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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Die Witterung zu Teingtau im Juni, Juli und August 190%, .. 
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bis November des Jahres 1900, die kürzeste dauerte 35 Tage und wurde in.der 
Zeit von April bis Mai 1896 von dem Segelschiffe „Peter Rickmers“, Kapt. 
H. Westermeyer, ausgeführt. 
2, Die mittlere Reisedauer auf dem. Wege durch die Makassar-Strafse 
und die östlichen Durchfahrten, berechnet aus 34 Einzelreisen, beträgt 
65 Tage. Die längste Reise nahm 110 Tage in Anspruch und fiel in die Monate 
November bis März des Jahres 1900/ul, die kürzeste dauerte 44 Tage und 
wurde in der Zeit von August bis Oktober 1900 von dem Segelschiffe „Herzogin 
Sophie Charlotte“, Kapt. G. Warneke, ausgeführt. ; 
3; Die mittlere Beisedauer auf dem Wege rund Australien, berechnet 
aus 19 Einzelreisen, beträgt 69 Tage. Die längste Reise nahm 89 Tage in 
Anspruch und fiel in die Monate Dezember 1898 bis März 1899, die kürzeste 
dauerte 50 Tage und wurde in der Zeit von März bis Mai 1901 von dem 
Segelschiffe „Wandsbek“, Kapt. J. Tadsen, ausgeführt. 
Die Witterung zu Tsingtau im Juni, Juli und August 1902, 
nebst einer Zusammenstellung für den Sommer 1902. 
Bericht der Kaiserlichen Meteorologisch-astronomischen Station zu Tsingtau. 
Die anliegende Tabelle enthält die meteorologischen Beobachtungen sowohl 
für die Monatsdrittel, als auch für die ganzen Monate Juni, Juli und August 1902, 
Am Schlufs sind die Beobachtungen für das Sommervierteljahr zusammengefafst 
aufgestellt. (Die Berechnung der „Allgemeinen Luftbewegung“ unter Zugrunde- 
legung der Windbeobachtungen an den drei Terminen jedes Tages — vgl. 
„Ann. d. Hydr. etc.“ 1900, S.63 -— ist hier beigefügt worden. D. Red.) 
Juni 1902. Der’ Monat Juni d. J. war in fast allen Wettererscheinungen 
dem des Jahres 1900 am ähnlichsten. 
Die Temperatur der Luft, welche im Mittel 19,4° betrug, war in diesem 
Juni nicht so hoch als im selben Monat des Vorjahres, sie war ebenso hoch 
als im Juni 1900, blieb aber um 2“ hinter der des Juni 1899 zurück. 
Während am Tage die Temperatur ziemlich gleichmäfsig blieb, ging die- 
selbe aber während der Nächte fast immer stark herunter. 
Das Maximum der Temperatur betrug 27,8° und wurde im letzten Drittel 
des Monats (am 23.) erreicht; die niedrigste Temperatur während des Monats 
betrug 10,9°, Dafs die Temperatur verhältnilsmäfsig niedrig war, lag zum Theil 
mit an der Bewölkung des Himmels, welche im Mittel 6,3 Zehntel ausmachte. 
Es kamen denn auch dementsprechend 13 trübe und nur 5 heitere Tage zur 
Auszählung. 
‚Die gefallene Regenmenge betrug im Juni d. J.. an 7 Tagen 68,4 mm; im 
selben Monat des Jahres 1901 wurden 5 regnerische Tage mit 50,7 mm; 
1900 „ 11 solcher Tage mit. . 75,8 mm und 
1899 „ 10 Regentage mit. . . 105,6 mm 
Niederschlag verzeichnet. 
Die relative Feuchtigkeit der Luft betrug im Mittel 83 °/o, sie war dem- 
näch nur wenig gröfser als im gleichen Monat der Vorjahre. 
. Gewitter. traten am Ende des Monats an 2 Tagen auf, hiervon war ‘das 
eine ein Ferngewitter; 
Häufige Nebel, an 13 Tagen im Monat traten solche auf, waren charakte- 
ristisch für die sogenannte Regenzeit. 
Die Winde, welche zur Zeit der täglichen 3 Beobachtungstermine nie 
Stärke 5 überschritten und im Mittel 1,7 der Beaufort-Skala erreichten, wehten 
häuptsächlich aus östlicher Richtung. 
Juli 1902, Die mittlere Lufttemperatur im Juli d. J. war ungefähr die- 
selbe als im Juli vorigen Jahres, blieb jedoch gegen die des Juli 1900 um 1° 
und gegen die von 1899 um 2° zurück. 
Die Differenzen zwischen den täglich höchsten und niedrigsten Temperaturen 
waren jedoch gröfser als im selben Zeitraum der Vorjahre. Die Mounatsmittel,
	        
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