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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1903. 
Anmerkung. Die beiden letztgenannten Ausdrücke werden zwar für alle 
Teile der Windrose in den gemäfsigten Zonen beider Halbkugeln gebraucht; 
ihre besondere Anwendung finden diese Ausdrücke jedoch für das häufig vor- 
kommende und von charakteristischen Änderungen der Witterung begleitete 
Umgehen der Winde beim Vorübergehen des barometrischen Minimums auf der 
Polarseite des Beobachtungsortes, für die nördliche Hemisphäre also besonders 
für die Teile der Windrose zwischen S--O, S, W und N. 
Auffrischen: Stärkerwerden des Windes. 
Abflauen: Schwächerwerden des Windes, 
Anmerkung. Bei Windstärken über 6 der zwölfteiligen Skala werden 
in der Regel die Ausdrücke „Zunehmen und Abnehmen des Windes“ anstatt 
„Auffrischen‘“ und „Abflauen‘“ gebraucht. 
Windstofs: Schnelles Anwachsen der Windstärke (wobei mindestens die 
Stärke 6 erreicht wird) mit bald darauf folgendem Abflauen. 
y) für die Bewölkung. 
Cirröse Bewölkung: Hohe Federwolken der verschiedenen Gattungen (Cirrus, 
Cirrostratus und Cirrocumulus). 
Aufklaren: Das Sichtbarwerden des blauen Himmels. 
d) für Niederschläge und Nebel, 
Hagel: Die allgemeine Bezeichnung für Niederschläge gefrorenen Wassers in 
Körnern von mehr als | mm Durchmesser. Man unterscheidet dreierlei 
Hagelkörner: 
Graupeln: Kleinere und in der Zusammensetzung mehr schneeige 
Körner. 
Hagel im engeren Sinne: Körner von 5—10 mm Durchmesser, teils 
aus klarem, teils aus undurchsichtigem Eise bestehend. 
Schlossen: Sehr grofse Hagelsteine von mehr als 10 mm Durch- 
messer. 
Eisregen: Kleine, ungleichartige Stückchen klaren Eises. 
Schlacken: Regen, mit Schnee oder namentlich Eisplättehen gemischt, 
Regenschauer, Schnee-, Graupel-, Hagel-, Nebel-Schauer: Ziemlich 
starke Niederschläge in den betreffenden Formen, welche nur kurze Zeit 
(nicht länger als eine Stunde) anhalten. 
Platzregen: Regenschauer von ungewöhnlicher Stärke und Ausgiebigkeit. 
Sprüh- oder Staubregen: Ein sehr feiner Regen. 
Landregen: Anhaltender, über ein grofses Gebiet sich ausdehnender Regen 
von mäfsiger Stärke bei Windstille oder schwacher Luftbewegung. 
Strichregen: Über kleine Landstriche hinziehender Regen, der also an einem 
bestimmten Orte nur von geringer Dauer ist. 
Schneegestöber: Die Luft ist bei starkem Winde von wirbelnden Schnee- 
flocken erfüllt, welche teils von oben, teils vom Boden stammen. 
e) für den Komplex von Wind und Hydrometeoren. 
Windstölßse von der Dauer weniger Minuten bis zu einer Stunde, be- 
gleitet von Niederschlag — meist starken Regen-, Schnee- oder Graupel- 
schauern — oder doch schweren rasch vorüberziehenden Wolken, 
Je nach den begleitenden Hydrometeoren wird von Regen-, 
Schnee-, Graupel-, Hagel- und Gewitterböen gesprochen. 
Gewittersturm: Dasselbe wie Gewitterbö. 
Böen: 
b. Allgemeine Bezeichnungen für den Witterungscharakter, 
&) in Beziehung auf den Wind (bei diesen Bezeichnungen bleiben die 
Niederschläge unberücksichtigt): 
Stilles Wetter: Windstärke zwischen 0 und 3. . 
Windiges Wetter: Windstärke zwischen 4 und 7. 
Stürmisches Wetter: Windstärke zwischen 7 und 12.
	        
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