Kleinere Mittheilungen.
dem Hafen von San Luis D’Apra, und von da nach Manila wie unter 2. an-
gegeben ist. Se . .
° 4. Ausreise nach Manila, ohne Zwischenhäfen anzulaufen. Man
steuere auf dem gröfsten Kreise nach 35° 15‘ N-Br, und 173° 20‘ O-Lg. und von
da loxodromisch nach Kap Engano, dem N-Ende von Luzon; dann‘ nehme
man den gewöhnlichen Weg an der N-Seite der Insel und der W-Küste ent-
lang nach Manila. ; a
5. Ausreise über Nagasaki. Man steuere auf dem gröfsten Kreise
entlang nach 31° 15‘ N-Br. und 175° 00‘ O-Lg. und von da loxodromisch nach
der Vau Diemen-Stralse. Auf diesem Wege bleibt man bis dicht an die Strafse
südlich vom: Japan-Strome. Von Kap Satano steuere man nach der S-Seite
der Koshiki-Inseln und: dann nach Norden nach Nagasaki. - .
Von Nagasaki nach Manila: Im SW-Monsun nehme man den Kurs
durch die Formosa-Strafse südwestlich, bis man von den Pescadores-Inseln und
‚Riffen frei ist; dann steuere man geradenwegs nach Kap Bolinao und von da
an der Küste entlang nach der gewöhnlichen Einfahrt in die Bucht von Manila,
Von Nagasaki nach Manila: Im NO-Monsun steuere man loxodromisch
nach der Ostseite der Meiaco Sima-Gruppe, von da durch den. Bashee-Kanal
geradenwegs nach Kap Bojeador und dann auf dem gewöhnlichen Wege an der
W-Küste von Luzon nach Manila. ; . nn
‚ 6 Rückreise nach San Francisco ohne Zwischenhäfen anzu-
laufen. Von Kap Engano steuere man loxodromisch nach 35°. 15‘ N-Br. und
173° 20‘ W-Lg., einem Punkte des gröfsten Kreises von San Francisco .nach
Guam;. dann auf dem gröfsten Kreise entlang nach Reyes-Huk. =.
. 7. Rückreise über Nagasaki. Man steuere an der W-Küste von Luzon
nach Kap Bojeador und von da nördlich weiter, so dafs man 10 Sm von Dome-
Huk passirt; dann nordöstlich, wobei man Hoa Pin Suo in Sicht läuft und an
St.B. läfst, weil die W-Seite davon rein ist und unter Wasser steil abfällt.
Von da steuere man geradenwegs nach Nagasaki. .: nn
Von Nagasaki steuere man südlich durch die Van Diemen-Strafse, in der
das Fahrwasser ganz rein und frei von unter Wasser liegenden Gefahren ist.
Von Kap Satano steuere man loxodromisch nach 832° 40‘ N-Br. und 140° O-Lpg.,
von hier wieder loxodromisch nach 35° 15‘ N-Br. und 173° 20‘ W-Lg. und von
da auf dem gröfsten Kreise weiter nach Reyes-Huk. .
Die vorstehenden auf Befehl des Ausrüstungsamts zu befolgenden Vor-
schriften sind für die Truppenbeförderungsschiffe gültig. Seeleute können sie
kostenfrei vom Hydrographischen Amte oder einer von dessen Agenturen be-
ziehen, sie liegen auch bei allen Konsulaten der Vereinigten Staaten zur Ein-
sichtnahme aus.
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2. Dampferwege von New York nach Brasilien und zurück. (Nach
„Notice to Mariners“ No. 1402 Washington, den 27. September 1902). Ueber den
Dampferweg zwischen New York und Rio de Janeiro sind dem Hydrographischen
Amte in Washington vom Kapt. Oskar Ebert, Führer des Dampfers „Catania“
der Sloman-Linie, die folgenden Angaben gemacht worden. |
Vom „Scotland“-Feuerschiff steuert man auf dem gröfsten Kreise entlang,
wobei man etwa 50 Sm östlich von den Bermudas geht und die Linie in etwa
37° W-Lg. schneidet. Auf diesem Wege werden die Kurse erst durch Strömungen
beeinflufst, wenn man sich dem Aequatorialstrome nähert.
‚....Die ersten, noch geringen Wirkungen. der Stromversetzung merkt man
auf etwa 12° N-Br. hauptsächlich bei steifem Passat und entsprechend hohem
Seegange; hier ist etwa °/4 Sm Versetzung nach Nordwesten beobachtet worden,
Bei Annäherung an die Küste von Brasilien sollte man sehr vorsichtig sein, da
der Strom gerade auf die Küste setzt, vnd sollte den Kurs nach Rio de Janeiro
mindestens 50 Sm. von Kap Roque nehmen, da, besonders im Juli und August,
der Strom 25 bis 30 Sm im Etmal nach Westen setzt. ;
Da in dieser Gegend das Land sehr niedrig ist, müfste man sich ibm auf
etwa 10 Sm nähern, um sichere Peilungen nehmen zu können.
‚Durch Lothungen kann in diesen Gewässern der Schiffsort nicht fest-
gestellt werden, doch sind, nebenbei gesagt, die Segelanweisungen des. Hydro-
zraphischen Amtes (zu Washington) richtig befunden worden.