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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

- Neuere‘ Fern“ Lichtsignalö. “42 - 
455 
_.. . Jedenfalls ist sowohl Reineckes-als das noch ausgebildetere Behr’sche 
Nächtsignalsystem signaltechnisch- den Laternen-Lichtblicken: mit Benutzung des 
Morse-Systems überlegen. - Ohne weitere Vorrichtungen als die Abfeuerung. und 
die Patronen‘ sind diese * Signalsysteme ebenso - wie die.‘ Laternen-LichtbHeke 
überall. äanwendbar;- unter allen ‘Umständen aber‘ werden die Stern- und Blitz- 
gignale in gröfserer Höhe und daher auch auf weitere Entfernung ‘hin gegeben. 
Durch starke Bewegungen des Schiffes wird weder die Abgabe dieser-Signale 
erschwert,‘ nöch das gegebene Zeichen durch zeitweise Verdeckung gefährdet, 
wie es bei Laternen-Lichtblicken wohl vorkommen kann: © De a 
Die Einführung eines‘ allgemeinen‘ Nachtsignalsystems ‘ mit- Hülfe‘ von 
Leuchtkörpern wird in Rücksicht auf die Kosten freilich davon abhängen, ob 
weitere Kreise ein‘ gröfseres' Bedürfnifs ‚nach einem ausgebildeteren Nachtsignal- 
system empfinden.‘ © Hr 
Flaschenposten. 
“In letzter Zeit simd die folgenden‘ Flaschenpostzettel bei ‚der Seewarte 
eingegangen: , a EM 
” a) Ausgesetzt von dem. Barkschiffe: „Este“; Kapt. F°. Carstens; auf der 
Reise yon‘ Liverpool nach Newport, am 10. Mai 1902 auf ungefähr 51°-34* N-Br.;, 
3° 33‘ W-Lg., nicht mit: Sand beschwert; gefunden von Albert Sayer am 
21. Mai 1902 in der Nähe von Bristol am ‚Ufer bei Clevedori. Ungefähr 
51° 25‘N-Br., 2° 40‘ W-Lg. Trift in 11 Tagen NO 20 Sm; 4 
© Eingesandt durch den Finder, ‘+ a 
. b) Ausgesetzt von‘ der Bark „Undine“, Kapt; F. Israel; auf der Reise 
fon Iquique nach Falmouth; am 2. März 1902 auf 49° 17‘ N-Br.; and 8° 10‘ W-Lg., 
mit Sand beschwert; gefunden von dem. Fischer Cramais am 30. Mai 1902 bei 
Kap Finisterre,. am. Strande‘ liegend; auf ungefähr ‚43° N-Br., 9° 10' W-Lg. Trift 
in 89 Tagen S'/4W 400 Si. a SE 
a Eingesandt durch: das Körl. Konsulat in Havrei‘ 0 
©) Ausgesetzt von. dem Dampfer „Köln“, Kapt. H. Langreuter,-auf der 
Reise von Bremen-nach Baltimore, am 7. Mai 1901 auf 47° 47‘N-Br., 27° 32’W-Lg., 
nicht mit‘ Sand beschwert;. gefunden von. CU: H. Andrew am 7, Mai. ‘1902 "an 
Strande bei St. Ives, Cornwall: 50° 12“N-Bri; 5° 27‘ W-Lg. Trift ‚in 365 Tagen 
Eingesandt. durch Herrn S.:H. Richards; St. Ives. -) 60h 
‚A): Ausgesetzt von dem‘ Dampfer „Marie: Wöermann“; Kapt. J. Schade, 
auf der Reise ' von‘ Rotterdam ‚nach Las Palnaäs, ‘am 1. Augüst 1901 auf 
47“ 14-N-Br.,: 6° 13‘ W-Lg.,‘ nicht. mit Sand beschwert; | gefunden ‘von Herrn 
Joseph: Schwartzweber am 28; Jantar. 1902 am Strande. von‘ Arcachon 
(Giromde).. “44° 39‘ N-Br., 19:15‘ W-Lg.“ Trift.in‘ 181; Tagen S0O'40 270 Sm. 
Eingesanät durch ‚den, Finder, “4 A N 
. ..e). Ausgesetzt: von. 'dem :Dampfer- „Hannover“, Kapt; J. Jantzen, auf 
der Reise. von ‘Baltimöre 'häch- Bremen; am‘ 2; September 1901 ‘auf 45° N-Br;, 
50° W-Lg., mit Sand beschwert; gefunden ‚von dem französischen Fischerschoner 
„Topaze“. am 7. September 1901 auf der Grofsen Neufundland-Bank;, 44° 54‘ N-Br., 
50° W-Lg. Trift in 5 Tagen Nord 6 Sm: | 
Eingesandt durch; das französische‘ General-Konsulat‘ in Hamburg. 
Pf). Ausgesetzt von dem Vollschiffe‘ „Alsterkamp“, Kapt. Ch. Jensen, auf 
der Reise von Astoria ‘nach. Falmouth, am 13, Mai 1900 -auf 44° 10* N-Br., 
20°-:53’. W-Lg,; -hicht- mit Sand. beschwert; gefunden von‘ Armand Falarie. am 
16; Januar 1902” auf dem Strände bei St: Marguerite, Insel Guadeloupe. Ungefähr 
16° 15‘N-Br., 61° 25‘ W-Lg. Trift’in 613 Tagen; SW: 3300 Sm. es 4 
Eingesanhdt durch. das -Ministerium. der Kolonien in Paris. | A 
. g)  Ausgesetzt‘ von. dem Dämpfer „Hannover“, Kapt. J. Jantzen, auf 
der Reise von Bremen nach New York, am 6. März 1901: auf‘ 44°:8‘ N-Br., 
49° 10‘ W-Lg.; nicht mit Sand beschwert; gefunden von Martin Hallöran am 
2, Dezember 1901 :auf, dem-Strande von‘ Freagh Point; Ireland, in 52° 53‘ N-Br.; 
9° 26‘, W-Lg. Trift-in 271 Tagen 0NO0!/40- 1680 St. | Hr 
'"“ . Eingesändt-von- Herta P. Tillard, Coast Guard Offizier.” *
	        
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