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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

376 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1902, 
Die Bewölkung des Himmels, welche im Mittel 6,4 Zehntel ausmachte 
und namentlich im letzten Drittel des Monats sehr stark auftrat, war bedeutend 
größer als in den Vorjahren; es kamen denn auch nur 2 heitere, dagegen aber 
12 trübe Tage zur Auszählung. 
An 12 Tagen im Monat fiel eine Gesammtregenmenge von 175,0 mm, 
welche sich auf die 3 Drittel des Monats ziemlich gleichmäfsig vertheilte. 
Regentage und Niederschlagsmengen im August der vorhergehenden Jahre waren: 
1901 5 Regentage mit zusammen 28,6 mm, 
1900 14 » » # 265,8 „ und 
1899 9 „ „ » 55,2 
Die relative Feuchtigkeit der Luft, im Mittel 84° betragend, war nur 
wenig von der in den Vorjahren beobachteten verschieden. 
Nebel wurde nur an einem Tage abends für ganz kurze Dauer beob- 
achtet, ebenso kam auch nur ein Gewitter zum Ausbruch. , 
Der Wind, eine mittlere Stärke von 1,6 der Beaufort-Skala entwickelnd, 
wehte hauptsächlich aus den Richtungen zwischen S und O. Stürmische Winde 
kamen während der täglichen 3 Beobachtungstermine im Monat August über- 
haupt nicht vor, nur am 26, erreichte der Wind für kurze Zeit Stärke 6, sonst 
nie über 3 hinausgehend. 
Sommer 1902. Die mittlere Tagestemperatur des diesjährigen Sommers 
mit 22,1° war um 0,7° niedriger als im Sommer 1901 und 1900, dagegen war 
die des Sommers 1899 um 1,8° größer. Die höchste Temperatur betrug 832,0°, 
die niedrigste 10,9°. 
In diesem Jahre fiel ebenso wie 1900 und 1899 die höchste Temperatur 
in den Monat Juli, während in dieser Beziehung der vorige Sommer eine Aus- 
nahme machte, da die höchste Temperatur erst im August beobachtet wurde. 
Die Temperaturschwankungen waren fast durchweg gröfser als voriges Jahr. 
Es kamen 50 Sommertage, das sind solche Tage, an welchen das Maximum der 
Temperatur gleich oder gröfser als 25° ist, zur Auszählung. 
Die mittlere Bewölkung des Himmels betrug 6,4 Zehntel, sie war um 
rund 1 Zehntel gröfser als im Sommer 1901 und 1900, überstieg aber die des 
Sommers 1899 um 1,8 Zehntel. Heitere Tage wurden denn auch dementsprechend 
nur 10, trübe dagegen 36 gezählt. 
An 30 Tagen fielen im Ganzen 508,7 mm Regen, von welchen auf den 
Monat Juli allein 11 Regentage mit 295,3 mm Regenhöhe entfallen. 
In den 3 Sommermonaten der vorhergehenden Jahre wurden beobachtet: 
1901 19 Regentage mit 157,1 mm Niederschlagshöhe, 
1900 39 „ 4666 $ und 
1899 35 » 269,7 » » 
Die relative Feuchtigkeit der Luft stellte sich im Mittel auf 84°%; dieser 
Werth ist nur wenig verschieden von den in den Vorjahren beobachteten. 
Die Winde wehten zur Zeit der täglichen 3 Beobachtungstermine mit 
einer mittleren Stärke von 1,7 der Beaufort-Skala vorzugsweise aus den 
Richtungen zwischen S und O; Sturmstärke wurde nie erreicht; nur’ dreimal 
wurde Windstärke 6 für kürzere Zeit beobachtet. Albinus, 
Bestimmung der Breite aus der Höhe des Polarsterns 
und der Ortszeit. 
Van Dr €. Schrader. 
Die nebenstehende Figur bedeute einen Theil der Himmelskugel von 
aufserhalb gesehen, P sei der Himmelspol, & der Polarstern, Z das Zenit des 
Beobachtungsortes. 
In dem sphäriseh-astronomischen Grunddreieck ZPCG mögen bezeichnet 
werden die Seiten P G = p = 90--0, PZ=b=90-—0, GZ=7z=9—h, 
der Winkel bei P = t (Stundenwinkel).
	        
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