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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

128 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1903, 
Land wurde dann auf 5 bis 7 Sm Abstand erst gegen 10" bis 11" V sichtbar, 
wovon Kapt. Mayerhof sich in den folgenden Monaten überzeugte. Dagegen 
fand Kapt. A. Hegemann,. Bark „Loreley“, vom 28. März bis 4. April 1893 
stets schönes klares Wetter; am Tage wehte frische Seebrise, nachts Landbrise. 
Kapt. Mayerhof lotete sich bei halber Tide auf den Ankerplatz und -nahm 
dabei keine merkbare Strömung wahr. 
Leuchtfeuer. Zu beachten ist, dafs der Laternenpfahl nicht am Strande, 
sondern etwa 2 Sm landwärts steht. Kapt. Mayerhof berichtet, dals die Sicht- 
weite des weißen festen Feuers nicht groß genug ist, um mit Hilfe des Feuers 
die Reede von See aus anzusteuern, 
Lotsen sind nicht vorhanden. 
Quarantäne. Der Hafenmeister besucht das Schiff und verlangt nur 
Gesundheitspals, wenn es aus einem verseuchten Hafen kommt. 
Zollbehandlung. „Theodor Wille“ hatte nichts mit dem Zoll zu tun; 
Vorlage des Schiffszertiikats und des Transitmanifestes genügte. 
Ankerplatz auf der Reede liegt auf etwa 9 m Wasser, etwa 8 Sm vom 
Lande. „Theodor Wille“ ankerte auf 8,2 m Wasser in der Kreuzpeilung: die 
Stadt Joana in 218° (SW5%4S) und die Bendah-Huk in 101° (0zS); Grund: 
Sand mit viel Schlick. Um das Laden zu erleichtern, wurde das Schiff mittags 
mit Hilfe eines Springs auf die Ankerkette dwars See gelegt, um die Leichter in 
Lee zu schützen; trotzdem war Spritzwasser an der Ladung nicht ganz zu vermeiden. 
Löschen und Laden geschieht mit Leichterhilfe; für die Zuckerladung 
sind genügende Leichter vorhanden, so dafs man in etwa 4 Tagen bis zu 
800 Tonnen Zucker mit Kulihilfe nehmen kann. Die Leichter laufen über die 
Barre in den Flufs und nehmen den Zucker aus den Lagerhäusern in der Stadt. 
Bei Hochwasser hat die Barre etwa 1,8 m Wasser. Der Verkehr mit dem Lande 
ist aber zeitraubend und erfordert gute Segelboote, weil zum Rudern die Ent- 
fernung zu grofs ist. Auch die Schiffsboote landen bei der Stadt. Während des 
Ostmonsuns, der recht in die Bucht hineinweht, steht oft ziemlich starke Brandung 
auf der Barre. 
Hafenunkosten insgesammt 1,50 fl. für Ein- und Ausklarieren ohne 
Unterschied der Schiffsgröfe. 
Schiffsausrüstung. Kleine Schäden können an hölzernen Schiffen nach 
Angabe des Hafenmeisters ausgebessert werden, auch soll eine Aufschlepphelling 
für kleine Fahrzeuge vorhanden sein. Proviant ist nur frisch, aber teuer, zu 
haben; Frischwasser mufs mit den Schiffsbooten geholt werden. Kohlen” und 
andere Schiffsausrüstung sind nicht zu haben. 
Der Ort Joana ist Sitz eines Regierungsbeamten und hat Dampf- 
strafsenbahn-Verbindung mit Samarang. 
einen 
Neuere Veröffentlichungen. 
The Azimuths of celestial bodies, whose declinations rabge irom 24°” to 70°, 
for parallels of latitude extending to 70° from the equator. Prepared by 
G. W. Littlehales, with the assistauce of F. G. Radelfinger, J. W. Froley, and 
C. C. Ennis. Gr. 8°, 288 Seiten. Washington, Hydrographic Office 
Nr. 120. Washington 1902. 
Das vorliegende Werk bildet die Fortsetzung des im Jahre 1901 erschienenen ersten Teiles 
der amerikanischen Azimuttafeln, Die Argumente sind Stundenwinkel und Deklination; erstere 
schreiten in 10 Minuten-Intervallen von Oh bis 12h fort, letztere in 1° Intervallen von 24° bis 70°. 
Die Tafeln geben das in Grad und Minuten ausgedrückte Azimut direkt für Deklinationen gleich- 
namig mit der Breite. Sind Breite und Deklination ungleichnamig, so mufs als Argument das 
Supplement des Stundenwinkels benutzt werden, Das Supplement des Tafelwertes ist dann das 
gesuchte Azimut, Für die Praxis wäre es wünschenswert gewesen, das Azimut auf Zehntelgrade 
zu tabulieren, wodurch die Übersichtlichkeit der Tafeln erhöht, der Umfang aber bedeutend ver- 
mindert würde, Das gewählte 10 Minuten-Intervall bedingt Interpolation mit zweiten Differenzen, 
wenn man das Azimut auf Minuten genau wünscht. Die Tafelwerte dürfen aber nur als Näherungs- 
werte betrachtet werden, wie sich bei nur flüchtiger Durchsicht der Tafeln herausstellte, so dafs 
zuch deshalb die Forderung einer Tabulierung auf Zehntelgrade gerechtfertigt wäre. Da die Tafeln 
vorwiegend bei Lampenlicht gebraucht werden müssen, würden fettere Typen und gröfsere Abstände 
zwischen den einzelnen Zahlen zweckdienlicher gewesen sein. Ww.
	        
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