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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Kleinere Mitteilungen. 
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.„ Die Bake an dem Pajaro Cay ist gediegen erbaut und bezeichnet die 
Hafeneinfahrt.. Sie ist ein viereckiges Holzgerüst, dessen quadratische Grund- 
fläche von 5,5 m breiten Seiten begrenzt wird und sich nach oben verjüngt zu 
2,7 m Durchmesser, sie steht 14,3 m über dem Grunde. Den Kopf derselben 
bildet ein kegelförmig auslaufender Aufsatz mit Flaggenstange und weilser 
Flagge. Die Höhe des Flaggenknopfes ist 20,1 m von dem Grunde und 21,6 m 
über .der Hochwassermarke. Das ganze Gerüst ist weils gestrichen, nur die 
Spitze vom Flaggenknopfe bis 1,8 m nach unten ist rot. Diese Bake ist von 
See aus eine auffällige Marke, sie ragt weit über die Bäume hinweg. Sollten 
einige davor stehende Bäume abgehauen werden, so würde die Bake dann noch 
besser sichtbar werden. 
Südwestlich vom Pajaro Cay, da wo auf der Karte ein kahles Korallenriff 
angegeben ist, führt eine 8,8 m tiefe und 45,7 m breite Rinne hindurch. Diese 
ist jetzt an jeder Seite mit einer Pfahlbake bezeichnet. Die Rinne ist nahezu 
gerade und wird wahrscheinlich von Küstenfahrern und Schonern benutzt werden. 
Die Kurslinie, welche in der vom hydrographischen Amte herausgegebenen 
Karte Nr. 2093 angegeben ist,‘ führt zu nahe an den Untiefen. vorbei. Die 
Verbesserung wird, sobald die Arbeiten beendet sind, eingetragen werden. 
4. Portorico, Südküste, (Nach „Noticeto Mariners“ Nr. 1969, Washington 1902.) 
Von Kap Rojo steuerte die amerikanische Torpedobootsflottille ostwärts, 
in der Nähe der Küste entlang, jedoch eine kleine Strecke aufserhalb des trüben 
Wassers aber die Riffe im Auge behaltend. Auf diese Weise wurden die Häfen 
Guanica, Guayanilla und Ponce angelaufen und in ihnen geankert. Soweit. wie 
bei solcher gelegentlichen Aufnahme gesehen werden konnte, geben die Karten 
alles Nennenswerte genau an, sowohl an der Küste wie auch in den Häfen. 
, Den Hafen Ponce verlassend,- steuerte die. Flotte durch die Durchfahrt 
hinter der Insel Muertos noch ostwärts, wobei sorgfältige Beobachtungen und 
beständige Lotungen gemacht wurden. Die zuletzt erhaltene Lotung nordost- 
wärts von der Insel Berberia ergab 9,1 m Wassertiefe, und beim Verlassen der 
Ponce - Tonne wurde. 11,0 m gelotet, Als Anweisung für diese Strecke gilt 
Folgendes: ; 
Passiere 90m südlich von der Ponce - Glockentonne und halte ostwärts 
auf die Nordspitze der Insel Berberia zu. Diesen Kurs steuere man 6 Sm weit, 
bis das Feuer auf der Insel Muertos 180° (Süd) „nd das Feuer von Ponce 
280° (W'/N) peilen. Hier ändere man den Kurs auf 73° (ONO!40) und 
laufe .3'/s Sm. auf den kegelförmigen Hügel am rechten Ende der der Küste 
zunächst gelegenen Hügelkette zu. Dieser Hügel ist gut. bemerkbar und liegt 
eben nordwärts von zwei Schornsteinen von Zuckermühlen. Der dem Hügel 
nächste Schornstein ist‘ nicht. so .deutlich erkennbar als.der weiter südlich ge- 
legene; letzterer liegt nur eine kleine Strecke landeinwärts, ungefähr in der 
Mitte zwischen Küste und Hügel. Der südliche Schornstein ist rotgestrichen, 
sehr lang, gut sichtbar und sehr nahe am Strande, . 
Der erwähnte Hügel. ist die erste scharf. hervortretende Erhöhung links 
von. den..zwei Schornsteinen. ‚Diese Landmarken sind in gröfserer Entfernung 
besser erkennbar als in der.Nähe. Sind 3!/% Sm auf. dem angegebenen Kurse 
abgelaufen, dann befindet man sich dwars .von.der Insel Berberia; das Feuer 
von Muertos peilt 219° (SW'/S), und die rechte Kante der Insel Juaca peilt 
112° (0SO). Von hier ab .steuere man 2 Sm 124° (SOzO), bis das Feuer von 
der Insel Muertos über der Mitte der Insel Berberia gepeilt. wird, alsdann 
ändere man den Kurs auf 135° (SO) und steuere in See. 
Diese Fahrrinne. ist anscheinend. vorzüglich, so dafs sie, wenn sie ein 
wenig. mehr untersucht würde und in ihr drei oder vier Tonnen ausgelegt würden, 
auch selbst von den gröfsten Schiffen benutzt werden könnte, ; 
Jobos. Auf dem östlichen Ende des östlichsten Inselchens Ratones steht 
ein weißes dreischenkliges Gerüst, welches, so lange es am Platze ist, in guter 
Entfernung von See aus. gesehen werden kann. Die Bake gibt. genau die Kin- 
fahrt zum. Hafen an .und bezeichnet seine westliche Grenze. Im Innern des 
Hafens von Jobos (Karte C. $S. 909) ist eine kleine in der: Nähe der Huk 
Rodeo liegende Untiefe als trockenfallend angegeben: auf ihr wächst ein auf-
	        
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