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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere Mitteilungen. 
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— Cuyos-Inseln. Von den Cuyos-Inseln hebt sich besonders die Insel Ma- 
tarabis durch ihre hohe kegelförmige Bergspitze hervor, die 147° (WSW) ge- 
peilt, auf der linken Seite der Insel erscheint und in der Peilung 292° (WNW) 
in die Mitte der Insel gerückt ist. - Die übrigen Inseln lassen sich dann leicht 
durch Peilung feststellen. . a 
Sombrero-Klippe. Die Sombrero-Klippe wurde schon auf 10 Sm. Ab- 
stand davon bei 13 m Augeshöhe gesichtet; sie erscheint von Norden kommend 
zweiteilig, der rechte Teil ist der höhere. ; 
Durchsteuerung der Norddurchfahrt Basilan-Strafse bei Tage. 
Von Norden kommend treten mit dem Freikommen der Ostkante Basilans 
(Mt. Matanal) von der Südwest-Huck Mindanaos die beiden St. Cruz-Inseln, die 
niedrig und mit Buschwerk bewachsen. sind, erst beide in eins peilend, heraus, 
Über den St. Cruz-Inseln erscheint die Coco-Insel, Mit südöstlichem Kurse 
weitersteuernd kommen die Inseln Laubil und Sibago nebeneinander liegend in 
Sicht. Diese hält man zwischen Mindanao und St, Cruz, so dafs man auf die Nord- 
kante von Laubil mit 108° (0SO %/s O)-Kurs zu steuert und, sobald das niedrige 
Land auf der Nordseite dieser Insel in Sicht kommt, auf dieses zuhält, Die 
kleine St. Cruz-Insel hat an ihrer Ostküste eine buschlose lange Sandzunge, die 
zuerst abgetrennt erscheint. Nach Passieren der Westkante der Insel Tiktanan 
hat man dann freies Wasser. Das Wrack an der Nordseite von Sibago wurde 
nicht gesehen. 
In der Basilanstrafse wurde Ebbstrom (Oststrom) von etwa 2,5 Sm um 
4 N- angetroffen, obwohl 2 Tage nach gröfster. Süddeklination des. Mondes das 
Hochwasser auf 9* 15min N- fallen. müfste. Die: englische Segelanweisung gibt 
den entgegengesetzt laufenden Strom als eine häufige Erscheinung für die 
Monate November und Dezember an. ; 
North Watcher, Insel Celebes. In der Karte Nr. 146 Tit. X ist 
diese. Insel sehr klein gezeichnet, sie erscheint aber mindestens ebenso groß, 
wie die South Watcher-Insel und ist dieser auch in Gestalt ähnlich und gleich- 
mäßig bewaldet. Der Leuchtturm (weißes Gerüst) ragt nur wenig über die 
Bäume hervor; von Norden her kommend erscheint er in der Mitte, links ist 
das rote Dach des Wärterhauses über den Bäumen sichtbar. .. 
Einsteuerung nach Makassar. Vom Archipel wurde zuerst die Insel 
Kapoposane gesichtet; sie ist flach bewaldet, an der Nordseite schneidet der 
Wald steil ab. In der Mitte ist die Insel spärlich bewachsen und scheinbar 
niedriger; auf dem Südende der Insel steht eine hohe Baumgruppe. Die An- 
gaben über das Aussehen der Insel Lanjukang und Laukai in den „Ann, d. 
Hydr. etc.“ 1898, 8. 118 bis 139 wurden als richtig befunden; die dort gegebenen 
Einsteuerungen eignen sich wohl aber nicht für ein grofses Schiff, es sei denn, 
dafs man mit dem Fahrwasser und den Stromverhältnissen genau betraut ist. 
Es wurde daher die weite Einfahrt, Dajangan-Leuchtfeuer 135° (SO) pei- 
lend, gewählt und dann mit 34° (NOzN)-Kurs in den Hafen gesteuert. Die Se. 
zeichen sind alle deutlich zu sehen, die Kartenangaben darüber richtig. 
6. Joana (auch Djoeana oder Jawana) an der Nordküste Javas, (Nach 
Fragebogen Nr. 2491 des Kapt. H. Mayerhof, Dampfer „Theodor Wille“, vom 
1; August 1902.) 
Der Ort liegt etwa 2 Sm oberhalb der Mündung des gleichnamigen Flusses, 
dessen Barre bei Niedrigwasser nur 0,3 m Wasser hat; Lage des Leuchtpfahles 
beim Hafenamte 6° 42,5‘ S-Br. und 111° 9,5‘ O-Lg. 
Landmarken sind die mit Palmen bestandenen Inseln Gedeh und Marungan 
sowie der Fabrikschornstein westlich von der Stadt und die Bendah-Huk. 
Ansteuerung. Da die Strömung nur vom Winde abhängig ist, kann man 
hier bei stillem Wetter die Strecken nach dem Logg ablaufen und damit ziemlich 
des Schiffsortes sicher sein. Bei der Mandalike-Insel fand Kapt. Mayerhof bei 
frischem Ostwinde die gröfste Stromversetzung an der Küste, und zwar 1 Sm 
in der Stunde. Das Lot mufs bei der Ansteuerung fleifsig gebraucht werden, 
weil die Luft. meist, besonders aber morgens, sehr diesig ist, so dafs selbst 
hohes Land schon bei 5 Sm Abstand nicht mehr sichtbar ist. Die Janom-Huk 
and der Sutorenga-Berg waren wegen der Diesigkeit der Luft während der An- 
wesenheit des „Theodor Wille“ nie zu sehen. Als. die Sonne später weiter 
südlich stand, war die Luft an der Küste zuweilen so diek wie Nebel; das
	        
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