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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

Ann. d. Hydr. ete., XXXIL Jahrg. (1903), Heft I. 
Erklärung der in den Witterungsberichten und Witterungsaussichten 
der Seewarte angewandten Ausdrücke.‘ 
Die Erfahrung lehrt, dafs das Publikum in vielen Fällen die in An- 
wendung gebrachte Ausdrucksweise in den Wetterberichten nicht vollständig 
oder überhaupt nicht richtig auffafßst; eine absolut feste Terminologie, welche 
nach allen Richtungen hin klar und bestimmt ist, läfst sich auch heute kaum 
noch aufstellen. Eine nicht unwesentliche Schwierigkeit bei der Wahl der 
Ausdrücke besteht auch in der Notwendigkeit, eine gewisse Unsicherheit des 
Ausdrucks, welche sogar als Zweideutigkeit aufgefafst werden könnte, zu ver- 
meiden. Die im nachstehenden aufgestellte Terminologie ist einer langjährigen 
Praxis entsprungen. und dürfte den bestehenden Bedürfnissen entsprechen, 
Bei den Wetterberichten handelt es sich einerseits um die Bezeichnungen 
für einzelne Erscheinungen der Witterung und für den allgemeinen Witterungs- 
charakter, anderseits um die Regeln, welche bei der Umsetzung einiger 
numerischer Werte in Worte in den Tabellen und Karten der Wetterberichte 
befolgt werden. ; 
Tägliche Wetterberichte werden von der Seewarte in mehreren ver- 
schiedenen Formen ausgegeben. Die wichtigsten sind: . 
1. die autographierten Wetterberichte, welche täglich 3 Tabellen, 4 Karten 
und 1 Übersicht in Worten, nebst einer Witterungsprognose, bringen und 
die vollständigste Veröffentlichung des täglich der Seewarte von 105 Stationen 
zugehenden Materials an telegraphischen Witterungsnachrichten bilden, 
2. die kurzen, für die Bedürfnisse der Seeleute und der Küstenbevölkerung 
berechneten täglichen „Hafentelegramme“, welche aus einer Tabelle von 
10 Stationen und einem Text von durchschnittlich 20 Worten bestehen, den 
wichtigeren Küstenorten zugehen und dort zur öffentlichen Ausstellung gelangen, 
3. die telegraphischen Wetterberichte („Abonnements-Telegramme“) in 
den Zeitungen, welche den darauf abonnierten Zeitungsredaktionen und Privaten 
auf telegraphischem Wege zugehen; sie bestehen aus einer Tabelle mit den 
Beobachtungen von 35 ausgewählten Stationen. (I. Abonnementsdepesche) und 
einer Übersicht der Witterung in Worten mit kurzer Prognose (II. Abonne- 
mentsdepesche). 
Diese wenigen einleitenden Bemerkungen werden genügen, alle jene, 
welche sich für die Witterungsberichte der Seewarte interessieren, in deren 
Studium und in der richtigen Auffassung der im nachfolgenden näher zu er- 
klärenden Terminologie derselben zu unterstützen. 
1. In den Tabellen und Karten werden einige, der Seewarte als Zahlen 
vorliegende Angaben nach festen Normen zur Veröffentlichung in Worte um- 
gesetzt, und zwar: 
1. Im tabellarischen Teil der Zeitungswetterberichte der Seewarte 
a) die Bewölkung: 
0= wolkenlos, weniger als !/s des Himmels ist von Wolken bedeckt, 
1=—heiter, etwa !/4 des Himmels bedeckt, 
2=—hhalbbedeckt, etwa !/a des Himmels bedeckt, 
3=— wolkig, etwa %/4 des Himmels bedeckt, 
4— bedeckt, mehr als 3% des Himmels ist bedeckt. 
1) Vgl. „Ann, d, Hydr, etc.“ 1878, S. 220ff. 
Ann. &. Hydr. etc., 1903, Heft I.
	        
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