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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

176 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1903, 
bedingen würde. Inwieweit dieses Sinken der Luftwärme mit den nieder- 
yegangenen Niederschlägen in Zusammenhang zu bringen ist, läfst sich aus den 
vorliegenden Mitteilungen allerdings nicht ersehen. 
Das räumliche Minimum des Luftdruckes ist offenbar in südwestlicher Rich- 
tung in nicht grofser Entfernung auf der Nordwestseite der Insel vorübergegangen. 
Auf der Rückseite dieses Minimums trat am 13. ein zweites Luftdruck- 
minimum auf, das anscheinend in etwas südlicherer Richtung als das erste fort- 
schritt, und ein erneutes Sinken des Luftdruckes auf annähernd den gleichen 
Betrag, wie ihn der niedrigste Barometerstand am 11. anzeigte, zu Apia hervorrief, 
ohne jedoch ein erneutes Anschwellen des Windes bis zu stürmischer Stärke zu 
Apia zur Folge zu haben. 
4, Wassertiefen südlich von Neu-Schottland. Kapt. Cl. Russ vom 
Dampfer „Armenia“ der Hamburg— Amerika - Linie fand auf einer Reise nach 
Halifax am 16. Januar d. J. auf 43° 28‘ N-Br. und 60° 23‘ W-Lg., ähnlich wie in 
der Brit. Adm-Krt. Nr. 2666 „St. Johns (New Foundland) to Halifax (Nova Scotia) 
with the outer Banks“ angegeben ist, 132 m (72 Fad.) f. Sd., dann aber am 
selben Tage: 
mittags auf 43° 44‘ N-Br. und 61° 14 W-Lg. 44m (24 Fad.) w. Sd. anstatt 93,3 m ( 51 Fad.) f. Sd., 
Ib „ 43°48' „ „ 61°25 „ 494m(27 „)» » » 914m(50 ‚„)St, 
sh , 44°1U „ „ 62°35° „ 130m (71 „ )Sk. „ 192m (105 „)S.u.K, 
wie nach der oben bezeichneten Karte angenommen werden konnte. Von der 
„Armenia“ sind auch schon auf früheren Reisen beträchtliche Abweichungen von den 
auf der Karte angegebenen Lotungen gefunden worden, und da auch in letzter 
Zeit nordwestlich von Sable Island ein gefährliches Riff mit nur 4,6 m Wasser 
20 bis 21 Sm rw. 304° (N 56° W) von Sable Island West-Feuer (siehe N. f. S. 1902, 
Nr. 2520 und 1903 Nr. 73) gefunden, sowie etwa 70 Sm südöstlich von Sable Island, 
an Stellen, wo nach der Karte über 2560 m (1400 Fad.) Wasser vermutet werden 
mufs, nur 88 m (48 Fad.) und 70 m (38 Fad.) gelotet worden sind (siehe N. f. S. 1903 
Nr. 145), so werden Seefahrer gut tun, in dieser Gegend den Tiefenangaben der 
Karten oder dem sich aus Lotungen ergebenden Schiffsorte nicht ohne weiteres 
Vertrauen zu schenken. Auch die Nachricht, dafs die Green Bank, weiter 
östlich an der Südküste von Neufundland, nicht vorhanden und dementsprechend 
ihre Kennzeichnung von den Karten entfernt worden ist (siehe N. f. S. 1903 
Nr. 201), Jäfst den Schlufs zu, dafs die Tiefenangaben dort nicht ganz genau sind. 
Neuere Veröffentlichungen. 
Meteorologische Optik von J. M. Pernter, Professor an der k. k. Universität 
und Direktor der k. k. Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus. 
Mit zahlreichen Textfiguren. II. Abschnitt, Seite 55 bis 212. 8%. Wien und 
Leipzig. Wilhelm Braumüller. 1902. 
Der nunmehr vorliegende zweite Abschnitt dieses Werkes behandelt die Erscheinungen, 
welche den gasförmigen Bestandteilen der Atmosphäre allein zu verdanken sind, demnach im einzelnen 
lie Erscheinungen der normalen atmosphärischen Strahlenbrechung, die Erscheinungen der anormalen 
atmosphärischen Strahlenbrechung ohne Spiegelungen, die Luftspiegelungen, die Fata Morgana und 
verwandte Erscheinungen, bei denen die Vorgänge der anormalen atmosphärischen Strahlenbrechung 
and der Luftspiegelung gleichzeitig auftreten, und schliefslich die mannigfachen Erscheinungen der 
Seintillation. Die Behandlung des Stoffes ist die gleiche wie bei dem ersten Abschnitt dieses 
Werkes, der in den „Ann. d. Hydr. etc,“ 1902, S, 96, bereits besprochen wurde. Der kritischen 
Beschreibung der Erscheinungen schliefst sich eine leicht verständliche Erklärung und in den 
gegebenen Fällen eine Kritische Beleuchtung der daranf Bezug habenden Theorien an. Also auch 
dieser zweite Abschnitt kann nur weiter zur Empfehlung dieses anregenden und hochinteressierenden 
Werkes beitragen. 4 
Verleihung der Seewarte-Medaille mit Diplom. 
Als Zeichen der Anerkennung für erfolgreiche Förderung deutscher Seefahrt 
hat am 19. März d. J. Herr Prof. Dr. Georg v. Neumayer, Wirkl. Geheimer 
Admiralitätsrat und Direktor der Seewarte zu Hamburg, 
die goldene Seewarte-Medaille 
mit Diylom erhalten.
	        
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