Hoeek: Barometr. Depressionen an der äquatorialen Grenze: des Golfstromes etc. 561
U. Von 4° V des’ 4. Februar ab ging der Wind ‘allmählich . über in :NW
(5 -=7) mit leichten Regenböen.‘ 4 I KN N Er
Am Mittag des 4, Februar auf 36° 16‘ N-Br. 59° 29“ W-Lg. (astr.) Barom:
757,1 mm, Therm. trocken 13,0°, feucht 11,8° C.
Im Laufe des Nachmittags ging der Wind allmählich. auf NW in. Stille,
die See in hohe westliche Dünung über. 7" N leichter westlicher Zug, klares
Wetter, . Barom. 758,5 mm, -Therm. trocken 13,5°,- feucht 11,5° C;, vereinzelte
niedrige cum-nimb. langsam von: W nach.O .:ziehend, Barometer fallend, Thermo-
meter rasch steigend, ein Zeichen, dafs wir uns bereits einer neuen Depression
näherten. Um 12° N Wind S (6) rasch. zunehmend, Barom. 756,9 mm, Therm.
trocken 14,5°, feucht 12,4° €.
.. 5, Februar 4 V: Wind S (9-10), sehr‘ schwere mit Orkanstärke ein-
fallende - Böen. Wir bargen alles bis auf Untermarssegel und liefen ‘vor
dem Wind: a. ; a Ve ;
„7 V:SW (11—12), Barom. 747,9 mm, Therm. trocken 16,4°, feucht
14,9° €.
; Wegen des rasch fallenden Barometers sowie wegen des drohenden Aus-
sehens der Luft und des schnell zunehmenden. Seeganges beschlossen wir beizu-
liegen; da wir uns auf der rechten Seite des neuen Minimums befinden mufsten,
über B-B-Bug. Wir bargen Fock und Untermarssegel und drehten vor Grofs-
untermarssegel, Vorstengestagsegel und dicht gereiftem Besan bei (7" 30»» V);
Besteck: 36° 41' N-Br. 57° 5° W-Lg. Um 8"V fiel-eine äufserst heftixe Regenbö
mit heftigem Blitzen und Donnern ein. Die Luft war von Regen so dick, dafs
die Back von der Campagne nicht zu sehen war. Während ‚der Bö stieg das
Barometer „plötzlich, das Thermometer fiel... .Wir machten uns anf einen Aus-
schiefßser aus NW gefafst, welcher beim Aufbören der. etwa 10=" anhaltenden
Bö aus W erfolgte... Da wir über B-B.-Bug beigedreht hatten, ging‘ das Schiff
mit dem Wind.‘ Nach dem Aüsschiefßsen des Windes wehte für-etwa */a Stunde
eine flaue Brise aus W, dann ‚fiel ein Sturm aus W ein, Stärke 12 in den
Böen, See weifs von Gischt, Das Minimum mufs uns dicht passirt haben. Hohe,
wilde See, in welcher das Schiff furchtbar arbeitet, Wir begannen 9» 30inV Oel
zu gebrauchen aus dem vorderen Lurkloset. ‘Die Wirkung war eine fast. augen-
blickliche. In dem öligen Kielwasser des breitseits abtreibenden Schiffes brachen
sich. sämmtliche Seen. Brechseen. erreichten. das Schiff nicht. Obgleich. das
Schiff sehr schwer arbeitete, kam doch nur Wasser an Deck, wenn die Reling
beiderseits schöpfte. Am Mittag Wind WzN (11—12); Barom. 747,5.mm, Therm.
trocken 14,0°, feucht 11,2° C. Nachmittags voller Orkan. Wir gebrauchten. :an-
dauernd. Oel.“ Furchtbare. Böen traten auf, in welchen die Luft. dick von: auf-
gepeitschtem Wasserschaum war.‘ Obgleich das Barometer sehr langsam stieg,
war von einer Besserung des Wetters nichts zu bemerken, Himmel zeitweise
aufklarend, dann wieder vollkommen bezogen, In den Böen raumte der Wind
nach NW. Abends 8° flog das Vorstengestagsegel aus den Lieken. .Barom.
750,0 mm, Therm. trocken 12,5°, feucht 10,4° C.. Während der Nacht wehte an-
haltend schwerer Sturm aus WNW mit furchtbaren Böen. Um 11° N flog das
Vorbramsegel los. Durch:.das‘ heftige, Schlagen des Segels verschob sich das
Gut der Bramstenge, und diese neigte sich merklich nach B-B. Gleichzeitig
brach die Luvbesandirk, und der Besansbaum fiel auf das Kartenhaus, wo er
festgelascht‘ wurde; Zeitweise war es vollkommen sternklar, dann wieder ganz
bedeckt; der Wind holte allmählich auf NW. Hohe, wilde, unregelmäfsig durch-
einanderlaufende See. Wir gebrauchten fortwährend Oel (Cylinderöl und Brennöl)
und hielten‘ dadurch die schwersten Brechseen ab.: Der-Oelverbrauch betrug
etwa 1!/a 1 pro Stunde. ; ;
_ 6.Februar. Bei Tagesanbruch liefs der Sturm etwas nach. Wir schlugen
neues Vorstengestagsegel unter: und setzten dasselbe 8° V. ‘ Barom,.: 751,0 mm,
Therm. trocken 11.1°, feucht 10,5° C. Während. des Vormittags Wind: WzN
(9—11), rasch aufeinander folgende Böen. Am Mittag Barom. 749,9 mm,
Therm, trocken 12,0°, feucht 11,0° C.
Nachmittags anhaltender schwerer Sturm aus NWzW (9—10) mit häufigen
Regenböen, : bedecktes Wetter, Seegang unverändert. Gegen Abend nahm die