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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

Beschreibung und Segelanweisung für die N- und NW-Küste der Gazelle-Halbinsel, 449 
Beschreibung und Segelanweisung für die Nord- und Nordwest- 
küste der Gazelle-Halbinsel von Kap Susuna bis Kap Kaponosärere. 
Bericht S. M. S. „Möwe“, Komdt, K-Kapt. Carl Schönfelder. November 1901. 
Das Kap Susuna bildet die Westecke des Hafens von Massawa und ist 
eine flache, mit Busch bewachsene Landzunge. Von hier verläuft die Küste in 
westlicher Richtung, einen flachen Bogen nach Süden bildend, bis Kap Giretar. 
Dieselbe besteht aus flachem Sandstrand mit Bananen und Taropflanzungen. 
Dicht hinter der Küste steigen die Berge allmählich an, deren Abhänge mit 
Palmen bepflanzt sind. Auf- dem . östlichsten bebauten Bergabhange befindet 
sich die Niederlassung des von der Neu - Guinea - Kompagnie angestellten 
Pflanzers. . . 
Zwischen Kap Giretar. bis Kap Rangingi liegen mehrere kleine Buchten 
mit steil ins Wasser abfallenden Felsufern, welche mit dichtem Busch bewachsen 
sind, Die vordere Bucht, die Luan-Bucht, ist am Eingange 2000 m breit und 
wird durch eine in der Mitte nach Norden vorspringende Landzunge in zwei 
Theile getheilt. Der westliche Theil ist der gröfsere und erstreckt sich 1300 m 
nach Süden. Ihm sind zwei kleine Felseninseln, welche. mit.Riffen umgeben 
sind, vorgelagert. Die kleinere Insel, Massokonakanai (Felseninsel), ist ein 
einzelner Felsen, der oben mit Bäumen bewachsen ist, und erhebt sich etwa 15 m 
über Wasser. Die andere Insel, Palatär, ist 100 m lang und erstreckt sich in 
nordost—südwestlicher Richtung. Boote können an der Südostseite der Insel 
landen... Beide Inseln sind nicht bewohnt. Die. Westecke der Luan-Bucht bildet 
das Kap Tutui, ein steil abfallender Felsen: 
Zwischen Tutui und dem Kap -Rangingi liegen zwei kleinere Buchten. 
Die erste, Tinge-na-nganao, erstreckt sich in südöstlicher Richtung etwa 400 m 
tief und ist am Eingange 300 m breit. Wegen ihrer geringen Tiefe kommt sie 
als Ankerplatz nicht in Betracht. An ihrer Westecke liegt das Kap A-ul-a-vat, 
A-ul-atonger, die Bucht zwischen A-ul-a-vat und Rangingi, ist am Ein- 
gange 350 m breit und erstreckt sich in südlicher Richtung etwa 700 m tief, 
Die Küsten. beider Buchten sind dicht’ mit Mangroven bewachsen, und den 
Ufern sind Korallenriffe vorgelagert. ; . 
Nauraväs, eine kleine Felseninsel, liegt vor dem Eingange in die Bucht 
A-ul-a-tonger. ‘Es ist eine 50 m lange, bewaldete Felseninsel von ovaler Form, 
Sie ist von Riffen umgeben, und nur an der Südseite kann man mit Booten landen. 
Rangingi ist eine schmale, nach Norden vorspringende Landzunge, welche 
an ihrem Ende mit Citronengras bewachsen ist. 
Wanombo liegt nördlich von Kap Rangingi. Sie ist 150 m lang, dicht 
bewachsen und an ihrem Südende mit Booten zugänglich. Sie hat ovale Form 
und erstreckt sich in südwest—nordöstlicher Richtung. Sie ist von Riffen um- 
yeben, doch befindet sich. zwischen Rangingi und Wanombo eine 80 m breite 
Durchfahrt mit 41 m Wassertiefe. + 
Lafsul-Bucht. Die gröfste Einbuchtung an der Nordwestküste der 
Gazelle - Halbinsel ist an ihrem Eingange 2300 m breit und 1800 m tief. Die 
Ostküste verläuft in südwestlicher Richtung bis zur tiefsten Stelle der Bucht. 
Die Küste läuft dann eine kurze Strecke nach Westen und biegt dann scharf 
nach Norden um. An der Südostküste liegt eine kleine, bewaldete Felseninsel 
etwa 80 m vom Lande entfernt. Der Name derselben ist Matd-na-take-na-mboroi. 
Zwischen der Insel und dem Lande liegt ein flaches Riff. In der Südostecke 
der Lafsul- Bucht mündet der Kalivuvur, ein kleiner Fluß, der.wegen seiner 
geringen Wassertiefe nicht mit Booten befahren werden kann. 
Von der Westecke der Lafsul- Bucht erstreckt sich die Küste in west- 
licher Richtung bis Kap Wunambere, einige flache Buchten bildend. 
, Neinduk, ein kleiner Flufs, mündet etwa 1400 m von der Westecke der 
Lafßul-Bucht. Er ist an seiner Mündung 15m breit und kann mit kleineren 
Booten eine kurze Strecke befahren werden. Bei Niedrigwasser ist das Wasser 
desselben ‚als Trinkwasser zu gebrauchen. Besseres Wasser erhält man aus 
dem etwa 1400 m westlich vom Neinduk gelegenen Nambung und. seinem 
Nebenflusse, dem A-tava-kikil. Der Nambung ist an der Mündung 30 m breit 
ınd kann mit flachen Booten etwa 1000 m weit befahren werden.
	        
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