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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 31 (1903)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1903. 
Nacht vielfach und am 17. meist stürmische südwestliche und westliche, an der 
ygstdeutschen am 17. und 18. stürmische Winde aus dem NW-Quadranten im Ge- 
folge, die an Teilen der Küste vielfach Sturmesstärke erreichten. Ein nach- 
folgendes am 18. und 19, von der Nordsee durch die südliche Ostsee nach Polen 
Aringendes Teilminimum verursachte an der Nordsee in der Nacht zum 19. 
stürmische und am 19, vielfach steife, sowie über Mecklenburg und Rügen au 
liesem Tage steife bis stürmische Winde aus dem NW-Quadranten. Kin weiteres, 
am 20. vom Christiania-Fjord südostwärts über die Oder-Mündung schreitendes 
Teilminimum brachte für die Küste von der Elbe bis Mecklenburg nochmals 
steife nordwestliche Winde, dann trat zunächst wieder ruhigere Witterung ein. 
Ein im Rücken der ostwärts verlagerten Depression vom Ozean ostwärts 
vordringendes Hochdruckgebiet breitete sich am 21. und 22, über ganz Europa 
aus, verlagerte seinen Kern unter Zunahme an Höhe vom Kanal bis nach 
Kontinentaleuropa. Nachlassen der Niederschläge und Sinken der Temperatur 
unter der Einwirkung nördlicher Winde auf der Vorderseite des vordringenden 
Maximums kennzeichneten diese Tage. 
Bald aber machte sich der Einflufs. tiefer Minima im hohen Norden an 
Jer Küste bemerkbar. Nachdem zunächst eine längs der Küste fortschreitende 
Ausbuchtung der cyklonalen Isobaren nebst Erwärmung am 23. Regen gebracht 
hatte, führte eine nachfolgende am 24. und in der folgenden Nacht stellenweise 
stürmische südwestliche Winde herbei. Einen sehr starken, über Dänemark von 
schweren Verwüstungen begleiteten Sturm verursachte jedoch ein am 25. und 26. 
nördlich von Schottlaud her über Mittelschweden und den Riga-Busen ostwärts 
vordringendes Tiefenminimum, das von sehr starkem Fallen des Barometers in 
der südlichen Ostsee in der Nacht begleitet war; die stürmischen Winde wehten 
an 25., langsam recht drehend, aus dem SW-Quadranten, meist die Stärke 9 und viel- 
fach 10 erreichend, und am 26. aus dem NW-Quadranten, ostwärts bei Mecklenburg 
bis Stärke 7 bis 8 abgeflaut, jedoch noch als starker Sturm im Osten, wo meist 
die Stärke 10 bis 11 erreicht wurde. Hier liefsen die im Bereich dieses Sturm- 
wirbels auftretenden stürmischen Winde über Rügen, Pommern und Preufsen 
erst am 27, nach, während ein neues tiefes Minimum nördlich von Schottland 
an der westdeutschen Küste bereits ein Zurückdrehen und Wiederauffrischen 
herbeigeführt hatte, so dafs hier in der folgenden Nacht von neuem steife bis 
stürmische Winde aus dem SW-Quadranten auftraten, die sich am 28, über die 
yanze Küste ausdehnten und im äufsersten Osten erst am 29, aus W abflauten,. 
Eine Vertiefung des Minimums über Schottland in der Nacht zum 29. liefs die 
Winde am 29. an der Nordsee von neuem aus dem SW-Quadranten bis Stärke 7 
and stellenweise 8 auffrischen. Dann trat ruhigere Witterung ein, als sich das 
Minimum unter Abnahme an Tiefe nach dem Süden der Nordsee verlagerte und 
der Luftdruck rasch über Kontinentaleuropa abnahm, so dafs sich überall 
niedriger Luftdruck in gleichmäfsiger Verteilung einstellte. Bei leichten süd- 
östlichen Winden traten an der Ostsee-Küste zu Kunde des Monats wieder stellen- 
weise leichte Nachtfröste ein. 
Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn 
Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei 
Berlin SW. Kochstrafse 68—71.
	        
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