Kassner, K.: Sonnenflecken, Depressionen der Zugstrafse Vb und Niederschläge. 103
kann; indessen ist das nicht: der Fall, denn für den Zeitraum 1845 bis 1876 er-
gibt sich; nach gleicher: Methode: . ala ums Se N
; Max. : Min. = 556:600 = 0,93.
also genau wie für 1877 bis 1901. Danach scheint also tatsächlich in den
Jahren mit grofser Sonnenfleckenhäufigkeit in diesen Gegenden durch-
achnittlich: weniger Niederschlag zu fallen als in denen mit geringer
Häufigkeit. Da.ferner in den Maximaljahren weniger V b-Depressionen auftreten,
als in den Minimaljahren, so liegt der Schlufs nahe, dafs die V b-Depressionen auf die
eben erwähnte Gruppierung. regenarmer und regenreicher Jahre einen Einflufs
haben; allerdings-ist das nicht so zu verstehen, dafs der Niederschlag in Wien im
wesentlichen von diesen Depressionen herrührt, sondern nur,: dafs letztere in den
Summen sich bemerkbar machen. a
Man kann nun weiter fragen, ob sich dieser Einfluß auch in der jähr-
lichen Periode zeigt. Ich stelle deshalb die Häufigkeitszahlen für die Vb-De-
pressionen und die Monatsmittel des Niederschlages. von: Wien, beides für die
Jahre 1877 bis 1901 und beides in Prozenten der Jahressumme dar:
“Yb-Depressionen: ' Niederschlag: * ”Wrb-Depressionen: Niederschlag:
10
Januar 1...
Februar. .
März: 2 0 wt
April! 1. 000000
Mai, 3.7.
Juni. 0
n®
Juli... +
August .".
September 4.‘
Iktober, ... 1
November .'.
Dezember .
{
GE a
1
1%
5
Aus diesen Zahlen geht hervor, dafs tatsächlich ein Parallelismus:. vor-
handen ist, wobei das primäre Maximum im Frühsommer und das ‚sekundäre im
Oktober in beiden Reihen deutlich hervortritt. -
Jan. Febr, März April Mai‘ Juni Juli‘ Aug. Sept. Okt. Nov; Dez.
Ratibor . ... 4 4° 5° 7° MM 183 124 14 10-8 5 5
Raibli. . .. 4 4° 8°"8'. 9°. 9° 10. 9 9 15 9.6
Öbir 2.641 54045 17,8 - 10. 11. 12 10 8.410 7 5
. In Ratibor ist dieser Parallelismus mehr verwischt, da hier schon die
nördlichen Depressionen, besonders auf der Zugstrafse IlIa,. grofse Regenmengen
bringen, wogegen er zu Raibl (981 m) gut erkennbar ist; allerdings wird hier
das Oktobermaximum. des Niederschlages zum primären. Selbst auf dem Obir,
in 2141 m Seehöhe, ist der Parallelismus gut angedeutet; das Oktobermaximum
ist dort oben gleichfalls sekundär.
Ich habe ferner untersucht, wie sich die Jahreszeiten verhalten, da bei
nur 25 Jahren naturgemäfßfs die Monatswerte noch wenig gesichert sind, und
bekam folgende Tabelle in Prozenten der Jahressumme:
“Yb-Depr. { NE .
Niederschlag f Max,
Wien Min. .
Niederschlag ff‘ Max. . 42 20 42 26
Ratibor: | Min... , 18:0 24. 0. 40. 238
Niederschlag { Mas. . BE EEB 20 3800800 0 BG a4
Raibl Min... . . 13 28 27 32 52 48
Winter.‘ Frühling. Sommer. Herbst.
28; 82
33 29
Sommer- Winter-
Semester:
34
43
_ . Hiernach ist der jährliche Gang des Niederschlages in Wien der gleiche
wie derjenige der Vb-Depressionen und zwar sowohl bei den vier Jahreszeiten
wie bei der Teilung des Jahres in zwei Halbjahre; auch das Verhältnis von
Maximal- und Minimaljahren in den Semestern ist fast das gleiche: bei den
Depressionen 66 : 57 = 0,86 und beim Niederschlag 62 : 56 — 0,90. Bei Ratibor,
wo, wie erwähnt, auch die Zugstraße IIIa eine grofse Rolle spielt, sind die
Verhältnisse verwischt, treten aber bei Raibl, das den Vb-Depressionen näher
liegt, wieder deutlicher hervor (56: 52 == 0,93), ‚obwohl hier die Oktoberregen
ein grofses Gewicht.haben. .
Man kann nun aber noch eine andere Gruppierung vornehmen,. indem
man den jährlichen Gang der Depressionen zu Grunde legt und nach ihm die