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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1903. 
Wenn demnach D den Minutenunterschied des log sin + und d 
den Minutenunterschied des log sin hp bedeutet, so wird 
log inte -+ log sin se SA dzı = log cos # + log cos d + log sin? > 
woraus sich unmittelbar Az in Bogenminuten ergibt. 
Das sich daraus ergebende sehr einfache Rechenschema hat Herr Dr. Fulst 
in seinem oben zitierten Aufsatze sehr eingehend erläutert. Er empfiehlt dabei, 
die Formeln I und II gerade umgekehrt zu verwenden, wie wir vorgeschlagen 
haben; Formel III führt er überhaupt nicht an, obgleich sich auch auf diese 
sein Verfahren mit gleicher Leichtigkeit anwenden läfst. Herr Dr. Fulst ver- 
meidet 80 allerdings den Übelstand, dafs sein Interpolationsverfahren je versagen 
könnte; er muß aber dafür den Nachteil mit in Kauf nehmen, dafs die Formeln 
gerade unter den ungünstigsten Umständen angewendet werden, wenn Sie 
nämlich für die Rechnung die geringste Schärfe haben. Das ist auch der Grund, 
weswegen Herr Dr. Fulst erklären mufs, daß man nach seinem Verfahren nicht 
mit vierstelligen Logarithmen auskomme, sondern sich unbedingt fünfstelliger 
Tafeln bedienen müsse. An sich ist aber die Schärfe der Formeln sehr grofs, 
und mit einem ganz kleinen Opfer an Kürze der Rechnung — der Vorteil der 
Einfachheit und Übersichtlichkeit liegt auf der Seite unserer Methode — wird 
man eine ungemein scharfe Rechnung erhalten. Man hat dabei noch den Vorteil, 
dafs man unbequeme Unterscheidungen über Vorzeichen, wie sie noch bei dem 
[nterpolationsverfahren des Herrn Dr. Fulst nötig sind, ganz und gar vermeidet. 
Dafs die von uns vorgeschlagene Methode der direkten Berechnung je versagen 
oder ungenaue Resultate liefern könnte, ist nicht zu befürchten. 
- 1 
Die Bangkok-Barre.”) 
i. Bericht von Kapt. W. Bartling, D. „Pitsannlok“. 
(Hierzu Tafel 9.) 
Wie bei den meisten ostasiatischen Flüssen, so wird auch der Schiffs- 
verkehr nach dem Menam-Flusse durch eine vorgelagerte Barre aufserordentlich 
erschwert. 
Die Schiffahrt über diese Barre leidet besonders unter folgenden Umständen: 
l. Durch die grofse Ausdehnung der eigentlichen Barre; 
2. durch die Veränderlichkeit der Bänke; 
3. durch die aufserordentliche Verschiedenheit und Unsicherheit der 
Gezeiten sowohl in der Zeit als auch im Hub; 
4. durch die schlechten Landmarken und Seezeichen; 
5. durch das völlige Fehlen von guten Wasserstandsignalen. 
Zu gunsten der Barre ist allein der weiche Schlickgrund anzuführen, 
welcher keinem Schiffe bei etwaigem Festkommen schadet. 
Die Barre hat, dem Kurse nach gemessen, von 4,0 m (13 Fufs) Niedrig- 
wasserstand innen nach 4,0 m (13 Fuls) Niedrigwasserstand aufsen eine Länge von 
6,5 Sm, und es kommt im Monat März und April vor, dafs nur 0,5 m (1 Fufs) 
Wasser bei Niedrigwasser - Spripgtide auf der flachsten Stelle der Kurslinie 
stehen bleibt. . 
Die verschiedenen Bänke haben im Laufe der Jahre außerordentliche 
Verschiebungen erfahren. Diese Verschiebungen machen sich am auffallendsten 
bemerkbar: 
1. 
In der Neubildung des verhältnismäfsig tiefen Mittelkanals, der 
von der Innentonne in etwa SzW-Richtung verläuft und an dessen 
Stelle sich früher bei Niedrigwasser trockene Bänke befanden; 
in der Verschiebung der grofsen Bank nach Nordwest und ihrer 
Ausdehnung nach Südwest, so dafs der Leuchtturm jetzt auf der 
A 
Siehe auch „Der Pilote“, Bad. I, S. 85.
	        
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