Reuter, W.: Ueber die Benutzung des Semiversus bei nautischen Rechnungen, 41
Strahlenbrechung berichtigten Höhen und .die aus der Chronometerzeit‘ ab-
geleiteten Stundenwinkel der drei Gestirne waren:
Capella ; Jupiter Nordstern
3 = 57°22,9 h, = 58° 2,5 h; = 50°832,2'
1, = Bst 17m 338 t, = Ost 49m 25 tz = 8st am 20s
ij — + 45°53,8 dd, = 21° 02 dr = 488° 45,5‘
Man berechnet zunächst die Höhenunterschiede dieser beobachteten und
der mit der angenommenen Breite und Länge berechneten Höhen nach Gleichung (b).
1, == 8st17m 338 lg sem = 9,2419 t, = 0st 49m 28 8,0569 t,=8st 9m 208 9,8776
o = +51° 25 Ig cos =. 9,9749 @=-+51°25' 9,9749 ©=-+51°25' 9,9749
dı = 445° 53,8 Jg cos = 9,8462 I, =-+21° 0,2' 9,9702 0, = -+88°45,5‘ 8,3358
= 7508312 2 1gx = 88794 Z= 30° 4,8' 7,8220 Z= 37°20,5‘ 8,0088
= 32°8710 2 81°57,5 — 89°27,8'
Ua (z,+Z) = 19° 4,2’ lg sin = 9,5142 31°11,2' 9,7142 38°34,2'
Uo(z,—Z) = 18° 32,9 1g sin = 9,3697 6°46,8' 8,1293 = 1° 3,6
a lg y — 8,8839 7,8435
y == Ost 46m 30s Ig cosem v = 9,9955 — 1st 41m 308 9,9785
lg sem v = 8,0110 8,6834
Ig cosec z, = 0,2684 0,2763
lg sin u/2 = 7,1688 5,8032
lg 2r = 3,8373 3,8373
Ig dh, = 1,0006 lg dh, = 0,6405
dh, = — 10,1‘ dh, = — 4,4
9,7932
8,2676
8,0604
9,9479
9,0532
0,1968
7,3104
3,8378
lg dh, = 1,1477
dh. = — 14,1
igsint, = 9,880 ‚ lgsint; = 9,327 Ig sin t, = 9,935
1g cos d, = 9,843 1g cos da = 9,970 . ig cos 0. =— 8,336
lg cosec (z, — dh.) = 0,270 lg cosec z, = 0,276 lg cosec z, = 0,197
lg sin A, = 9,998 Jg sin A, = 9,573 Ig sin Ay = 8,468
A, = N797W A, = 522°W Ay = N17°W
Nun ist:
d!/h = dh, — dh, = — 44 — (— 101) = +57
d/h = dh, — dh, = — 14V — (— 10,1) = — 4,0
am —_ ddfh . = 9,7
Vergleicht man diese Zahlen mit den von Herrn Dr. Wirtz berechneten,
so weicht d/h um ein Zehntel und d Ah‘ um zwei Zehntel ab. Diese Ab-
weichungen würden verschwinden, wenn man die Höhe des Nordsterns mit fünf-
stelligen Logarithmen berechnete. Es ist nämlich, wenn man nach Formel (4)
rechnet, [h,] = 50° 46,3‘ und nach der von Dr. Wirtz benutzten Formel
— 50° 46,4’, also ist das oben berechnete dh, == 14,1’ genau richtig. Nur dh,
würde, wenn man Gleichung (a) benutzt, näher — 4,5‘, nämlich gleich — 4'28“
werden. Man sieht also, dafs die Höhenunterschiede durch diese Rechnung streng
richtig gefunden werden, und zwar ebenso scharf, als ob man die Höhen mit
fünfstelligen Logarithmen berechnet hätte. Das Azimut der Capella mufste mit
zı— dh, = 832° 27‘ berechnet werden, weil hier 10‘ in der Höhe das Azimut
fast um einen vollen Grad ändert. .
Am Schlusse sei noch bemerkt, dafs sich auch die Ausdrücke 1 — sin x
und 1-—+sinx, d. h. der Cosinusversus und der Supplementcosinusversus, durch
die Tafel des Semiversus bequem berechnen lassen. Es ist nämlich:
1 —8in x = 2 cosem (90° + x)
1+4+sinx = 2 sem (90° + x)
Auch diese Gleichungen können bei der Auswerthung trigonometrischer
Formeln nützliche Verwendung finden,
Nachtrag. Die Gleichung für die Tangente der halben Zenitdistanz
kann auch geschrieben werden:
1 — cosem v .
. tg? z/2 = a A sec? v —
log tg? z/2a = log (sec? v—'ıy
Aus einer Tafel der sogenannten Subtraktionslogarithmen könnte somit
log tg? z/a leicht entnommen werden, ohne dafs man auf den Winkel v ‚selber
Also: