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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 30 (1902)

392 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1902. 
mit weniger als 35 °/oo deutlich hervor. Auch die Thatsache, daß südlich von 
30° S-Br. der Salzgehalt knapp 35 °/%o, stellenweise auch etwas weniger beträgt, 
findet von Neuem (immer noch ganz erwünschte) Bestätigung. Die absoluten 
Dichten (S 5) zeigen einen regelmäfsigen Abfall von 1,0255 in der spanischen 
See bis 1,022 in der äquatorialen Kalmenregion bei 7° N-Br., und erneutes An- 
steigen bis 1,026 in 30° S-Br., worauf entlang 35° S-Br. die gleiche Dichte mit 
geringen Schwankungen bis Kapstadt festgehalten wird. Mit dem Minimum der 
absoluten Dichte fällt das Maximum der Oberflächentemperatur zusammen: 
28,7° in 7° N-Br. Entlang 35° S-Br. werden beträchtliche Schwankungen der 
Wasserwärme (zwischen 13° und 18,5°) beobachtet; in 10° O-Lg. hebt sich 
diese von 14° auf 18,5° innerhalb weniger Stunden. 
Auch die Wasserfarbe und Durchsichtigkeit wurden in der jetzt üblichen 
Weise beobachtet; eine einfache Forelsche Skala ergab, wie auch sonst bekannt, 
nur geringe Abweichungen vom reinen Blau, mit nur 1 bis 3 °% gelb, in den 
tropischen und subtropischen Gebieten, bei den Kapverden kamen einmal 6 °% 
gelb, auch noch in 36° S-Br., 5° O-Lg. nur 1° gelb zur Beobachtung. 
Die Meeresströmungen, hier definirt als Stromversetzungen, sind mit den 
herrschenden Windrichtungen zugleich vom Kapitän Ruser des „Gaufs“ auf einer 
dem Bericht beigegebenen Kurskarte eingetragen; besonders bemerkenswerthe 
Erscheinungen treten dabei nicht hervor. — Ueber die Beobachtungen an 
Meereswellen enthält der vorliegende Bericht noch nichts. 
Desto wichtiger und reichhaltiger sind die eigentlichen Tiefseearbeiten 
an den 30 Stationen, die folgende (gekürzte) tabellarische Uebersicht aufführt: 
Station 
Breite 
Länge 
"Tiefe 
Boden- 
cemperatur 
Grundprobe 
Bemerkungen. 
m 
+ 
[IT 
II | 
IV 
VY 
VI 
VII 
VILL* 
IX* 
X* 
XI 
XI 
X11I 
XIV* 
XV 
XVI* 
XVII 
X VIII* 
XIX 
XXX 
XXI 
XXI 
XXIII 
XXIV 
XXV 
XXVI* 
XXVII 
KXXVIII 
XXIX* 
XXX 
37° 0’N 
36° 42 „ 
0° 06‘ S 
0° 11“ 
0° 48' „ 
1° U 
3° 39 
6° 03’ „ 
10° 14 
13° 09° 
15° 07‘ 
L6° 54’ 
19° 03° 
23° 33° 
25° 59 . 
27° 03! »- 
28° 16° 
29° 54 
31° 04‘ 
31° 42 , 
31° 20 
32° 05‘ 
32° 54 
33° 397 
34° 04' 
359 11‘. 
35° 32 , 
35° 39' 
35° 52 , 
34° 13 , 
14° 04' W 
14° 05 
18° 10° 
18° 15% 
17° 52 
16° 53‘ 
16° 41 
17° 48 » 
18° 24 > 
18° 54 
19° 30° 
19° 46 
20° 00 
20° 51‘ 
09 04! 
16° 59 
17° 20 
15° 15° 
12° 4l , 
11° 07' 
8° 23 , 
8° 30 
7° 48 
5° 09 , 
2° 57 
2°43 0 
5948 , 
8° 16° 
13° 08: 
17° 0l' » 
4837 
2503 
11,6° ? 
6220 
7230 
4062 
3372 
5020 
1234 
4743 
4603 
5814 
4492 
5035 
5045 
4630 
2,3° 
2,9° 
25° 
1,2° 
L‚0° 
1,8° 
„15° 
11° 
1,6° 
3595 
3931 
3626 
3504 
3746 
An 
4271) 
4191 
1366 
4010 
3990 
5281 
2,2° 
1,9° 
2,4° 
2,6° 
2,6° 
(2,5°) 
2,7° 
2,7° 
2,5° 
2,2° 
1,2° 
5195 
5210 
4957 
1,3° 
1,0° 
1,2° 
3165 | 21° 
Keine 
Globigerinenschlamm 
Keine 
Rother Thon 
Globigerinenschlamm 
Desgl. 
Desgl. 
Desgl. 
Desgl. 
Keine 
Rother Thon 
Keine 
Rother Thon 
Rother Thon 
Rother Thon und Glol 
Schlamm 
Keine 
Globigerinenschlamm 
Desgl. 
Desgl. 
Desgl. 
Kein Grund berührt 
Globigerinenschlamm 
Desgl. 
Keine 
Keine 
Globigerinenschlamm u. 
rother Thon 
Rother Thon 
Rother Thon 
Thoniger Sand und 
Globigerinenschlamm 
Globigerinenschlamm 
, An der Josephinenbank. 
‚ Steilabfall des Aequatorial- 
» rückens gegen das Bra- 
silianische Becken, 
Ostrand des Brasilianischen 
Beckens. 
Centrale Schwelle des Süd- 
{ atlantischen Ozeans. 
SW-Ecke der Südafrika- 
nischen Mulde, 
Abhang zur Kapmulde. 
X 
; Kapmulde, 
Die Tiefenlothungen bringen eine sehr erwünschte Vervollständigung des 
vorhandenen Materials und füllen in den Stationen VIIL bis XV eine sehr 
empfindliche Lücke in dankenswerthester Weise aus. Die eigentliche Schwelle
	        
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