accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Ze 
Annalen der Hydrograpliie und‘ Maritimen Meteorologie, Februar 1902. 
Hafenanlagen. * .Dor Hafen mit. seien” Anlagen befindet sich, vor der 
Westseite der Stadt. Er wird gebildet und geschützt von einem 625 m langen 
Hafendamm, der sich von der Santa Barbara-Huk, der Nordwestecke des’ Landes 
bei der Stadt, in westlicher Richtung erstreckt. Die Krone dieses Hafendammes 
liegt 6,4 m über dem Meeresspiegel. An seiner Innenseite befinden sich, je 
11 m vorspringend, drei Landungsplätze als Kaianlagen mit gedeckten 
Schuppen, Kränen und Kisenbahngeleisen, so dafs ein unmittelbarer Verkehr 
zwischen Schiff und Eisenbahnwagen besteht. Sie werden, von innen beginnend, 
mit den Nummern 1 bis 3 bezeichnet. ; 
Der Landungsplatz No. 1 ist 55 m, No. 2 67m und No. 3 79 m laug. 
Auf der inneren Ecke von No. 1 steht ein Dampfkran von 5t und auf der 
inneren Ecke von No. 2 ein solcher von 12 t Hebekraft. Die auf den Landungs- 
plätzen stehenden Schuppen sind nach der Anlegeseite offen, nach der Seite 
des Hafendammes geschlossen. 
An der Stadtseite ist eine Fläche von etwa 7 ha aufgeschüttet und durch 
eine feste Kaimauer vom Wasser getrennt. Es befindet sich jedoch dort ein 
Einschnitt von 0,8 ha Fläche, der durch einen in der Richtung der Kaimauer 
verlaufenden kleinen Wellenbrecher, der an seinen beiden Enden je eine Durch- 
Jahrt offen läfst, geschützt wird. Dieser Einschnitt wird Innerer Hafen ge- 
nannt; er hat ebenfalls Bahnanschlufs wie. auch Lösch- und Ladeplätze für 
größere Schiffe. 
' Nördlich und südlich vom Inneren Hafen giebt es noch Landungsanlagen 
mit Kränen und Bahnanschlufs für kleine Schiffe und Leichter, sowie Brücken 
and Treppen für Boote. ; 
Wassertiefe. Beobachtungen während der letzten Jahre lassen eine zu- 
nehmende Ablagerung von Senkstoffen an der Aufsenseite des Hafendammes 
erkennen, die sich ebenfalls westwärts fortsetzt und vor dem Ende des Hafen- 
dammes eine Sandbank gebildet hat, die sich in westlicher Richtung fast 50 m 
weit davon ausdehnt. Der Wasserstand auf dieser Bank scheint veränderlich 
zu sein; er wird von 3 bis 6m angegeben. Man beabsichtigt, diese Bank 
durch Baggern wieder zu beseitigen. lm Hafen selbst hat sich durch den Bau 
des Hafendammes eine Neerströmung gebildet, wodurch die Mitte des Hafens 
allmählich vertieft worden ist, während im Ostende Ablagerungen stattgefunden 
haben, die sich bis nach den drei Landungsplätzen ausdehnen, wo sich infolge- 
dessen der ursprüngliche Wasserstand nur durch Baygern aufrecht erhalten 
läfst. Auf einer Fläche von etwa 30 ha beträgt die Wassertiefe durchschnittlich 
35m im Hafen. Nach einem Bericht der Kaiserlichen Ministerresidentur für 
Venezuela betrug der Wasserstand am 10. Dezember 1898 in der Hafeneinfahrt: 
Westseite 10,7 m, Mitte 8,2 m, Ostseite 7,3 m; am Landungsplatz No. 3: West- 
ende 9,7 m, Mitte 8,2 m, Ostende 7,9 m; am Landungsplatz No. 2: Westende 
8,2 m, Mitte 7,9 m, . Ostende 7,9 m; am Landungsplatz No. 1: Westende 7,3 m, 
Mitte 7,6 m, Ostende 7,9 m. 
Betonnung. 1. Eine grofse rothe Tonne zur Bezeichnung des Endes 
der Sandbank vor dem Ende des Hafendammes liegt in westlicher Richtung 
etwa 55 m vom Kopfe dieses Dammes entfernt. 
2. Je eine schwarze Festmachetonne liegt dwars von den drei 
Landungsplätzen am Hafendamme. Sie sind entsprechend den Landungsplätzen 
aumerirt und lagen nach dem oben angeführten Bericht der Kaiserlichen 
Ministerresidentur am 10. Dezember 1898 auf 9,4 m, 822 m und 7,3 m 
Wassertiefe... . 
Löschen und Laden. Die Schiffe liegen beim Löschen und Laden an 
den Landungsplätzen am Hafendamme, wohin sie vom Hafenmeister beordert 
werden. Aufser starken Befestigungen nach Land sollten die Schiffe vorn einen 
Anker. mit ‚etwa 45m Kette und hinten nach den Tonnen gute Trossen be- 
(estigt haben, um das Schiff frei vom Landungsplatze halten zu können. Die 
Schiffe liegen ‚dort nicht ruhig und arbeiten unter Umständen stark;. es sind 
starke Fender als Reibhölzer auszuhängen, damit keine ‚Beschädigungen des 
Schiffes stattfinden können, namentlich dann nicht, wenn man durch Ein- oder 
Ausholex von. Schiffen gezwungen: wird, die an. den Tonnen befestigten Trossen 
loszuwerfen. Abends mufs das Schiff gewöhnlich aüf Verfügung der Zollbehörde 
abholen. 7
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.