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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1903, 
b) die Windstärke, nach Beauforts Skala 0—-12 geschätzt, wird 
folgendermafsen in Worte umgesetzt: 
0 = still, ohne Bezeichnung der Windrichtung, 1 = sehr leicht (leiser Zug), 
2= leicht, 3==schwach, 4=mäfsig, 5 = frisch, 6 = stark, 7= steif, 
8=—stürmisch, 9= Sturm (voller Sturm), 10== starker Sturm, 11= schwerer 
Sturm, 12 = Orkan. 
c) der Seegang wird in der englischen Skala von 0—9 an der See- 
warte erhalten und folgendermafsen in Worten ausgedrückt: 
0= See schlicht (ganz glatte See), 1 und 2 = See ruhig, 3 = Seegang 
leicht, 4=— Seegang mäfsig, 5 — ziemlich grobe See, 6 = grobe See, 
7—Seegang hoch, 8 — Seegang sehr hoch, 9 = gewaltiger Seegang. 
2. In den autographierten Wetterkarten der Seewarte wird der 
Unterschied des Barometerstandes gegen den Vorabend, der Temperatur gegen 
die gleiche Stunde des Vortags in folgender Weise in Worten angegeben: 
unter 1 mm bezw. 1° C.: „unverändert“, 
„11mm bezw. Grad C.: „wenig Anderung“; 
wenn die Anderungen auf gröfsere Strecken dasselbe Zeichen haben, so ge- 
schieht deren Wiedergabe wie folgt: 
Barometer, Temperatur. 
_ f»etwas gestiegen“, oo nor, Sf „etwas wärmer“. 
+ 15 (1—1,9) mm: (retras gefallen“. + 2° (1°—3°) C.: { setwas kälter“. 
. f „gestiegen“, o/90 an. $ „wärmer“. 
+ 3 (2—3,9) mm: { >gefallen“. . + 5°(8° —7'a°)0.: | kälter“, 
. f „Stark gestiegen“. ° an ‚Snviel wärmer“. 
+ 6 (4—7,9) mm: {Park gefallen“. + 10°(T'a°—12'% YO. {ie kälter“. 
„sehr stark „sehr viel 
gestiegen“. ° © ‚) wärmer“, 
„sehr stark 15° (12*/2° —17'/2°) 0 „sehr viel 
gefallen“. kälter“. 
„äufserst stark 
gestiegen“. 
„äußerst stark 
gefallen“. 
+ 
II. Im Text der Witterungsübersichten und Prognosen. Die Bezeich- 
nungen sollen den vorwiegenden Witterungscharakter des Tages oder seiner 
Abschnitte nicht nur für den einzelnen Ort, sondern auch für ganze Landstriche 
wiedergeben und müssen deshalb in beiden Richtungen einen gewissen, jedoch 
möglichst von vorn herein bestimmten Spielraum besitzen. Wo im Charakter 
der Witterung nach Zeit oder Raum diesen Spielraum überschreitende Diffe- 
renzen vorliegen, ist tunlichst eine Zerlegung des Raumes oder der Zeit in 
Abschnitte vorzunehmen. Im allgemeinen tritt wegen der fortwährenden Orts- 
veränderungen in den Luftmassen dasjenige, was (innerhalb kleiner Gebiete) in 
jedem Momente als Nebeneinander besteht, an den einzelnen Orten desselben 
Gebiets als Nacheinander auf, soweit nicht klimatische Gegensätze im Gebiete 
vorhanden sind (verschiedene Seiten eines Gebirges, Küste und Binnenland etc.). 
Es sind deshalb die häufig in den Wetterberichten und Prognosen vorkom- 
menden Ausdrücke: „teilweise“, „zeitweise“ und „stellenweise“ nahezu 
gleichbedeutend, indem unter „teilweise“ das Auftreten der betreffenden Witte- 
rung sowohl an einzelnen Orten des Gebietes als in einzelnen Abschnitten des 
betreffenden Tages verstanden wird. Ebenso gelten die Ausdrücke: „vor- 
wiegend‘“, „gröfstenteils‘“, „meistenteils‘“‘ und „meist“ für Raum so- 
wohl als für Zeit und bezeichnen, unter sich gleichbedeutend, dafs mindestens 
?A der Orte bezw. der Zeit die betreffende Witterung aufweisen. 
Die auf den Raum bezüglichen Ausdrücke „überall“ und „allgemein“ 
sind so zu verstehen, dafs „überall“ die Gesamtheit der Orte ohne bekannte 
Ausnahme bezeichnet, „allgemein“ oder „im allgemeinen“ aber die grofse Mehr- 
heit der Orte, unter Zulassung vereinzelter Ausnahmen, bedeutet. 
Für den Raum sowohl als für die Zeit gilt der Ausdruck „Neigung zu 
Niederschlägen, zur Nebel- oder Gewitterbildung‘“, welcher bedeutet, dafs alle
	        
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