nach der Foux- und Gaya-Huk steuern. Nachts ist es jedoch 
besser, wenn man von Süden kommt, beim Kap Saint Nicolas - Mole etwas 
weiter vom Lande abzubleiben, da der niedrige Teil des Kaps in dunkler 
Nacht schwer auszumachen ist, Kap Platform lasse man in 3 Sm Abstand und 
steuere, wenn man sich auf dieser Entfernung genau 267° (W'/4S) davon 
befindet, mit 136° (SO!/4S) auf die Arcadins zu, von denen man in etwa 3 Sm 
Abstand südlich passieren mufs, Bevor man jedoch in den Golf von Port au 
Prince einsteuert, bestimme man genau den Schiffsort durch Peilung der 
NW-Spitze der Gonave-Insel einerseits und der Sankt Mark-Huk anderseits. 
An die Gonave-Insel steuere man nicht näher als auf 2 Sm hinan, um die 
Klippen zu meiden, die sich an ihrer NO-Küste erstrecken. Hat man die 
Arcadins erreicht, so steuere man mit 124° (SOzO) auf den Lamentin-Leucht- 
turm zu, passiere ihn in % Sm Abstand und steuere dann mit 103° (0S0O’7/%0) 
nach der Reede von Port au Prince, wo Schiffe auf 15 m Wasser ankern 
können in den Peilungen: Fort-Insel in 73° (ONO!/2O), die Mitte der gröfsten 
und nächstgelegenen Mangrove-Insel, die man beim Einsteuern an B-B. läfst, 
in 18° (NzO%/0). Beim Auslaufen benutze man die eben angeführten Kurse 
umgekehrt.
	        
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