accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Datum 
1901 
Mai 11 
9 
Dinklage, L. E:: Schwere Stürme neuerer Zeit im Südatlantischen Ozean, 
75 
Uhrzei: 
Mittagsort 
S-Br |W-Le 
Wind 
Bar. 
red, 
Bemerkungen 
mm 
8h p 
Mittern.} 
4ha 
Mittag’ 
WNW9-—10 
WNW 9— 
WNW 7—8 
WNW 7—8 
Wind wieder härter. 
Wind abnehmend. Wechselten Grofs- und Kreuzstagsegel. 
Hohe SSW-Dünung. Schlugen Grofsuntermarssegel an, 
Schlugen Vorobermarssegel an; schlugen das zerrissene 
; Grofssegel ab und ein anderes an, 
| Um 26 sichteten die französische Fünfmastbark „La 
France“ mit Nothsignal; hielten auf dieselbe ab und 
kamen um 31l/gh längs Seite. Das Schiff hatte eine 
schwere Schlagseite nach B-B. Der Kapitän ersuchte 
uns, während der Nacht in der Nähe zu bleiben, 
762,6 Lagen beigedreht. 
764,0 , Um 6% sichteten „La France“, die das Signal zeigte: 
764,9 | „Müssen das Schiff verlassen“. Wir setzten das B-B.-Boot 
| aus und holten die aus 45 Mann bestehende Besatzung 
in drei Fahrten. Die Rettung der Leute konnte nur 
unter Anwendung der gröfsten Vorsicht ausgeführt 
werden, denn es lief eine schauderhaft durcheinander- 
stürzende See, und wehte es in den Böen mit der 
Stärke 8 bis 9. 
4h wendeten, Wind abnehmend, aber noch grobe 
See, welche die Luken überfluthete, 
33,5° | 46,5° 
4b 9 
w 
Taf 
763,0 
Mittern. 
8ahg 
Mittag 
WNW 
WSW 
WSW.- 
24.99 | 46 6° 
‘ 
ah 
D 
SW 6-5 
766,7 
| 
„Hebe“ erreichte Valparaiso am 9. Juni nach einer raschen Reise von 
70 Tagen ab Port Talbot. 
Der schwere, aber rasch vorübergehende Sturm, den die Bark „Fulda“, 
Kapt. H. Timm, am 4. August 1901. auf der Rückreise von Taltal auf etwa 
41° S-Br und 42° W-Lg durchzumachen hatte, zeichnet sich dadurch aus, dafs 
er gerade an der Stelle stattfand, wo die von Kap Horn kommenden Segel- 
schiffe fast immer eine sehr erhebliche Zunahme der Wassertemperatur beob- 
achten, eine Erscheinung, die sich an anderen Stellen, wo kaltes .und warmes 
Wasser zusammenstofsen, oft wiederholt, so z. B. östlich und südlich von der 
Neufundland-Bank und unter der Nordostküste von Nordamerika, ferner auf 
dem Segelwege nach Indien, China und Australien südlich vom Kaplande 
zwischen 20° und 30° O-Lg und weiterhin zwischen etwa 50° und 60° O-Lg. 
Auch an diesen Stellen ist die starke Aenderung der Wassertemperatur sehr 
oft von stürmischem Wetter begleitet.!) 
Datum 
1901 
Angust 3 
‚ Uhrzeit 
Mittag . 
4b p | 
8hp | 
Mittern. 
Ah 8 
ah 
Mittag 
Mittagsort 
S-Br |W-Lr 
43.1° | 40,99 
414° | 492,1° 
Wind 
NO 8 
ONO 5 
ONO 5—6 
ONO 7—8 
ONO 8 
ONO 10 
ı ONO 10—11 | 
Bar. 
red. 
‚Wasser- 
| wärme 
Im 
oO 
767,71 21.1 
766,7 | 11,4 
764,9 | 12,1 
760.071 1921 
756,4 
753,5 * 
13,1 
15.7 
749,71 
16,9 
| 
Bemerkungen 
Flaue Briese, bedeckter Himmel. * 
Nach 2b frischt der Wind auf, 
Wind und See nehmen zu, kleine Segel fest. Bedeckt. 
Wind und See noch mehr zunehmend. Bramsegel 
und Grofssegel fest. ; 
StürmischerWind, hohe See. Vorobermarssegel fest, 
Zunehmender Sturm, Alles fest bis auf Untermars- 
segel.. Von 71/2b an starker Regen. Hohe, 
wilde See; viel Wasser an Deck. 
Harter Sturm mit orkanartigen Böen, anhaltend 
starker Regen. Wilde See; das Schiff arbeitet 
gewaltig. 
1) Siehe Segelhandbuch für den ‚Atlantischen Ozean, II, Ausgabe, Seite 462, 463 und 545. 
Von den:an letzter Stelle untersuchten 55. Stürmen auf dem. Wege von Kap Horn nach 34° S-Br 
im Atlantischen Ozean kommen anf die Strecke 45° bis 40° S-Br allein 17... 022 0 8 :
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.