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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

224 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1903, 
Des nl ame ‘ug 
Januar 
1903 
N-Br. | O-Le. 
RR 
5° 9,4' 115° 10, 
8° 4,0 116° 7,2 
11° 9,8‘ 118° 4,6‘ 
15° 9,7' 117° 15,0‘ 
8. 
9. 
10, 
19° 0,2 [116° 16,41 
1 
Hongkong 
u. | 
7Zydrorraphische Verhältnisse 
Dünung. 
Januar 
1903 
en 1 Strom 
Wind ‘Sm pro Stunde 
NO 1-—6's0 
NO-OzN 2—5 SSW 
NO 2—4/S'2W 
dan 3—71SSW 
| 10.—11.|NO—N SW 0,8} 
aus NzO, etwa 3 m hoch. 
aus NzO, etwa 3 m hoch und 
leichte Dünung aus NO. 
aus NzO, etwa 4m hoch, nachm, 
leichte Dünung aus NO. 
aus NO etwa 5 m hoch. 
Neuere Veröffentlichungen. 
Reichs-Marine-Amt: Segelhandbuch für die Süd- und Ostküste von Afrika von 
dem Kap der Guten Hoffnung bis Kap Gnardafui, einschlielslich der Comoren- 
Inseln. 2. Auflage, 8° 472 u. XV Seiten mit 1 Tafel und zahlreichen 
Abbildungen im Text. Berlin 1903. In Kommission bei Dietrich Reimer. 
Das im Jahre 1895 herausgegebene „Segelhandbuch für die Küste von Deutsch-Ostafrika und 
die Insel Zanzibar“ hat bei Herstellung seiner zweiten Auflage eine wesentliche Erweiterung er- 
fahren, indem die gesamte Süd- und Ostküste Afrikas von dem Kap der Guten Hoffnung bis zum 
Kap Guardafui, einschliefslich der Comoren-Inseln, in demselben Aufnahme gefunden hat. Die An- 
gaben über die deutsch-ostafrikanische Küste beruhen zum Teil auf den von S. M. Vermessungsschiff 
„Möwe“ in den Jahren 1891 bis 1894 sowie später von den an der ostafrikanischen Küste stationierten 
deutschen "Kriegsschiffen gemachten Beobachtungen und aufgestellten Segelanweisungen, zum Teil 
bilden sie eine Übersetzung des englischen Segelhandbuches „The Africa Pilot, Part III“, während 
einige statistische Angaben von dem Gouvernement von Deutsch-Ostafrika mitgeteilt bezw. aus dem 
Werke des früheren Reichskommissars Dr. Peters „Das Deutsch-Ostafrikanische Schutzgebiet“ ent- 
nommen sind. Auch hinsichtlich der Erweiterung des Buches liegen die Angaben des englischen 
Segelhandbuches „The Afrika Pilot, Part III“ zu Grunde, während vielfach Angaben über Häfen 
den von den Kaiserlich deutschen Konsulaten an der Küste von Süd- und Ostafrika sowie von 
Kapitänen der Kauffahrteimarine beantworteten Fragebogen der Deutschen Seewarte entnommen sind. 
Knipping, Erwin. Seetafeln. Mit Bemerkungen und einem Anhang, eine Aus- 
wahl von Formeln und Beispielen enthaltend. Verlag von G. W. Niemeyer 
Nachfolger G. Wolfhagen, Hamburg. 1903. 4°. 668, u. IX. 
Dieses kleine Werk ist eine Sammlung von Hilfstafeln zur Ortsbestimmung auf See. Von 
Werken ähnlicher Art unterscheidet sie sich hauptsächlich durch die Einrichtung der Tafel 5, 
Logarithmen der trigonometrischen Funktionen, Der Verfasser erblickt darin, dafs jede Seite nur 
eine Funktion enthält, wodurch der doppelte Eingang der anderen Tafeln vermieden wird, einen 
Vorteil bei nautischen Rechnungen. Eine Tafel für den Semiversus oder den Sinusversus ist als 
überflüssig weggelassen, ebenso auch Tafeln für Secanten und Cosecanten, Der Verfasser vertritt 
die Ansicht, dafs die Seeleute diese Funktionen ebensogut entbehren können wie die Astronomen 
and Techniker, Von astronomischen Hilfstafeln haben nur wenige Aufnahme gefunden. Tafel 7 
ribt „Mondverschub weniger Strahlenbrechung“. Die Tatelwerte sind auf Zehntelminuten abgerundet, 
Diese Tafel hätte in Wegfall kommen können, da sich die logarithmische Berechnung mittelst der 
Tafel 4, dreistellige Logarithnen der trigonometrischen Zahlen, schneller und genauer ausführen 
läfst, Die Argumente der Tafel 4 sind in Bogen- und Zeitmafs gegeben, das Intervall ist 10 Bogen- 
minuten == 40 Zeitsekunden, Die Sekunden sind von den Minuten durch Kommata getrennt, was 
leicht zu Irrtümern Anlafs geben kann. 
Die im Anhange gegebene Formelsammlung ist meist der Einrichtung der Tafeln ent- 
sprechend ausgewählt. Die Schemata für die Rechnung sind so eingerichtet, wie sie von geübten 
Rechnern gebraucht werden. Es werden zurzeit nur zwei Logarithmen addiert oder subtrahiert, was 
Schnelligkeit und Sicherheit der Rechnung wesentlich fördert, da geübte Rechner stets zwei Zahlen 
von vorn addieren oder subtrahieren. Auf diese Weise kann ein Hinschreiben des Funktionswertes 
in den meisten Fällen vermieden werden, da man nur den Winkel wünscht und ihn auf diese Weise 
direkt aus den Tafeln ablesen kann, Inwieweit diese Einrichtung für Seefahrer sich eignet, mag 
hier anderweiter Beurteilung anheimgegeben werden. Überall ist den Tangentenformeln der 
Vorzug gegeben. 
Lobend anzuerkennen ist, dafs der Verfasser im allgemeinen die fremdsprachlichen Aus- 
drücke nach Möglichkeit durch deutsche Bezeichnungen ersetzt hat. Dabei ist allerdings nicht recht 
erklärlich neben der Bezeichnung Scheitelabstand auch Poldistanz beibehalten. Die Bezeichnung 
„Seegang der Seeuhr“ für „Gang der Seeuhr auf See“ erscheint nicht glücklich gewählt. 
Bei flüchtiger Durchsicht wurde auf Seite 53 in Tafel 9c ein Druckfehler gefunden. Der 
letzte Wert in Zeile 8 von unten mufs 2,88 heifsen statt 2,28. 
Die Ausstattung der Tafeln ist tadellos. Im Vergleich mit anderen nautischen Tafelwerken 
ist der Preis von 5 Mk. angemessen. ww
	        
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