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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Rasche Reisen deutscher Segler, 
veranlafst sah, in 44,5° S-Br und 142° W-Lg das Schiff auf St. B.-Halsen zu 
legen, wobei oft kaum die Länge zu halten war, so dafs die Stellung am 2. Juni 
wieder in derselben Breite und nur 5,5° östlicher war als 11 Tage früher. 
Es kam hinzu, dafs vom 29. Mai bis zum 1. Juni der Wind aus OSO 80 
stürmisch wehte, dafs nur kleine Segel geführt werden konnten, Zum Glück 
kam gleich nach dem Sturme günstiger Wind durch, zuerst aus südlichen, dann 
aus westlicheren Strichen wehend, womit „Nomia“ am 16. nach 38° S-Br und 
82,6° W-Lg kam. Leider. kam hier, wo der Kurs nach Norden ging, wieder 
längerer Aufenthalt durch nördlichen Wind, so dafs der Viermaster, nach 
8 Tagen erst bis 31° S-Br und 74° W-Lg gekommen war. Zuletzt endete der 
eigetretene Südwind sehr bald wieder in Stille, wodurch die Ankunft in 
Taltal noch um 3 Tage verzögert wurde. „Nomia“ erreichte das Ziel am 
29. Juni, 57 Tage von der Linie und 88 Tage von Yokohama, Die Haupt- 
ursache der Verzögerung war, wie dargelegt, der flaue Südostpassat und das 
lange Anhalten östlicher und später nördlicher Winde. 
S. 5650. Eisernes Vollschiff „Wega“, Kapt. F. Fennekohl, verlief, 
nach Portland bestimmt, am 4. März 1901 Yokohama. Das Schiff hatte während 
der ganzen Reise, auf der als höchste Breite 45,8° Nord angelaufen und dann 
recht Ost nach dem Bestimmungsort gesteuert wurde, fortwährend günstigen 
Wind; zunächst nordwestlich, von 160° O-Lg an südlich bis 177° O-Lg, dann 
westlich bis 166° W-Lg und von hier bis Portland fast ununterbrochen süd- 
westlich. Es kamen flauere Tage vor, die allermeiste Zeit wehte es jedoch 
frisch bis stürmisch, Letzteres zu drei verschiedenen Malen derart, dafs das 
Schiff für kurze Zeit beilegen mufste. Wir führen eine Reihe von Etmalen 
auf, die das leichte behende Schiff auf der Reise zurücklegte. März 6.?) 217, 
9. 208, 10. 190, 11. 198, 13. 224, 16. 242, 16.?) 267, 17. 244, 18. 253, 20. 222 
(4* beigelegt), 21. 180 (4* beigelegt), 24. 214, 25. 260 und März 26, 242 Sm. 
Mehrmals kam „Wega“ auf 13 Knoten Fahrt. Der 26, war der letzte Tag der 
Reise. „Wega“ kam an diesem Tage vor der Columbia-Flufsmündung an und 
nahm einen Lootsen an Bord, konnte freilich, da die Barre in ihrer Tiefe nicht 
genügte, erst am nächsten Tage auf die Rhede von Astoria gelangen, doch 
endete die Seereise entschieden schon am 26. März. Die Reise der „Wega“ von 
23 Tagen von Yokohama war neben der des Schiffes „Gertrud“ in 28 Tagen 
von dem erheblich weiter zurückliegenden Nagasaki die beste im Bericht. 
S. 5166. Das erste für die Reise nach Australien hier anzuführende 
Schiff ist das eiserne Vollschiff „Marie“, Kapt. Chr. Kaak. Das Schiff verliefs, 
nach Wallaroo, Süd-Australien, bestimmt, am 17. September 1898 den englischen 
Kanal. Es traf die Gelegenheit anfänglich nicht günstig; es hatte wohl ver- 
schiedentlich eine gute Fahrgeschwindigkeit, doch brachte letztere, da der 
Wind von vorn war, das Schiff nur wenig. vorwärts, so dafs es bis zum 23. 
nur bis 40° N-Br gekommen war. Hier brachte der bald einsetzende frische 
Passat eine bessere Förderung. „Marie“ gelangte damit schon am 2. Oktober 
nach 12,5° N-Br, hatte bis dorthin also nur 15 Tage gebraucht. Jetzt kam das 
Schiff aber an die schwierigste Stelle. Der Südwestmonsun hatte so gut wie 
aufgehört und die winterlichen Verhältnisse, nahes Zusammenrücken der beiden 
Passate und Auffrischen des Windes, waren noch nicht eingetreten; So war es 
kein Wunder, dafs zu der Strecke von 12,5° N-Br bis 2,7° N-Br, wo der mäfsige, 
aber schrale Südostpassat einsetzte, 11 Tage gebraucht wurden und man den 
Aequator. in 23,2° W-Lg ‚erst am 15. Oktober erreichte. Immerhin war die 
Fahrtdauer von 28 Tagen unter der normalen geblieben.‘ — Mit dem frischen 
Südostpassat segelte das Schiff in schneller, ununterbrochener Fahrt nach 
23° S-Br und 30,5° W-Lg. Hier veränderte sich der Wind, ohne abzusetzen, 
durch Nord nach NW, und aus letzterer Richtung bald zur Stärke 6 anwachsend, 
führte er den schlanken Segler schon am 1. November. in 40,5° S-Br nach dem 
0° Meridian. Von: 29° S-Br und 24,5° W-Lg legte er in 5 Tagen 1228 Sm 
zurück, Nach der Fahrt der „Etha Rickmers“ im Jahre 1891 von 16 ist die 
der „Marie“ von 17 Tagen die schnellste im Bericht. — Der Weg nach Osten, 
der in etwa 46° S-Br entlang führte, brachte mehrmals gute Gelegenheit, doch 
it) 
ij) Das Datum des Mittags anı Ende des Etmals, 
7) Das doppelte Datum bei 180° Länge.
	        
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