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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

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Annalen der Hydrographie- und Maritimen Meteorologie, September 1902 
Am 9. bis 12. schritt ein tiefes Minimum von Schottland über Jütland, 
Südschweden und den Riga-Busen nach Finnland, wie angegeben von stürmisehen 
Winden aus ‚westlichen Richtungen und zumal wieder aus dem Nordwest- 
quadranten am 10. bis 12., und von ausgedehnten Regenfällen begleitet... Die 
Depression umfalste am 10. fast ganz Europa, worauf abermals hoher Luftdruck 
von Westen vordrang, der am Morgen ganz Continentaleuropa und die Britischen 
Inseln bedeckte, gegenüber der im Norden lagernden Depression. . 
Ein am 13. und 14, von der nördlichen Nordsee über die mittlere Ostsee 
nach Russland schreitendes Theilminimum erstreckte seinen Einflufs durch aus- 
gedehnte Regenfälle über die Küste. In seinem Rücken breitete sich ziemlich 
hoher Luftdruck in gleichmäfsiger Vertheilung über ganz Mitteleuropa aus und 
diese gleichmäfsige Vertheilung blieb am 16. bestehen, so dafs leicht veränder- 
liche Winde und trockenes, vorwiegend heiteres. Wetter, von steigender 
Temperatur begleitet, an der Küste herrschte. 
Am 17. drang eine Depression nördlich von Schottland her nach Süd- 
skandinavien, und es erhielt sich bis zum 20. eine von Nordosteuropa über 
Skandinavien und Norddeutschland ausgebreitete Depression gegenüber einem 
die Britischen Inseln umfassenden Hochdzsuckgebiet über dem Ozean und relativ 
hohem Druck über der Mitte Continentaleuropas, so dafs an der westdeutschen Küste 
nordwestliche, im Osten südwestliche Winde und vorwiegend regnerisches 
Wetter, wie angegeben von ausgedehnten Gewittern begleitet, herrschten. 
Nachdem am 21. mehrere flache. Theilminima an der Küste leichte ver- 
änderliche Winde bewirkt hatten, breitete sich am 22, hoher Luftdruck von 
der Biscaya-See über Continentaleuropa aus. Der Luftdruck erhielt sich hier 
meist hoch bis zum 25., während Ausläufer der Nord- und zeitweise auch West- 
europa bedeckenden Depressionen längs der Küste schritten und hier wiederum 
ausgedehnte Regenfälle und Gewitter bei Winden aus westlichen Richtungen 
hervorriefen. 
Vorübergehende Erwärmung durch die Entwickelung südlicher inlandiger 
Winde führte ein von täglichen ausgedehnten. Regenfällen und auch von 
Gewittern an der Küste begleitetes tiefes Minimum herbei, das am 26. bis 29. 
südwestlich von Irland her durch die Nordsee über Mittelskandinavien nach 
pappland sehritt und zunächst fast ganz Europa beherrschte. Ein in seinem 
Rücken von der Biscaya-See vordringendes Hochdruckgebiet, das am 29, ganz 
Continentaleuropa bedeckte, rief am 27. bis 29%, die angegebenen stürmischen 
Winde aus westlichen Richtungen hervor. . 
Ein am Morgen des 29, nördlich von Schottland liegendes Theilminimum 
verlagerte sich nach Südschweden, von stürmischen südwestlichen Winden an 
der ostdeutschen Küste begleitet, und es stellte sich durch die Ausbreitung eines 
über dem Ozean lagernden Hochdruckgebietes über die Britischen Inseln, gegen- 
über einer vom hohen Norden her Skandinavien umfassenden Depression, zu 
Ende des Monats wieder .die in dem Monat so häufige Wetterlage ein, «die 
durch die Entwickelung von Winden aus nordwestlichen und westlichen Rich- 
tungen zunächst Fortdauer des kalten und regnerischen Wetters brachte. 
Neuere Veröffentlichungen. 
Jahrbuch für Deutschlands Seeinteressen von Nauticus. Vierter Jahrgang 1902, 
Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin, 1902. 8°. 440 $. Mit 
15 Tafeln und 12 Abbildungen im Text. . 
Der vorliegende vierte Jahrgang dieses Werkes schliefst sich dem dritten Jahrgang an, mit 
dem Bestreben, eine periodische Uebersicht der Fachwissenschaften zu bieten, die sich mit dem 
militärischen Schutz, der politisch-wirthschaftlichen Entwickelung, der technischen Ausgestaltung und 
statistischen Erfassung unserer Seeinteressen beschäftigen. Die ständige Berichterstattung über 
unsere Kriegsmarine, die fremden Kriegsmarinen und unsere Handelsmarine wird darin fortgesetzt. 
Mit der Absicht, diese Erweiterung auch ferner beizubehalten, hat der statistische Theil eine weitere 
Ausgestaltung erfahren durch Uebersichten über das Personal und das schwimmende Material der 
Kriegsflotten und eine Zusammenstellung des wichtigsten schwimmenden Materials unserer Händels- 
Hötten, Damit wird im Hinbliek auf den kriegsmaritimen Theil das Nachschlagen in anderen Büchern 
prapart und dem vielfach geäufserten Wunsche Rechnung getragen, nicht nur über die Größse unserer
	        
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