Price-Edwards, E.: Schallesignale.
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Kapt. George R. Vyvyan (Deputy Master, Trinity House) weist auf die
zuweilen aufserordentlich launenhafte, . lüchtige und fleckenartige Natur des
Nebels hin, so dafs auf nicht sehr weiten Strecken Nebelbänke mit ganz
klarem Himmel abwechseln. Es ereigne sich oft, dafs ein Leuchtthurm in klarer
Luft sich befände, während in: einiger Entfernung auf See Nebel herrsche.
Daraus ergebe sich für den Leuchtthurmwärter manchmal eine grofse Schwierigkeit,
sich zu entscheiden, wann das Nebelsignal zu geben sei. ;
F. W. Fletcher wirft die Frage auf, ob der Schalltrichter des
Nebelsignales nicht in ähnlicher Weise wie das Licht eines Leuchtthurmes
gedreht werden und dadurch der Schall über eine gröfsere Fläche verbreitet
werden könne.
Kapt. A. W. Clarke betont die Wichtigkeit, dafs das Schiff gestoppt
werde, um auf das Nebelsignal zu hören. Während der Versuche wurde
es beständig für geboten gefunden, selbst auf einem so'‘kleinen Schiff, wie es
die „Irene“ ist, zu stoppen, um das Signal in bestimmter Entfernung zu hören.
Dies wird um so mehr nothwendig sein bei grofsen Postdampfern und Kreuzern,
die selbst mit halber Geschwindigkeit ein grofses Geräusch machen, ‘Hr.
Kleinere Mittheilungen.
1. Sturmwarnungssignal im Hafen von Kelung (Nordküste von Formosa).
Im Hafen von Kelung ist auf dem Aufsenende ‘der Palm-Insel (Sharyoto) in
etwa 25° 9‘ N-Br., 121° 45’ O-Lg. ein Sturmwarnungssignal errichtet. An einem
weifsen Pfahl wird am Tage ein rother Ball oder Kegel, des Nachts ein oder
zwei rothe Laternen geheilst. Der Ball oder eine rothe Laterne zeigen an,
dafs ein Sturm erwartet wird, der Kegel oder zwei rothe Laternen weisen auf
einen Orkan hin, („De Zee“ 1902, S. 296.) .
2. Lootse in La Guaira. . Zu der Bemerkung in dem Artikel „Die
Haupthäfen Venezuelas“, „Ann. d. Hydr. etc.“ 1902, Heft II, S. 55 über Lootsen
in La Guaira theilt Herr Kapt. J. Eckhorn, D. „Helvetia“ der Hamburg-—
Amerika-Linie, mit, dafs allerdings kein staatlich angestellter Lootse daselbst
vorhanden sei, jedoch ein Angestellter der La Guaira Pier Company als Lootse
fungire. Alle La Guaira anlaufenden spanischen, italienischen, sowie einige
französische Dampfer bedienen ‚sich seiner Hülfe; gelegentlich hat er auch
Dampfer der Hamburg-—Amerika-Linie an den Pier gebracht. Kapt. Eckhorn
hatte bei seiner Anwesenheit oftmals Gelegenheit zu sehen, dafs Segelschiffe
von diesem Lootsen eingebracht und meisterhaft zu Anker gebracht wurden.
Häufig sparte der Lootse auch das Ankern und segelte dann direkt an eine
der äufseren Festmachebojen. Nach seinen eigenen Angaben fährt‘ er allen
Seien entgegen. und bietet seine Dienste gegen Bezahlung nach Ueber-
einkunft an;
Eingänge von. meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen
Seewarte im Monat Juni 1902...
Von Schiffen der Kaiserlichen Marine.
S. M. Schiffe und Fahrzeuge.
» 1. „Möwe“, Kommandant. Oberlt. z. S. Geidies, /m Hafen von Sydney. 1901. XII 11. —
1902. 111.18 1000 ; a
2; „Kaiserin Augusta“, Kommandanten Kapt. z. S. Gühlich, Kapt, z. S. Stein, F-Kapt,
Ingenohl. : Auf der Station in. Ostasien, 1899, XI. 2.— 1902. V. 26.'. Kapt. z. 8. Derzewski. Auf
der Heimreise,” 1902. V. 27.— VI. 12. 0 .
83. „Schwalbe“, Kommandanten K-Kapt. Boerner, i, V. Kaptlt, Scheunemann,: .K-Kapt.
Jacobsen. Auf der Ostafrikanischen. Station und. in Ostasien. 1900. V..5.— 1902..1I, 15...
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