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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

552 
Datum, 
1. VII. 
2. YIUIL 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1902. 
Zeit. Wind, Bar. 
N W 4 753,7 
ShN NNW & 52,2 
{2b N N 49,2 
2hV NNO 47,4 
4b V N. 46,6 
8b V N 8 744,3 
9b Vv NNW 8 729 9 
{0b V NW 9 728 
Liv W 10 727 
1ıt9hYyY WSW 11 796 
Therm, 
de 
Datum. 
9. VII. 
Zeit. 
"Therm. 
Wind. Aneroid. °C. 
WSW 11 725 29 
SW 10—11 726 29 
SWzS 10—11 727 29 
SSW 10 728 29 
SSW 9—10 728 29 
SSW 9—10 7380 29 
SSW 9 731 29 
SSW 9 732 29 
SSW 8 734 29 
fe 
A 
hN 
2bN 
35N 
4bN 
5bN 
ShN 
ZN 
8hN 
gl. N 
7 
L 
a) 
*0 
29.5 
29,5 
29 
929 
Die See liefs erst gegen Mitternacht nach; seit 2* V am 3. August steuerten 
wir wieder Kurs, Die nächfolgenden Tage hatten wir bis Turnabout leichte 
südliche Winde, von dort nach Nagasaki leichte nördliche und östliche Winde 
und erreichten Nagasaki am 7. August 4° 20" N, — Die Schiffbrüchigen setzten 
wir in der Nähe der Insel Namoa (2314° N-Br., 117° O-Lg.) auf ein chinesisches 
Fahrzeug über. 
Kleinere Mittheilungen. 
1. Sandsturm in der Nähe von Aden. Kapt. E.Oesselmann vom 
Reichspostdampfer „Prinzregent Luitpold“ bemerkt in dem von ihm geführten 
Meteorologischen Journal am 18. Juni d. J., als das auf der Heimreise befind- 
liche Schiff sich ungefähr 100 Sm östlich von Aden befand: Gegen 4®* N. kam 
eine sehr drohend aussehende Wolkenschicht angezogen; es wurde absolut dunkel, 
and wir konnten vor Staub nicht den Bug des Schiffes erkennen. Von 4 55muN, 
bis 6 52waN, stoppten wir die Maschine und liefsen das Schiff treiben, wegen 
des Sandsturmes. Gegen 7" N. abklarend. Der Wind war nicht sehr stark. 
Nach dem Sturme lag eine etwa 3 cm dicke Staubschicht auf dem Deck des 
Schiffes, 
2. Staubfall im Golf von Petschili. Herr Th. Minfsen, s. Zt. III. Offizier 
des Hospitalschiffes „Gera“, berichtete aus Shanghai unterm 23. März 1901: 
„Als das deutsche Hospitalschiff »Gera« am 19. März die Rhede von Taku ver- 
liefs, um nach Tsingtau zu dampfen, bemerkten wir um 4% 15=%in N,, nachdem 
wir den Ankerplatz etwa eine Viertelstunde verlassen hatten, eine dicke 
röthliche Wolke aus nördlicher Richtung kommend, die wir. zunächst für Nebel 
hielten. Nach Verlauf von einer halben Stunde waren jedoch die Decke von 
einer feinen Staubschicht überzogen. Nach kurzer Zeit wurde die Luft so 
unsichtig, dafs wir gezwungen waren, langsam zu fahren. Diese Luftverdichtung 
hielt an bis 1* V. am 20. März, bei umlaufendem, fast stillem Winde. Wir 
steuerten während dieser Zeit S82°O, und liefen inzwischen 90 Sm Distanz.“ 
3. Hellleuchtendes Meteor. Herr Kapt. J. G. v. Holten, Dampfer „Cap 
Frio“ der Hamburg-—Südamerika-Linie, berichtet an die Seewarte Folgendes: 
Am 11. September 0* 45” V, beobachtete ich ein grofses hellleuchtendes 
Meteor aus dem Sternbilde des Fuhrmanns kommend und verhältnifsmäfsig langsam 
westlich ziehend mit Hinterlassung eines mehrere Minuten später noch sicht- 
baren Funkenschweifes. 
Unterhalb, bezw. nördlich von Cassiopeja zersprang das Meteor in zwei 
Theile und verschwand gleich darauf. 
Während ich durch das Nachtglas den Funkenschweif beobachtete und 
an den darüber stehenden Sternen, besonders des Perseus, wahrnahm, dafs sich 
besagter Schweif nach ungefähr NNO zu verschob, leuchteten zwischen Wega 
und Drachen beide Theile des Meteors wieder auf, um wiederum langsam west- 
lich zu ziehen, ihre Bahn mit längere Zeit sichtbaren Funken bezeichnend und 
dicht über dem Horizont verschwindend. 
Breite == 31° 9/N, Länge = 17° 22' W, Wind = NNO 2. Wetter =— 
wolkenlos, 
"x Von hier an Aneroid; Verbesserungen unbekannt. D. Red.
	        
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