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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1903,
einen Fehler von 0,5‘ in der halben Summe und Differenz gefafst sein. Welcher
Fehler in der Scheiteldistanz entspringt daraus?
Durch logarithmische Differentiation der Gleichung 3) folgt:
dsch = [cot 4 (R +6) — cot 4 (R — G)]- sin sch - 0,5‘,
Da nun R--G ein kleiner Winkel ist, wenn e nicht viel von p verschieden
ist, so müssen in dem Scheitelabstande grofse Fehler entstehen, wenn zugleich
sch grofs ist. /
Benutzt man die auch von Knipping gegebene folgende Gleichung:
4) tang } sch = cos } (R +4 G) « see 4 (R — G) - tang 4 (p — 6),
80 folgt durch logarithmische Differentiation:
dsch = [tang 4(R — G) — tang 4(R +63] - sin sch +0,5‘,
Ein grofser Fehler in der Höhe ist möglich, wenn R + G und sch grofs
sind, Dieser Fall wird auch eintreten, wenn p wenig von e@ verschieden ist. In
diesem Falle ist aber auch Formel 3) unbrauchbar. .
Ein anderer Fehler entsteht noch dadurch, dafs in den Tafeln nur
log tang °® gegeben ist, man also den gefundenen Winkel noch mit 2 multi-
plizieren mufs,
Beispiel: # = 14° 42'N, 0 = 17° 40’N, t = 6h 11min 20sek,
Formel 1) Formel 2) Formel 3)
g—d=— 2°58
+0 = 32° 22
+(@— 0) = 1°29 log cos = 9,9999
1(0+0) = 16° 11' log cosec = 0,5548
z= 3b 5min 40sek log cot = 9,9785
1 (p-+A) = 73° 40’ logtang = 0,5332
30 Pp— A) = 1°28'
p= 75° 8
A = 79912
Formel 4)
log cot = 0,5373
logsin = 9,9821 logcos = 9,4491
log cosee = 1,5918 logsec = 0,0001
log tang = 9,9871 log tang = 9,9865
zZ zZ
5 = 4 9 z = 44° 6
z =— 88°18' zZ = 88°12'
Wie auf Seite 217 gefunden wurde, ist z = 88° 12‘ 8”. Nach der
Formel 3) ist z also um 6‘ fehlerhaft gefunden, der Fehler in 4 (p + A) und in
}(p — A) betrug je 0,2‘, ein also verhältnismäßig günstiger Fall. Eine genauere
Rechnung ergibt sich leicht, wenn man vom log tang auf log sin direkt über-
geht. Ist nämlich der Winkel klein, so ist die Differenz zwischen den Tafel-
werten der beiden Funktionen fast gleich. Bildet man daher den Unterschied
zwischen dem Tafellogarithmus tangens und dem gefundenen, und bringt diesen
Unterschied in gleichem Sinne an den links vom log tang stehenden log sin an,
30 wird der Fehler in den so gefundenen log sin nur klein sein, ein bedeutender
Fehler in 2 ist daher nicht möglich. Auf diese Weise vermeidet man auch das
doppelte Schema, wie es nach Formel 4 erforderlich wäre. Im obigen Beispiele
war log tang 4 (p— A) = 8,4092; der nächste Tafellogarithme ist 8,4083, die
Differenz gegen den Tafellogarithmus mithin + 0,0009. Links von log tang 8,4083
steht in den meisten Logarithmentafeln, die die Knippingsche Anordnung noch
nicht haben, log sin 8,4082, dazu + 0,009 gibt log sin + (p — A) = 8,4091, mithin
log cosec == 1,5909. Dasselbe Verfahren wenden wir auch beim Übergang von
log tang 4 (p + A) auf log cos 4 (p + A) an, wenn, 4(p + A) grofs wird. Beide
Methoden liefern dann brauchbare Resultate. Der Übergang von log tang kleiner
Winkel auf log cos, oder von log tang grofser Winkel auf log sin geschieht
ä vue. Auf diese Weise finden wir:
Formel 3)
}+(@— 0) = 1° 29 log tang = 8,4132
}(@ +0) = 16° 11‘
k(p + A) = 73° 40' log sin = 9,9821
4$(pPp— A) = 1° 28 log cosec == 1,5909
log tang = 9,9862
Z = o 4
5 44° 5
z — 88° 10
Formel 4)
log cot = 0,5378
log cos = 9,4490
„ JE860 == DOM,
log tang = 9,9864
Z _ 449 &
7 4° 6
z — 88° 19