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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Burchard, O.: Das Klima von Apia (Samoa-Inseln). 
193 
Kanal 68!/ Tage zu, während für „Preufsen“ auf der ersten Rückreise 79 Tage 
und für „Herzogin Sophie Charlotte“, die am 4. November 1902 von Pisagua 
absegelte, 72 Tage erforderlich waren. Die einzelnen Reiseabschnitte wurden 
von „Preufsen“ und dem Schulschiffe in folgender Zeitdauer zurückgelegt: 
1. Fünfmastschiff „Preufsen“: 
X. 24, N Abfahrt von Iquique. 
XI. 12. 50° $-Br. in 81,3° W-Lg. . . 
XI. 15. Kap Horn. . 2... 
XI. 18. 50° S-Br. in 60,6° W-Lg. . 
„ XU. 15. Adquator in 27,5° W-Lg. . 
1903 I. Il. Lizardan . . . . +. 
Iquique—Lizard . . . 
5 
19 Tage 
7 
#7 
79 
” 
2” 
” 
» 
2. Viermastbark „Herzogin Sophie Charlotte“ 
1902 XI. 4. Abfahrt von Pisagua. . 
„ XI 23. 50° S-Br. in 84° W-Lg.. . . . 19 Tage 
„XI. 26. Kap Horn. . . . . A 
„ XI. 29. 50°S-Br. in 49,8° W-Lg.. 3 
„XI. 20, AÄquator in 27,7° W-Lg. ... 21 
1903 I. 15. Lizardan . 2. 0.0.0. 26 
Pisagua—Lizard .‘. . ‚72 
Es kann wohl erwartet werden, dafs „Preufsen“, falls die Wind- und 
Wetterverhältnisse sich für sie auf ihren ferneren Reisen nur etwas günstiger 
gestalten werden, auch dem bisher gröfsten Segler der Welt, -„Potosi“, nicht 
nachstehen, sondern ihn womöglich noch übertreffen wird. Ch. Lübcke. 
Das Klima von Apia (Samoa-Inseln) 
nach 10 jährigen meteorologischen Aufzeichnungen von Dr. Funk, 
dargestellt von Dr. 0. Burchard. 
Über das Klima der erst seit kurzem unserem Kolonialbesitz einverleibten 
Gruppe der Samoa-Inseln finden sich in der Literatur nur auf kürzere Beob- 
achtungsreihen basierte Angaben.!) Bei dem zunehmenden Interesse für diese 
Inselgruppe sowohl vom Kulturellen Standpunkte als auch für deren Bedeutung 
als Schiffahrtsstation im Stillen Ozean, hielt ich es für eine nützliche Aufgabe, 
die Ergebnisse der seit einer längeren Reihe von Jahren vorliegenden, durch 
Herrn Dr. Funk ausgeführten regelmäfsigen meteorologischen Aufzeichnungen 
klimatologisch zu verwerten und weiteren Kreisen zugänglich zu machen. Das 
Material. dieser Beobachtungen ist Eigentum der Deutschen Seewarte, und 
es liegt mir um so mehr ob, an dieser Stelle der Direktion derselben für die 
Überlassung der Originalberichte zu dem genannten Zwecke meinen wärmsten 
Dank auszusprechen, als die seit 1896 vorliegenden Jahrgänge noch der Ver- 
öffentlichung harren. . ; 
Der Hafenort Apia, wo die genannten Beobachtungen angestellt wurden, 
liegt an der Nordküste, nahe der Mitte derselben, der zur Samoa - Gruppe ge- 
hörenden Insel Upolu.. Letztere erstreckt sich bei einer gröfsten Breite von 
nur 20 km ungefähr 69 km in der Richtung WzN—0zS und ist ihrer ganzen 
Länge nach von einem aus einer Reihe erloschener Vulkane und domförmiger 
Erhebungen basaltischer Felsmassen bestehenden Gebirge durchzogen, das auf 
der Mitte der Insel eine Höhe von 1150 m erreicht. Die Gebirgskette liegt 
näher der Süd- als der Nordküste und fällt gegen jene etwas steiler ab. Die 
steilste Erhebung aus dem Meere findet man am Ostende der Insel; von einem 
1) Österr. Zeitschr. f, Meteorologie 74, S, 134. — ‚80, S. 136. — J. Hann, Handb, d. 
Meteorologie, 2. Auflage, II. - SS, 274,
	        
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