Heidke, P.: Graphische Darstellung der Koppeltafeln.
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a) auf.den 88 Kreis,
b) bis zum Schnittpunkt mit dem 34° 53’ M. B. Strahl,
ec) von diesem Schnittpunkt nach oben oder nach unten, in diesem
speziellen Fall nach unten bis zum Schnittpunkt mit der 23 Ordinate,
d. i. der wagerechten Linie, weiche vom Koordinatenanfang den
Abstand 23 hat,
d) dieser Punkt liegt auf dem 76 Kreis und
e) auf dem 72 Kreis Strahl. .
Der gesuchte Strom ist also S72° W 76 Sm.
Der rechtweisende Kurs der „Valdivia“ betrug -am 2. November 1898
von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr nachmittags S 76° W 15 Sm. Um nun die Position
der „Valdivia“ für 4 Uhr nachmittags zu ermitteln, verfährt man, wie folgt.
Man geht
e) auf dem 16° K Strahl
dä) bis zum Schnittpunkt mit dem 15 Kreis, .
c) Dieser Punkt hat die Ordinate 3. = .
Demnach beträgt die erreichte Breite 34° 49‘ + 3‘ =— 34° 52‘ S-Br., also
die Mittelbreite 4 (34° 49' + 34° 52‘) = etwa 34° 50‘.
b) Vom Schnittpunkte geht man nunmehr nach oben oder nach unten,
in diesem speziellen Fall nach‘ oben, bis zum Schnittpunkte mit dem
34° 50' M. B. Strahl.
a) Dieser Punkt liegt auf dem 17 Kreis.
Demnach beträgt die erreichte Länge 24° 11'—17‘ = 23° 54' O-Lg.,
und die „Valdivia“ befand sich also am 2. November 1899 4 Uhr nachmittags
unter 34° 52‘ S-Br., 23° 54‘ O-Lg.
Die Frage, ob die entworfene Tafel auch umfangreich genug ist, um
3ämtliche bei der Stromversetzung vorkommenden Aufgaben zw lösen, ist für
die Berechnung des 24stündigen Stromes zu bejahen. Anders liegt die Sache
für die Berechnung des gegilsten Bestecks. Zwar für Segelschiffe, welche öfter
nicht mehr als 100 Sm an einem Tage zurücklegen, ist in diesen Fällen das
gegifste Besteck für 24 Stunden unmittelbar aus der Tafel zu entnehmen, wenn
keine gröfsere Genauigkeit als !/z Sm beansprucht wird; nicht aber gilt dasselbe
für schnellere Segelschiffe und Dampfer, von welchen einzelne an einem Tage
mehr als 500 Sm zurückzulegen vermögen. Wird jedoch auf diesen Schiffen,
wie es jetzt bereits vielfach geschieht, das gegifste Besteck für jede Wache,
d. i. für alle 4 Stunden, ermittelt, so ist in gleicher Weise für diese die
entworfene Tafel als ausreichend zu bezeichnen, da auch die besten Schnuell-
dampfer nicht mehr als 100 Sm pro Wache zurücklegen. Es ist hierbei noch
in Betracht zu ziehen, dafs der mittlere Ablesungsfehler am Schlufs der sechsten
Wache bereits V6-05=V3 = etwa 1,7 Sm beträgt.
Für die Zwecke der Stromberechnung, bei denen es sich selten um
größere Strecken als 30 Sm handelt, dürfte sogar eine Vergröfserung des
Mafsstabes der Tafel angebracht erscheinen. Diese wird am einfachsten dadurch
erreicht, dafs man die sämtlichen an den Koordinatenachsen stehenden: Zahlen
durch dieselbe Zahl dividiert und diese neuen Zahlen an die Stelle der
alten setzt.
Für den Gebrauch würde es sich empfehlen, die Tafel aus dem Heft
herauszunehmen und auf Pappe aufzukleben.
Die erdmagnetischen Verhältnisse auf und um Bornholm.
Nach Ad. Paulsen.
(Hierzu Tafel 8.)
Bei Gelegenheit des internationalen maritimen Kongresses, der in Kopen-
hagen im vorigen Jahre stattgefunden hatte, hat Prof. Adam Paulsen, der
Direktor des dänischen meteorologischen Institutes, einen interessanten Bericht
über das erdmagnetische Feld auf und um Bornholm gegeben.!) Der Bericht ist
1) Congres maritime international de Copenhague 1902, Anomalies du champ magnetique
terrestre en Danemark par Adam Paulsen.