174 Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteorologie, April 1903,
hierauf auf 188° (S34W) gedreht. Auf diesem Kurse 188° (S’4W) hat man
Vigia Point voraus eben frei an B-B. und sieht die Toas-Insel hinter Pescadero
von rechts nach links auswandern. ”
In der Peilung: Pescadero-Südhuk 256° (WSW*/AW) und Pescadero-
Nordhuk 293° (NWzW!/2W) wird weiter nach St-B. auf 236° (SWzW) gedreht.
Auf diesem Kurse passiert man die Pescadero-Insel in 1200 bis 1500 m Abstand.
Die Tiefen betragen hier zuerst 7 bis 8 m, dann 10 m, und sinken bei der
Annäherung an die innere Barre auf 6 m und 5 m.
In der Peilung: Toas-Südwesthuk 314° (NW!/W) und Pescadero-Süd-
westhuk 15° (Nz0%0) änderte der Lotse den Kurs auf 205° (SSW!'AW). Hier
wurden 4,5 m gelotet; man befindet sich also am Anfang der inneren Barre.
Die Tiefe findet man beim Weiterfahren, sich allmählich auf 4 m verringernd.
Der Weg über die innere Barre ist durch Pricken gemarkt, die man einsteuernd
50 bis 100 m an B-B. läfst. Erst am Südende der inneren Barre stehen an
beiden Seiten der Fahrrinne Pricken. Der letztgenannte Kurs wurde gesteuert,
bis in die Peilung: Toas-Südwesthuk 321° (NW'AN) und Pescadero-Osthuk
30° (NNO5/O). Von diesem Punkt an steuerte der Lotse 174° (S!/20), bis der
höchste Berg von Toas 338° (NNW) peilte. In dieser Peilung drehte er weiter
nach B-B. bis auf 158° (SSO), wobei Toas recht achteraus peilte; voraus hat
man dann Vigia Point '/a Strich an St-B. Auf diesem Kurse wurde die flachste
Stelle der inneren Barre mit 3,8 m (12,5‘) Wasserstand passiert. Nach Angabe
des Lotsen soll auf der Barre beim höchsten Wasserstande des Jahres 4,0 m
(13‘) Wasser stehen. Wenn Pescadero-Osthuk 17° (Nz0!40) peilt, beträgt
die Tiefe 4,5m und nimmt von da ab weiter zu. Man hat dann die innere
Barre passiert.
In der Peilung: Pescadero-Osthuk 14° (Nz0'!/40) und Toas-Südwesthuk
323° (NW’/AN) drehte der Lotse auf 202° (SSW)-Kurs, die Tiefen nahmen
dabei bis auf 8,5 m zu. Als Pescadero-Osthuk 11° (NzO) peilte, wurde auf
191° (SzW) gedreht und hierbei Pescadero-Osthuk recht achteraus genommen,
Als Vigia Point 132° (SO'/A40) peilte, wurde auf 146° (SOzS) gedreht und
Vigia Point in 1200 m Abstand passiert. Von hier bis Maracaibo betragen die
Tiefen überall mehr als 10 m.
Auf dem Kurs 146° (SOzS) wurde die am Westufer vorspringende Halb-
insel beim Indianerdorf Santa Rosa auf 1000 m Abstand passiert und von da
ab mit 231° (SW '/2W)-Kurs auf den Ankerplatz vor dem Zollhaus von Maracaibo
gedampft und hier in 10 m Wassertiefe auf Schlickgrund geankert.
Kleinere Mitteilungen.
1. Zur Frage der Staubfälle im März 1901. (Staubfall bei Regen am
15. März 1901 im Unterelsafs.)
Der Bericht Valentins über den Staubfall vom 9. bis 12. März 1901
enthält nach einem Citat Köppens (Ann. d. Hydr. etc.“ 1903, S. 46) den Satz:
„Der in der Höhe befindliche, wegen seiner Feinheit nur langsam sinkende
Staub konnte erst nach einiger Zeit in die unteren Schichten herabsinken, wo
die Regenbildung stattfand.“
Das ist, streng genommen, nur für Bayern gemeint, gilt aber unzweifelhaft
für das ganze in jener Zeit staubfrei gebliebene Gebiet nördlich der Alpen.
Südlich und innerhalb dieses Gebirges erstreckte sich der Staubfall allerdings
nicht wesentlich weiter nach Westen als an die Brennerlinie. Sein äufserster
Punkt im Westen war nach Hellmann und Meinardus hier Arosa in Grau-
bünden (9° 40‘ O-Lg.), wenn eine „sehr fragliche Meldung aus Thann“, also
aus dem Öberelsafs (7° 10‘ O-Lg.), nicht berücksichtigt wird. Aber in Nord-
deutschland reichte er bis über 7° O-Lg. hinaus nach Westen (Zülpich 6° 40‘
O-Lg.) Die Westgrenze des Unterbrechungsgebietes in Süddeutschland wird
man demnach berechtigt sein, bis an die westliche Reichsgrenze hinauszurücken.