Die Lothungsreise des Kabeldampfers „von Podbielski“ im Sommer 1902, 517
befindet, welche in der Skizze mit S bezeichnet ist. Diese Metallscheibe ist
20 mm in senkrechter Richtung beweglich, wodurch beim Fallenlassen des Lothes
die Scheibe aufwärts geprefst und dem Wasser freier Durchtritt durch die
Röhren gestattet wird. Beim Aufhieven der Lothröhre wird die Scheibe durch
den Wasserdruck fest und dicht auf das obere Kunde der Röhren gepreßt,
welche Einrichtung ein Auswaschen der Grundprobe verhindert. Wir fanden,
dafs diese Art Lothröhre am zweckmäfsigsten zum. Festhalten der Bodenprobe
dort verwendet wird, wo der Boden leicht festklebt, wie z. B. beim Globigerina-
schlamm, rothem Thon, blauem Schlick u. A. m.
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Auslösbares Lothgewicht Auslösbares Lothgewicht
mit gewöhnlicher Lothröhre. mit „Rendle“-Lothröhre.
b) Loth mit Rendle Röhre (Skizze B). Der am Ende eines Stückes
Flaggleine befestigte Trichter wird beim Einhieven in die weite untere Oeffnung
der Röhre hineingeprefst und verschlielst daher die Röhre in der auf der Skizze
erkennbaren Weise, Das Loth erwies sich bei denjenigen Lothungen als
brauchbar, wo der Boden von leichter Beschaffenheit ist, wie bei Sand, kleinen
Steinen u. s. w., welche Grundproben bei der gewöhnlichen Lothröhre aus-
gewaschen wurden.
ce) Lucas’ Greifloth (Snapper).!) Dieses Loth wird am besten in
Tiefen verwendet, welche 900 bis 1000 m nicht übersteigen, Von demselben
führten wir zwei Arten an Bord: ein 30- und ein 2Upfündiges Loth. Das
schwerere kam bei der‘ gröfseren Tiefe zur Verwendung. Das Greifloth löst
sich nicht selbst aus und deswegen ist es, wie schon bemerkt, nur in verhältnifs-
mäfsig flachem Wasser zu verwerthen, um eine unnöthige Beanspruchung des
Lothdrahtes zu vermeiden. Bei harter Bodenbeschaffenheit ist das Greifloth
sehr zweckmäfsige, da bei Berührung mit felsigem Grunde an dem’ Lothe
1) Eine Abbildung dieses Lothes findet man in dem oben Seite 516 erwähnten „Valdivia“-
Werk. Band 1. Seite 29.