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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1903.
10g| cosec? 5 see - sec d + sin A sin ze —9]
Pe A
5 (4 log sin zr@—9 + 4log sin z—@—0)
Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, daß die von Herrn
A. Wedemeyer („Ann. d. Hydr. etc.“ 1902, S. 402) aufgestellte Gleichung
dz‘ = d (log sem t) -k‘ + sin se, sin a dl * cOSeC Z
2
mit meiner Gleichung (3) vollständig übereinstimmt,!) denn da
sec + sec d + sin +09 „sin ig = sem t' = sin? Se
AN.
ist, so ist auch
log [coseor 5. sec sec d+ sin © in fe — == d (log sem t)
während
1 „z+@—0) . 2 @—9
BL = k' +8in — > —— + 8i0 — ——— + c0886 Z
5 (4 log sin z Em + 4 log sin + @—9) 2 5
ist, wie sich durch Differentiation ergibt.
In derselben Bezeichnungsweise würde sich die Formel (1) schreiben lassen:
dz' = d (108 cos® 3) +» k' cos sc + cos EA » CO8eC Z,
Während ich nun für Höhen in der Nähe des oberen Meridians, d. h.
für Stundenwinkel, die kleiner als 6% sind, die Formel (1) und für Höhen in
der Nähe des unteren Meridians, d. h. für Stundenwinkel, die größer als 6* sind,
die Formel (2) bezw. (3) empfohlen habe, wird von anderer Seite ihre Ver-
wendung gerade in entgegengesetztem Sinne befürwortet, weil sonst die Formeln
unter den ungünstigsten Umständen angewandt würden.
Dieser Einwand ist nur scheinbar richtig. Wenn ich die Formeln im
entgegengesetzten Sinne anwenden würde, so könnte ich zwar die fünfstelligen
Logarithmen durch vierstellige ersetzen, würde aber dabei keine größere
Genauigkeit erzielen und würde auch keinen Nutzen aus der geringeren Anzahl
der Stellen der Logarithmen ziehen, denn ich müßte dann statt drei Stellen,
die ich jetzt benutze, in vielen, häufig vorkommenden Fällen deren vier benutzen.
Andererseits würden aber die Formeln — und das spricht am entschiedensten
dagegen — in vielen Fällen vollständig versagen. Dies würde bei allen Beob-
achtungen nahe dem Meridian der Fall sein, da in diesem Falle die zweiten
Unterschiede der Logarithmen recht groß werden, was, wie ich in meiner
früheren Arbeit ausgeführt habe, die Genauigkeit des Resultats stark beeinträchtigt
Anders liegen die Dinge bei dem von Herrn Dr. Teege („Ann. d. Hydr. etc.“
1903, S. 153 ff.) vorgeschlagenen Rechnungsverfahren. Er stellt drei Formeln
auf, von denen zwei den beiden Formeln (1) und (3) durchaus entsprechen.
Sein Verfahren leidet aber nicht wie das meine an dem Übelstande, daß die
Genauigkeit des Resultats in so hohem Mafse abhängig ist von den zweiten
Unterschieden der Logarithmen, so daß es für ihn selbstverständlich war, den
Gebrauchsbereich der beiden Formeln zu vertauschen, zumal da bei ihm
die Benutzung der anderen Formel eine Erhöhung der zur Berechnung zu ver-
wendenden Stellen zur Folge gehabt hätte, während bei meinem Verfahren
dadurch gerade eine Verminderung der Stellenzahl erreicht worden ist.
Ich kann nicht umhin, von rein mathematischem Standpunkte aus,
dem geistreichen Verfahren des Herrn Dr. Teege den Vorzug vor meinem zu
geben, da es bei ihm keine Fälle gibt, wo es überhaupt versagt. Und das ist,
im Grunde genommen. bei allen Methoden zur Berechnung des Höhenunter-
1) Auf diese innere Übereinstimmung hat auch W. Reuter in „Ann. d. Hydr, etc.“ 1902,
S. 584 hingewiesen. D. Red.