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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Burchard, O.: Das Klima von Apia (Samoa-Inseln). 
Die vorherrschende Windrichtung ist demnach, wie bereits erwähnt, die 
südöstliche, doch nicht während des ganzen Jahres. Während dieser Wind im 
Frühling der südlichen Erdhälfte all- zi Die vier häufi ” 
mählich zur Vorherrschaft gelangt, 8 3 Die vier häufigsten Winde, 
fällt seine Häufigkeit gegen den Sommer * 
verhältnismäfsig sehr rasch bis unter die 
Hälfte des Maximums herab, um durch 
mehr und mehr auftretende südwestliche 
Winde, teilweise auch durch Ost- und 
Südwinde, abgelöst zu werden und. im 
Februar das Minimum der Häufigkeit zu 
erreichen. 
Während Nord- und Nordwest- 
winde in Apia hinsichtlich der Häufigkeit 
ihres Auftretens keine erhebliche Rolle 
spielen, und der Nordost in allen Monaten 
mäfsig oft mit geringen Abweichungen 
auftritt, sind Ost- und Westwind wiederum 
einer deutlich ausgeprägten Periodizität 
unterworfen, deren Wendepunkt in den 
Winter, den August, fällt. Hier erreicht 
der Ostwind das Maximum, der Westwind das Minimum der Häufigkeit. Be- 
merkenswert ist noch, dafs im Juni, also um das Wintersolstitium, die vier 
häufigsten Winde in Apia, der Ost-, Südost-, Südwest- und Westwind annähernd 
in gleichem. Verhältnis wehen. 
Tabelle V. 
Windstärke und Bewölkung zu Apia. 
Monat 
Januar * 
Februar 
März | 
April : 
Mai 
Juni 
Windstärke 
(Beaufort) 
Bewölkung 
(Zehntel) 
2,1 
7.1 
2,0 
6,3 
20 
2,0 | 
6,1 
5,7 
2,1 
4,7 
2,3 
4,9 
2,5 | 45 
Monat 
Windstärke 
{(Beaufort) 
Bewölkung 
(Zehntel) 
August 
September | 2,4 
Oktober | . 24 © 
November a 2,2 a 
Dezember 2,1 | 6,7 
Jahr | 22 | 56 
5,4 
6.1 
Ihn 
In Tabelle V Kol. 1 habe ich die Windstärke in ihrem jährlichen Ver- 
jaufe dargestellt. Die Winde von Apia sind im allgemeinen durch grofse 
Gleichmäfsigkeit in der Mäfsigkeit ihrer Stärke charakterisiert, ohne wesent- 
liche Abhängigkeit von ihrer Richtung. ; 
Die Windstärke schwankt (mit 2,2 im Mittel) im allgemeinen zwischen 
1 und 5 der Beaufortschen Skala, ist morgens meist gering, um etwa um 
1 Uhr nachmittags ihr Maximum zu erreichen und nach 3 Uhr wieder abzuflauen. 
Windstärke 6 ist schon erheblich weniger häufig, während Windstärke 7 und 
darüber selten und nur vereinzelt im Zeitraume der Beobachtungen zu ver- 
zeichnen war.. Wie selten Orkane in Apia auftreten, geht. aus der Kol. 7 von 
Tabelle IX hervor, in der ich, wie üblich, die Anzahl der von 8 an aufwärts 
beobachteten Windstärken für die Jahre 1890 bis 1899 aufgeführt habe. 
Orkanartige Stürme brachte nur das Jahr 1890 in der Zeit vom 12. bis 
14. Februar, deren Heftigkeit grofsen Schaden angerichtet hat. Die Böen 
gingen bis: zur Windstärke 11 hinauf und kamen aus NNO (d. 14. II. 1890 
morgens und abends), während .an den beiden vorhergehenden Tagen Wind-
	        
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