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1
Datum
1901
Januar 30 |
31
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Fehruar 1902.
Uhrzeit]
Mittagsort
S-Br | W-Lg
Wind
Bar.
red.
Bemerkungen
mm
Mittag |
28,8° | 44,2° "WSW11—10|
251,8
Der orkanartige Sturm raset fort. Um 81/h fliegt das
Voruntermarssegel auch ans den Lieken, Das Schiff
liegt vor Topp und Takel. Banden ein grofses Stück
Segeltuch auf das Kreuzwant, um das Schiff besser
am Winde zu halten. Der Wind krimpt westlicher,
weht aber noch immer hart,
753,3 | Von 2 bis 3h etwas handiger, dann wieder heftig ein-
setzend. Merkwürdigerweise kommt die See nicht
dem Winde entsprechend hoch. Drohende Luft,
Regenböen,
4h scheint das Schlimmste überstanden zu sein, doch
ist nach Aussehen der Luft ein angenehmes Wetter
wohl noch nicht zu erwarten. Schlugen im Grofs-
and Vortopp Untermarssegel an und setzten dieselben,
Staubregen.
Luft zuweilen klarer; Wind abnehmend, doch gegen Ende
der Wache wieder starke Böen.
Unregelmäfsiger starker Wind mit Böen, Durchbrochene
Luft.
Einige starke Regenböen.
Böig mit Regen. Schiff stampft sehr,
ihn
W
9
hp
WzN 9—8
Mittern,
WNW 9—8
WNW 8
W 7
W 7
Aha
8ha
Mittag | 28,7° | 44,3°
„Klio“ behielt unruhiges, windiges Wetter bis zum 3. Februar, dann trat
bei ziemlich hohem Luftdruck ein ruhigerer Zustand ein, der 6 Tage anhielt.
Das Sturmwetter verlief bei „Klio“ ganz ähnlich wie bei „Melete“, nur
hatte dieses bei Eintritt des Sturmes etwa 1° nördlicher und östlicher als sein
Mitsegler stehende Schiff den Wind vorwiegend von der nördlichen, „Klio“
dagegen von der südlichen Seite. Das Minimum des Luftdruckes und das
Umspringen des Windes trat bei beiden Schiffen zur selben Zeit ein, um 6a
am 30. Januar und war auch von fast gleicher Tiefe, bei „Melete“ 748,1 mm, bei
„Klio“ 749,4 mm.
Ein solch schweres Wetter, wie hier beschrieben, in so niedriger Breite
und in der Mitte des Sommers ist jedenfalls eine auffällige Erscheinung. Man
kann demnach auch au der Küste von Brasilien wohl von dem Auftreten von
Orkanen sprechen.
Viermastbark „Hebe‘“, Kapt. H. Korff, von Port Talbot nach Valparaiso.
Datum Uhrzei
yon Yhrzeit
Mai 9
Mittag
Bhp
4ha
Mittag
4hp
8hp
VLittern.
Ah a
ha
Mittag
nn
Mittagsort
———
S-Br. | W-Lz
9
7,59! 44,1°
20.89 | 46,40
39,1° 47,1°
Wind
Ss So 4
So 6—7
0ONO-—NNO 7—B
NNO 7
W 8
W 9
W 10—11
WNW9-—10|
WNW10—11]
WNW 10-111
Wr
8—9
Bar.
red.
mm
763,6
766,8
765,1
755,0
755,5
756,0
755,1
756,8
757.1
757,3
759,1
Bemerkunzen
Wind flauer werdend und dann durch SSW nach SO
holend. Bewölkt.
Wind auffrischend. Großer Ring um die Sonne.
Steifer, allmählich nach NNO holender Wind. Bewölkt.
Steifer Wind, diesige Luft, mehr bezogen.
Um 3b Wind in einer schweren Böe mit starkem Regen
von NNW nach W ausschiefsend.
Hamburger Bark „Alster“ in der Nähe, Sturm aus W,
Zum sehr schweren Sturm zunehmend; aufserordentlich
harte Böen. Das Vorobermarssegel zerrifs, Grofs-
obermarssegelund Grofsstagsegel flogen aus den Lieken,
Vor- und Grofsuntermarssegel zerrissen. Böen von
Stärke 11 mit Regen.
Orkanartige Böen. Bei Tagwerden sah es in der Takelung
wüst aus, Die Segel, welche nafs festgemacht waren,
sind unter den Zeisingen zerrissen,
Nach 10h etwas leichter werdend. Kolossale Wellen-
berge; das Schiff ist mehr unter wie über Wasser
und zittert und bebt in allen Theilen.
Schlugen ein anderes Grofs- und Voruntermarssegel an.
Noch sehr starke Böen.