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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1902.
16 im vorigen Jahre. 7 (3) Sextanten mußten ohne Prüfung zurückgegeben werden,
da sie bei der Kürze der Zeit, in der sie auf der Seewarte gelassen wurden, nicht
geprüft werden konnten.
Neuangeschaftt wurde 1 Kompaß-Deflektor.
c. Besondere Inanspruchnahme der Abteilung II.
Wie in früheren Jahren, so hielten sich auch im Laufe des Berichtsjahres
mehrere Herren längere oder kürzere Zeit in der Abteilung II auf, um sich über
besondere Teile der Nautik, namentlich in Bezug auf das Kompaßwesen, die
Lehre von der Deviation der Kompasse, sowie über die Prüfung der nautischen
Instrumente zu informieren:
Hoadsumi und Moriyama, Kapitäne zur See aus Japan; Wiechert, Professor aus
Göttingen ; Albinus, Kapitän-Leutnant aus Wilhelmshaven, kommandiert nach Tsing-tau;
Dr. Schulze, Navigationsschuldirektor aus Lübeck; Jaspers, Kapitän - Leutnant,
Wehmeyer, Merleker, Oberleutnants, Tegtmeyer, Leutnant aus Kiel; Dr. Dinse vom
Institut für Meereskunde in Berlin; Begemann, Professor aus Altona mit Schülern
des Gymnasiums; Dr. Otto Tetens, Observator aus Straßburg; Dr. Friederichsen aus
Hamburg; Schilling, Professor aus Bremen; Dr. Fulst, Navigationslehrer aus Hamburg;
Prof. Dr. Börgen, Admiralitätsrat aus Wilhelmshaven: Kostersitz, Kaiserl. Landesrat
aus Wien; Newcomb, Professor aus Washington; Berson, Professor aus Berlin;
Scheidling, Offizier des Nordd. Lloyd, aus Bremen; Bergersen, Kapitän aus Bergen;
Hahn, Navigationslehrer aus Leer; Dr. Krümmel, Professor aus Kiel; Langemak,
Kapitän-Leutnant aus Kiel; Louran, Korvetten-Kapitän aus Berlin; Stark, Kapitän
der Königl. Schwedischen Marine, aus Karlskrona; Cosijn, Ingenieur aus Leiden.
Die Anzahl der Besuche von Kapitänen, Steuerleuten, Mechanikern u. s. w.
zur Einholung von Rat inbezug auf nautische Fragen, Konstruktion von Instru-
menten und ähnliches erreichte im Berichtsjahre die Zahl 671. ;
Durch die Ausrüstung und Instandhaltung meteorologischer Beobachtungs-
Stationen im überseeischen Auslande wurde die Abteilung im Berichtsjahr wieder
mehrfach in Anspruch genommen.
Die Zahl der bei der Abteilung II eingegangenen und durch deren Personal
erledigten Schriftstücke beträgt 822 gegen 740 im Jahre 1901; allein in der
Abteilung II bearbeitet wurden 635 Nummern.
Die im vorigen Jahresberichte erwähnte Arbeit des Hın. Dr. Messerschmitt
ist unter dem Titel: „Ergebnisse von Sextantenprüfungen an der Deutschen See-
warte“ im XXV. Jahrgange 1902 der Veröffentlichung „Aus dem Archiv der
Deutschen Seewarte“ erschienen.
Personalia siehe unter IV.
d. Hauptagenturen und Agenturen der Seewarte,
1) Von der Hauptagentur zu Hamburg (Freihafen) sind im Laufe des Berichts-
jahres die nachstehend verzeichneten meteorologischen Instrumente geprüft worden:
Marinebarometer 133 (138), Aneroide 53 (32), Marine-Thermometer 379 (418),
Psychro-Thermometer 11 (22), Meteorologische Instrumente überhaupt 576 (605).
An Schiffs-Positions-Laternen wurden geprüft:
Seiten-Laternen 723 (1266), Topp-Laternen 234 (429), Anker-Laternen 425 (536),
Heck-Laternen 30 (0), rote Laternen für nicht manöverierfähige Schiffe 81 (193),
Signallaternen 4 (0), Normallaterne 1 (0), große. Hafenleuchten für die Kaiserl.
Marine 3 (6). Zusammen 1501 (2430).
Hiervon sind mit Hülfe der elektrischen Batterie geprüft worden: 56 (131)
Seiten-, 57 (97) Topp-, 4 (8) Anker- und 1 (0) Heck-Laternen, sowie 14 (0) rote
Laternen für nicht manöverierfähige Schiffe, die für elektrisches Glühlicht eingerichtet
waren. Einige dieser Laternen waren für die Kaiserliche Marine bestimmt. Mehrere
Laternen wurden in Veranlassung stattgehabter Kollisionsfälle auf Ansuchen des
Hamburgischen Seeamts geprüft.